Erfahrungen DSLR versus DSLM

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    • Erfahrungen DSLR versus DSLM

      Immer öfter lese ich Meinungen darüber daß die Zeit des Spiegels abläuft und die Zukunft den Spiegellosen gehört. Bislang war der Spiegel das Maß der Dinge. Vor kurzem hat Nikon die D500 als Topmodell der APS-C Klasse auf den Markt gebracht. Von einer DSLM von Nikon die mind. einen APS-C Sesor hat ist weit und breit nix zu sehen , Canon hat zwar ein Modell was aber augenscheinlich nicht besonders ankommt. Die Platzhirsche hinken also hinterher.
      Deshalb würde mich brennend interessieren welche Erfahrungen beim Umstieg auf eine DSLM gemacht wurden.
      Was hat euch zum Wechsel bewogen ?
      Wo liegen die Vorteile bzw. die Nachteile der Spiegellosen.
      Hat jemand den Wechsel bereut und warum ?
      Gibt es genug Objektive für DSLM ?
      Wie lange hält der Akku durch ?
      Wie schnell ist der AF und wie verhält es sich mit der Auslöseverzögerung ?

      Es gäbe sicherlich noch mehr Fragen, aber wenn ihr mir hier dazu was sagen könnt wär ich sehr dankbar.

      Gruß William
      Es ist immer später als du denkst.
      Chineschisches Sprichwort
    • Also mit diesem Thema hab ich mich gerade sehr intensiv befasst und mir schlussendlich die Sony A7ii bestellt (hoffentlich kommt sie bald) :D

      Für mich gab es ausschlaggebende Gründe:

      1) Ich habe für meine Sony a77ii (auch keine klassische Spiegelreflex aber nah genug dran) nicht mehr die Objektive bekommen, die ich gerne möchte und es sah bis vor kurzem auch so aus, also ob diese Sparte nicht mehr weiter entwickelt würde.

      2) Ich wollte auch mal die Option, relativ kompakt fotografieren zu können. Die A7ii ist zwar keine Mini-Kamera, aber mit einem 35mm Objektiv schon fast jackentaschentauglich.

      3) Ich möchte bei schlechtem Licht bessere Bildqualität haben.

      4) Ich wollte die Ästhetik eines Vollformat-Sensors.

      5) Ich möchte nie wieder ohne elektronischen Sucher auskommen müssen.


      Nach langem hin und her und einem ausgedehnten Versuchswochenende habe ich dann zugeschlagen. Da ich aber noch nicht viel spiegellos fotografiert habe, kann ich dir nur mal die paar Punkte sagen, die mir aufgefallen sind:

      Der größte Nachteil der Spiegellosen liegt im Autofokus-System. Die sind einfach nicht so knackig wie die DSLRs, speziell die des oberen Spektrums. Das fällt auch wirklich auf, wenn man wirklich guten Autofokus gewohnt ist. Deshalb wird meine a77ii auch weiterhin ihren Platz haben.

      Das Thema Batterie empfinde ich als nicht so störend. Ja, es stimmt schon, sie fressen ca. drei mal so viele Akkus (ein Akku schafft ca. 250-300 Bilder), aber ich fotografiere auch selten länger als ein bis zwei Stunden am Stück und wenn wirklich mal der Akku zu tauschen ist, ist das ja nur ein Handgriff.

      Auslöseverzögerung habe ich zumindest bei den Sonys und bei Olympus nicht bemerkt. Oft meinen die Leute auch, es gäbe eine Verzögerung durch den elektronischen Sucher. Meine a77ii hat zwei Jahre auf dem Buckel und noch einen EVF der alten Generation und selbst da war das nie ein Problem, nicht mal bei Krampusläufen. Und ich kann dir sagen, es gibt kaum einen brutaleren Härtetest für eine Kamera.

