Kommentieren oder nicht kommentieren? ...und wenn ja - wie?

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    • Kommentieren oder nicht kommentieren? ...und wenn ja - wie?

      ich wollte schon seit langem einen solchen thread machen, in dem ich euch um eure meinung bitte.


      seide gab mir den anstoß dafür, es heute zu tun und die erlaubnis, sie hier zu zitieren:

      Seide schrieb:

      Ja! :danke:

      Ich hab nämlich die Erfahrung gemacht, das meist nix geschrieben wird, wenn die Bilder nicht gefallen... aber wenn keiner schreibt, was stört, wie soll ich es dann das nächste Mal besser machen? Für mich ist das Neuland... wie krieg ich Pferd und Reiter in so einer Stimmung schön unter? Darum war ich so "frech" und hab um konstruktive Kritk gebeten... ;)

      ..........

      PS: ich bin nicht hier in einem Fotoforum, nur um mich belobhudeln zu lassen... Lob tut natürlich gut, aber ich schätze konstruktive Kritik immer, nur dadurch hab ich gelernt und ich lerne immer noch... 8)


      danke, seide!

      ich weis, wie wichtig kommtenare sind, doch:
      ich bin eine, die sich viele gedanken zu bildern macht und oft beschäftigen mich eure fotos den ganzen tag lang - auch, wenn ich mich hier im fofo schon längst abgemeldet habe. ich denke mir, jeder macht ein foto aus einem bestimmten grund heraus. wie kann ich dann hergehen und sagen: dieses und jenes hättest du anders/besser machen können?

      denn es ist doch nur ein gefühl das ich habe, wenn ich das bild betrachte. die idee - ich hätt mich für dieses foto zwei meter weiter rechts hingestellt, eine andere perspektive gewählt, den goldenen schnitt beachtet oder lieber missachtet, den weißabgleich lieber für eine warme stimmung versemmelt, einen anderen bildaufbau gewählt, oder das bild anders beschnitten. - aber ist das nicht etwas fürchterliches? wenn ich mir anmaße jemandem vorzuhalten, das ich manches anders gemacht hätte? glaubt mir, ich mach mir echt unglaublich viele gedanken zu euren bildern - aber noch mehr zu meinen kommentaren!
      denn fakt ist: ich kann zu jedem bild nur meine gefühle beschreiben, die es bei mir auslöst (oder eben nix schreiben, wenn da nix ist) - ich kenn mich in der fotografie nicht aus! wenns danach geht dürften nur noch fotografen hier kommentieren. diese aber schreiben (für mein empfinden) weit weniger kommtare hier rein als so wer wie ich, der echt nix davon versteht! - das macht mir oft kopfzerbrechen, ehrlich!

      als familienhelferin hab ich mal eine mutti betreut, die eines tages total verstört war und mir sehr merkürdige fragen über meine meinung und sichtweise zur entwicklung eines ihrer kinder gestellt - bis ich draufkam, das ihr der kinderarzt gesagt hatte: was? ihr kind kann noch immer nicht gehen? das muss sich innheralb von zwei wochen ändern, sonst haben wir ein problem...." so in etwa. die mutter dachte sich - na, wenn der das sagt... der weis doch, wovon er redet! (das irre daran war, das sie selbst ärztin war und eine wirklich ganz tolle mutti!) und doch lies sie sich durch ein paar worte total aus der bahn werfen! ich dachte mir damals - ja, was haben wir für "macht" über andere menschen, indem wir ihnen einfach nur sagen: "nein, um gottes willen!!! wie können sie nur!!!!"
      ist das in der fotografie nicht ebenso? ich will doch niemandem die freude am fotografieren nehmen durch unbedachte äußerungen! und ich weis - wär ich vor zwei jahren, als ich zu fotografieren begann, von euch nicht mit samthandschuhen angefasst worden, ich hätt mir nach dem dritten miesen bild bestimmt gedacht: fotografie ist wohl doch nichts für mich!


      wie denkt ihr darüber?
    • knipsmaus schrieb:


      ich weis, wie wichtig kommtenare sind, doch:
      ich bin eine, die sich viele gedanken zu bildern macht und oft beschäftigen mich eure fotos den ganzen tag lang - auch, wenn ich mich hier im fofo schon längst abgemeldet habe. ich denke mir, jeder macht ein foto aus einem bestimmten grund heraus. wie kann ich dann hergehen und sagen: dieses und jenes hättest du anders/besser machen können?

      denn es ist doch nur ein gefühl das ich habe, wenn ich das bild betrachte. die idee - ich hätt mich für dieses foto zwei meter weiter rechts hingestellt, eine andere perspektive gewählt, den goldenen schnitt beachtet oder lieber missachtet, den weißabgleich lieber für eine warme stimmung versemmelt, einen anderen bildaufbau gewählt, oder das bild anders beschnitten. - aber ist das nicht etwas fürchterliches? wenn ich mir anmaße jemandem vorzuhalten, das ich manches anders gemacht hätte?


      NEIN, das find ich überhaupt nicht fürchterlich, im Gegenteil! Kennst Du den Spruch: "man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht?"
      Und so geht es uns beim Fotografieren doch auch oft, oder? Man stellt sich was vor und kommt gar nicht auf die Idee, das auch anders zu probieren... und dann ist man enttäuscht, weil die Idee oder das Gefühl bei den anderen nicht ankommt...

      Ein Profi hat mir mal erklärt, dass ich meine Fotos aus der Sicht des neutralen Betrachters sehen muss... der war nicht dabei und der weiss nicht, was ich mir gedacht hab... darum muss ich meine Fotos so gestalten, dass das auch rüberkommt.... das ist aber seeeehr schwer! Finde ich zumindest... So wie bei meinen Reiterbildern... ich war irgendwie total auf diesen Riesenbaum fixiert... :wacko:
      Aber Ihr als neutrale Betrachter seht das ganz anders...... also ist das, was ich mir vorgestellt hab, nicht rübergekommen.... wie soll ich das aber wissen, wenn es mir keiner sagt? Wenn gar nix kommt, bin ich ratlos... :haeh: ... ich kapier zwar, dass es nicht ankommt, aber ich weiss nicht, warum.... und darum gilt bei meinen Bildern grundsätzlich: bitte seid so lieb und schreibt was konstruktives dazu, wenn euch was nicht gefällt... nur so kann ich mich weiter verbessern...

      ist das in der fotografie nicht ebenso? ich will doch niemandem die freude am fotografieren nehmen durch unbedachte äußerungen! und ich weis - wär ich vor zwei jahren, als ich zu fotografieren begann, von euch nicht mit samthandschuhen angefasst worden, ich hätt mir nach dem dritten miesen bild bestimmt gedacht: fotografie ist wohl doch nichts für mich!
      wie denkt ihr darüber?


      Grundsätzlich stimme ich Dir zu... aber siehe oben....
      Und das ist jetzt das schwierige am Kommentieren: wenn ich schreibe "das Bild ist Mist (oder sch***)" - "das ist was für