      Was die Objektive anbelangt, kann man das nicht pauschal beantworten. Das kommt sehr darauf an, was für ein System du wählst.
      Bei Sony gibt’s zb. für dem Crop Sensor schon einen Haufen Objektive. Vollformat – naja, wird besser, aber alles ist noch nicht dabei, was man sich wünschen würde. Speziell Zooms fehlen bzw. haben nicht die Qualität, die man sich wünschen würde.
      Bei Olympus sieht’s wieder sehr gut aus. Dazu kommt, dass die Bauweise der Spiegellosen erlaubt, so gut wie jedes Objektiv jedes Herstellers anzuschließen, Adapter vorausgesetzt.

      Unterm Strich kommt es wie bei jeder Kamera sehr darauf an, wie und was du fotografierst.
    • Hier erst mal ein älter Thread zu dem Thema Spiegelreflexkameras, wie lange noch

      William schrieb:

      Was hat euch zum Wechsel bewogen ?
      Bei mir ganz einfach der Grund, dass Olympus nach der E-5 keine DSLR mehr gebaut hat, sondern nur noch Spiegellose brachte. Ich habe dann an einer E-M1 meine alten Objektive ausprobiert und festgestellt, dass sie an der Spiegellosen E-M1 besser funktionieren, als an der E-5. Somit bin ich nicht auf eine andere Marke umgestiegen, sondern habe die Vorteile der DSLMs genossen.


      William schrieb:

      Wo liegen die Vorteile bzw. die Nachteile der Spiegellosen.
      Vorteile: Der Sucher! Für mich ist der elektronische Sucher einem optischen überlegen (auch einem optischen der Profiklasse): er zeigt das Bild (annähernd) so, wie es auf der Speicherkarte landen wird. Farbabweichungen, Über- oder Unterbelichtung, wenn ich will auch schon beim Fotografieren Artfilter wie sw, Sepiatönung, etc. Ich sehe, was ich fotografiere, muß nicht abschätzen, wie weit ich für einen Schattenriß unterbelichten muß, etc. Bei manuellem scharf Stellen, habe ich eine Ausschnittsvergrößerung (Sucherlupe) bis zu 14fach und andere Einstellhilfen. Wenn es dunkel ist (Nachts, Höhle, Jazzkeller) kann ich viel mehr sehen, als durch einen optischen Sucher. Wenn ich abblende, um die Schärfentiefe zu kontrollieren, wird der Sucher nicht dunkler. Wenn die Obis lichtschwach sind, ist das Bild genauso hell wie durch ein lichtstarkes. Und: die Sucher sind richtig groß! Viel größer als es mit DSLRs geht, so sie nicht KB-Sensoren haben. Nachteile: bei miesem Licht (gedimmte LEDs) flackert es manchmal.

      Vorteile: das Geräusch. Kein Spiegelschlag, deshalb viel leiser. Bei elektronischem Verschluss völlig lautlos. Das ist klasse, wenn ein Kontrabass, oder eine einzelne Klarinette spielt, und ich kann einfach fotografieren, ohne jemanden zu stören. Nachteile keine. Und natürlich weniger oder bei elektronischem Verschluss gar keine Erschütterungen, da ist bei Superteles und bei Makros (ohne Blitz) von Vorteil.

      Vorteile: ohne Spiegel kann eine Kamera viel schnellere Serienbilder machen. Meine drei Jahre alte E-M1 kann 10 Bilder pro Sekunde (kostet unter 1000 Euro), der Nachfolger (der zur Jahreswende zu kaufen sein wird, wurde gerade auf der photokina vorgestellt) kann bei mechanischem Verschluss 15 fps und bei elektronischem Verschluss 18fps (mit C-AF) oder bis zu 60(!) Bilder (ohne AF) pro Sekunde. Man vergleiche das mit einer topaktuellen Nikon D5, D500 oder einer Canon 1Dx die alle wesentlich teurer sind. Beachte: man kann bei diesen Serienbildern durch den Sucher schauen! Bei den neuen Kameras ohne Dunkelphase.

      Vorteil: Es besteht die Möglichkeit, Kamera und (Weitwinkel- und Standard-)Objektive kleiner zu bauen, als bei DSLRs. (keine Retrofokus-Konstruktion nötig) Das ist für mich nicht der Hauptvorteil. Aber meine jetzige Kamera wiegt mit BG so viel wie meine alte ohne BG. Ansonsten liegt der Gewichtsunterschied aber stärker bei den verschiedenen Sensorformaten (und mehr bei den Objektiven als bei den Kameras)

      William schrieb:

      Hat jemand den Wechsel bereut und warum ?
      Nein nie. Ich möchte nicht zurück zum Spiegel bzw. zum optischen Sucher.

      William schrieb:

      Gibt es genug Objektive für DSLM ?
      Das kommt auf das System an. Bei Olympus/Panasonic (untereinander kompatibel) und bei Fuji gibt es sehr viele und sehr gute und immer mehr. Bei Sony gibt es auch immer mehr, darunter auch sehr gute. Bei Leica, Hasselblad und Canon gibt es recht wenige. Für Olympus gibt es z.B. einen Metabones-Adpater, mit dem man (fast) alle Canon-Obis mit sehr gut funktionierendem AF verwenden kann. Adapter ohne AF gibt es für alle Systeme zahllose für neue bis hin zu uralten Obis. An Spiegellose kann man fast alle Obis adaptieren, weil das Auflagemaß kürzer ist. als bei D)SLRs.

      William schrieb:

      Wie lange hält der Akku durch ?
      Ich hatte noch nie Probleme mit den Akkus, sprich, ich mache ohne nachzudenken auch mal 600 und mehr Bilder (Jazzkeller) ohne dass der Akku was sagt. Ich habe aber (auch schon zu DSLR-Zeiten) immer einen Ersatzakku dabei. Wichtig: Spiegellose brauchen Strom, wenn sie an sind. Man gewöhnt sich aber schnell daran, sie auszuschalten, wenn man nicht fotografiert.

      William schrieb:

      Wie schnell ist der AF und wie verhält es sich mit der Auslöseverzögerung ?
      Das kommt stark auf das System an. Kein spiegelloses System kann im Moment mit professionellen DSLRs (D5, 1Dx) mithalten, so es um C-AF geht. Bei S-AF gibt es blitzschnelle und relativ langsame Systeme. Ich kann mich bei der Olympus E-M1 nicht beklagen und bei der E-M10 auch nicht. (ich fotografiere aber auch keine herum tollenden Hunde) Ein gewaltiger Vorteil der Spiegellosen gegenüber DSLRs beim AF: es gibt keinen Fehlfokus (Front- oder Backfolus) und zwar prinzipiell nicht, weil der AF auf dem Bildsensor liegt (egal ob das System Phasen- oder Kontrastautofokus verwendet). Mit meinen lichtstarken Teles hatte ich früher immer einen leichten Fehlfokus. Seit ich meine speigellose habe, sitzt der AF! Das ist für mich viel wichtiger, als das allerletzte Quentchen Geschwindigkeit (Unterschied in Geschwindigkeit wie gesagt nur bei C-AF).

      Auslöseverzögerung: kein spürbarer Unterschied zu DSLRs. Bei der DSLR muß ja erst der Spiegel hochklappen. Bei der DSLM kann der Verschluss vorgespannt sein, wenn man will (kann man bei meiner Kamera einstellen), bzw. bei elektronischem Verschluss ist der theoretische Wert = Null. In der Praxis überhaupt kein Unterschied.
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • Danke euch beiden für eure Mühe.
      Ansatzpunkt meiner Überlegungen ist halt das enorme Gewicht wenn man für alle Fälle gewappnet sein will und dann neben der Cam Stativ und eben 3-4 Obis schleppen muß.
      Gerne würde ich die vorhandenen Obis verwenden Macro 2,8, Tele 4 und Weitw.2,8 somit bleibt nur das geringere Gewicht der Cam übrig. Das nächste Problem ist der Adapter welche
      die essentiellen Punkte wie AF, Stabi, Blende und Exifs gewähren müssen. Dazu noch die TTl Messung nicht zu vergessen.D.H. ich müßte meine Obis zum Händler mitnehmen und vor Ort
      diese Funktionen mit einem Adapter überprüfen. Diese Probleme zu umgehen müßte ich mich komplett vom jetzigen Equipment trennen und alles neu beschaffen. Das stellt füreinen Schwaben wie mich,
      eine harte Nuss dar zumal das ganze Zeugs so alt nicht ist. Klar ich könnts verkloppen aber klar ist auch daß ich da vermutlich kräftig Federn lassen muß. Die letzte Alternative ist ich bleibe bei DSLR und spekuliere auf fallende Preise für Nikon D500 aber dann heißt es noch mehr schleppen.
      Mahlzeit.
      Diese Suppe hab ich mir jetzt selber vorgesetzt.

      Gruß William
      Es ist immer später als du denkst.
      Chineschisches Sprichwort
    • William schrieb:

      Gerne würde ich die vorhandenen Obis verwenden Macro 2,8, Tele 4 und Weitw.2,8 somit bleibt nur das geringere Gewicht der Cam übrig. Das nächste Problem ist der Adapter welche
      die essentiellen Punkte wie AF, Stabi, Blende und Exifs gewähren müssen.
      Ich kann dir jetzt natürlich nur aus der Sony-Welt berichten. Aber hier mal was ich weiß:

      Für Nikon Objektive gibt es derzeit keinen Adapter, der dir AF-Möglichkeiten bietet, allerdings sehr wohl Datentransfer. Die Kamera weiß also, welche Blende du verwendest und welche Brennweite. Ergo funktioniert auch eine TTL Messung.

      Stabilisierung brauchst du nicht mehr. Sony (und auch viele andere Spiegellose) haben die Stabilisierung in der Kamera selbst. Das bedeutet, egal welches Glas du da vorne rausschraubst, du hast automatisch Bildstabilisierung – das gilt auch für komplett mechanische Objektive. Dann musst du allerdings manuell die Brennweite an der Kamera definieren.

      Wenn ich du wäre, würde ich mir für das Makro und das Weitwinkel einen Adapter besorgen, denn bei denen kommst du in den meisten Fällen auch mit manuellem Fokus gut zurecht. Übrigens, hast du mal manuell auf einer Kamera mit elektronischem Sucher scharf gestellt? Da gibt's Fokusvergrößerung UND Peeking. Letzteres bedeutet, die Kamera zeigt dir mit einer Signalfarbe im Sucher wo das Bild scharf ist. Dadurch wird das fokussieren extrem einfach und geht schnell.
      Das Tele würd ich verkaufen und gegen ein systemnatives tauschen. Selbst mit Adapter hast du bei Spiegellosen beim Tele oft extrem starke Vignettierung. Außerdem ist der AF von Haus aus nicht der beste und der wird natürlich mit einem Adapter, der AF unterstützt, nicht besser.
    • OhWeh schrieb:

      ............. zeigt das Bild (annähernd) so, wie es auf der Speicherkarte landen wird. Farbabweichungen, Über- oder Unterbelichtung, wenn ich will auch schon beim Fotografieren Artfilter wie sw, Sepiatönung, etc. Ich sehe, was ich fotografiere, muß nicht abschätzen, wie weit ich für einen Schattenriß unterbelichten muß, etc. Bei manuellem scharf Stellen, habe ich eine Ausschnittsvergrößerung (Sucherlupe) bis zu 14fach und andere Einstellhilfen ........
      das hab ich aber bei meiner dslr auch wenn ich das display nehme. :D Nachteil ich kann den Sucher nicht verwenden wenn ich das nützen will. X/



      OhWeh schrieb:

      Vorteile: das Geräusch. Kein Spiegelschlag, deshalb viel leiser. Bei elektronischem Verschluss völlig lautlos. Das ist klasse, wenn ein Kontrabass, oder eine einzelne Klarinette spielt, und ich kann einfach fotografieren, ohne jemanden zu stören.
      meine 5er hörst du auch nicht, meine 10er reist dich dagegen fast vom Hocker wenn man auslöst. :blink:





      bwolf schrieb:

      Stabilisierung brauchst du nicht mehr. Sony (und auch viele andere Spiegellose) haben die Stabilisierung in der Kamera selbst. Das bedeutet, egal welches Glas du da vorne rausschraubst, du hast automatisch Bildstabilisierung – das gilt auch für komplett mechanische Objektive. Dann musst du allerdings manuell die Brennweite an der Kamera definieren.
      hat pentax schon ewig. ;)
      manche kennen mich, einige können mich .......
    • mE. schrieb:

      hat pentax schon ewig.
      Absolut richtig. Schon meine inzwischen fast uralte A500 hatte das. Verstehe eigentlich nicht, warum das Canikon nicht auch macht … ist doch viel sinnvoller. Oder gibt's da einen technischen Grund?


      mE. schrieb:

      das hab ich aber bei meiner dslr auch wenn ich das display nehme. Nachteil ich kann den Sucher nicht verwenden wenn ich das nützen will.
      Richtig praktisch ist so ein EVF auch, wenn man sich bei hellem Sonnenlicht die Bilder genau ansehen möchte.
    • mE. schrieb:

      das hab ich aber bei meiner dslr auch wenn ich das display nehme. Nachteil ich kann den Sucher nicht verwenden wenn ich das nützen will.
      Display ist nur den allerwenigsten Licht-Situationen ein vollwertiger Ersatz. Und wenn man ein älterer Herr wie ich ist, dann müsste man für das Display immer die Lesebrille aufsetzen und für den Blick zum Motiv die Fernbrille. :nora: Dazu kommt noch, dass die wenigsten DSLRs bei LiveView einen schnellen AF haben.

      mE. schrieb:

      meine 5er hörst du auch nicht, meine 10er reist dich dagegen fast vom Hocker wenn man auslöst.
      Mit völlig lautlos meine ich völlig lautlos.
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • OhWeh schrieb:

      Mit völlig lautlos meine ich völlig lautlos.


      OhWeh schrieb:

      Vorteile: das Geräusch. Kein Spiegelschlag, deshalb viel leiser. Bei elektronischem Verschluss völlig lautlos. Das ist klasse, wenn ein Kontrabass, oder eine einzelne Klarinette spielt, und ich kann einfach fotografieren, ohne jemanden zu stören.
      ich bezog mich auf die stellen die ich fett gemacht habe. Ok völlig lautlos ist sie nicht, aber zumindest so leise das ich damit, wie in deinen Beispiel, niemanden stören würde.

      Überdies zähle ich durchaus auch schon länger zu den "älteren Herren" :opi: und Brille hab ich auch wie wäre es mit gleitsichtbrille ;) :D
      manche kennen mich, einige können mich .......
    • Ein großer Vorteil der Spiegellosen ist übrigens auch, dass sie relativ unauffällig sind und nicht als "professionelle Kameras" wahrgenommen werden. Manche Leute empfinden das zwar als Nachteil, weil sie meinen, damit nicht ernst genommen zu werden (zB Scott Kleby … ernsthaft), aber persönlich glaube ich, dass das in den meisten Fällen nur für interessantere Bilder sorgt.

      Beispielsweise hatte ich gestern Abend zu genau diesem Thema ein interessantes Gespräch mit einem guten Freund, einem Grazer Fotografen, der für einen Kunden öfter nach Zentralafrika reisen muss um dort Industrieaufnahmen zu machen, aber auch klassische Unternehmensporträts zu schießen. Also Mitarbeiter bei der Arbeit, Leben im Betrieb etc. und nebenbei möchte er natürlich auch noch etwas Reisefotografie unterbringen.
      Üblicher Weise fotografiert er mit einer Nikon D5 aber jetzt sucht er etwas, das nicht auf den ersten Blick als professionelle Kamera erkennbar ist, aber vergleichbare Ergebnisse produziert. Wichtigster Grund ist, dass es die Leute wirklich einschüchtert, wenn er ihnen das D5 Monster unter die Nase hält. Außerdem fühlt er sich nicht immer ganz sicher, wenn er in gewissen Gegenden eine Kamera auspackt, der man schon den Wert ansieht …

      Fand das recht interessante Argumente.
    • Nachdem ich mich einigermaßen in die Materie eingearbeitet habe seh ich jetzt klarer. Ich bin zunächst von Kameras mit APS-C ausgegangen da mir dieser Sensor unter allen die ausgewogenste Leistung bietet. Da kamen nur Fuji, Sony + Samsung in Betracht. Zu meinem Erstaunen war die angestrebte Gewichtsreduzierung zu meiner D5300 marginal und nur bei Fuji nennenswert. Somit habe ich mich auch mal mit den Four Thirds Sensoren beschäftigt und dabei auf Olympus und Panasonic gestoßen. In allen Fällen mußte ich feststellen daß insbesondere für Objektive gesalzene Preise verlangt werden.
      Es ist also nicht alleine bei den Platzhirschen Canon +Nikon so. So kostet z. B. ein ED 12-40 F2,8 um die 849.- Euronen, zum Vergleich das Sigma 17-50 F2,8 für Nikon liegt bei 350.-
      Bei Oly hab ich mich mal auf die M10 konzentriert weil diese auch einen eingebauten Blitz bietet und nicht nur einen Aufsteckblitz. Das zweite Modell wäre eine Panasonic G70 die über einen sehr schnellen AF verfügen soll. In beiden Fällen müßte ich um Gewicht zu sparen immer auf höhere Lichtstärke verzichten, was mir aber gar nicht schmeckt. So wiegt z.B. das ED 40-150 F2,8 satte 890 gr. und somit noch 40 gr. mehr als mein 70-200 Nikon, allerdings ist hier die Lichtstärke F4.
      Soweit zur Theorie, probieren geht über studieren sagt man und so werde ich mir mal die letztgenannten mal in der Praxis vorknöpfen.

      Hat dazu noch jemand eine Meinung oder praxisnahe Erfahrungen, so laßt es mich bitte wissen.

      Gruß William
      Es ist immer später als du denkst.
      Chineschisches Sprichwort
    • Bemerkungen zu Olympus: alle Pro-Objektive, und auch fast alle sonstigen Festbrennweiten (2,8/12-40, 2,8/40-150, 4/300, 2,8/60 Macro, 1,8/45, aus eigener Erfahrung) sind uneingeschränkt offenblendetauglich.

      Ich würde mir die E-M1 anschauen. Die hat den kleinen Blitz beiliegen, anstatt eingebaut. Ich benutze sowohl an der E-M10 als auch an der E-M-1 den Blitz äußerst selten.
      Vorteile: großer Sucher, gedichtet, besserer Stabi, und mit der aktuellen Firmware wirklich sehr schöne Features wie z.B. rein elektronischer Verschluss. Da die E-M1MkII im Dezember herauskommen soll, ist der Preis inzwischen nicht mehr so hoch.
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • Frage an die spiegelos Fotografen :
      Ich probiere gerade eine Lumix G81 aus und bin auf ein Problem gestoßen was mir nicht gefällt. Schaut man durch den elekt. Sucher und will per AF scharfstellen wird das Bild zunächst unscharf , dann Lupenansicht und wenn der AF getroffen hat erst dann seh ich das reale Bild.Dieses Prozedere dauert gefühlt 2 sek.wo ich nicht sehe was sich vor der Linse tut.Im Gegensatz zum opt. Sucher bei dem ich immer sehe was sich vorne abspielt,seh ich dies als Nachteil. Habe ich womögl. was falsch eingestellt, oder ist das ebenso bei elekt. Suchern ?
      Das Problem hab ich zufällig insofern umgangen indem die G81einen Digitalzoom 2x bietet der die doppelte Brennweite ermöglicht aber dadurch die Bildqaualität beinträchtigt. Also einenteils gewonnen und andernteils verloren. Der Vorteil des geringeren Gewichts würde mir schon gefallen und auch vorher zu sehen wie das Bild wird, aber dieses Sucherproblem läßt mich zögern umzustellen.
      Es ist immer später als du denkst.
      Chineschisches Sprichwort
    • Das ging schnell. Ein wissender Lumixfotograf hat die Sache aufgeklärt, die Lupenansicht erscheint nur beim kleinsten eingestellten Focuspunkt. Stellt man auf den nächst größeren geht das ratz fatz.
      Das mit der Lupe muß ich mir noch genau anschauen ob das einen Vorteil für mich bringt. Nach der MP-Schlacht wird das wohl das nächste Wettrüsten einläuten.
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    • Hi William,

      ich habe keine Lumix sondern eine ander Kamera auss der mft-Familie ... eine OM-D E-M5. Mit dem Wiedereinstieg in die Fotografie im Jahr stand ich vor dem Problem (zugegebenermaßen war es ein "Luxusproblem) eine Entscheidung für längere Zeit zu treffen. Nach eine Probezeit mit einer Canon DSLR eines Freundes war für mich eigentlich klar: "Das will ich nicht"

      So begann ich zu suchen und wurde bei Olympus und dem mft-System fündig. Neben der guten Bildqualität gibt es natürlich auch andere Vorteile: Größe und Gewicht. Das Objektivangebot ist auch für den ambitionierten Fotografen ausreichend ... somit sind für mich die wichtigsten Kriterien erfüllt.

      Ach ja, da wär noch der Preis :) verglichen habe ich nie wirklich, denn was hab ich von kostengünstigen Produkten die meinen Anforderungen nicht entsprechen!
      "Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muss man vor allem ein Schaf sein" A. Einstein

      :wave:

      Ein kleiner Gruß aus meiner Heimat


    • Ich hatte kürzlich die EM 1 für 1 Tag zum probieren und die machte schon einen guten Eindruck auf mich, da ich aber noch ein and. Fabrikat testen wollte hab ich mir die G81 Lumix schicken lassen und die gefällt mir auch gut. Jetzt hat Oly ja die EM 1 MK2 vorgestellt die mit 121 Messpunkten wieder Maßstäbe setzt, der UVP ist mir noch nicht bekannt, aber im Forum wird ein Preis von knapp unter
      2000.- Euro (Gehäuse) gehandelt. Das erscheint mir sehr hoch im Vergleich zur ebenso neuen G81 welche für rd.900 Euro zu haben ist. Mit dem 14-140 F3,5-5,6 kostet sie 1299.- und dieses Obi ist nicht schlecht. Es gibt alternativ ein 40-150 F2,8 was aber glatt 500 gr. mehr wiegt und ca. 50% mehr kostet.Wenn ich bei erstem bleiben würde und noch ein Macro 60 mm F2,8 für rd. 490 Euro dazu nehme, zahl ich für alles unterm Strich weniger als für die neue EM 1 ohne Obis. Der Gewichtsvorteil ist enorm, meine Nikon D5300 + Weitw. + Zoom +Tele. bringen 2.68 kg auf die Waage, dagegen ist die G81 mit Macro + 14-140 nur 0,95 kg schwer und ich habe damit alles abgedeckt was ich brauche. Da kommt mein festhalten an der DSLR doch beträchtlich ins wanken.

      Gruß William
      Es ist immer später als du denkst.
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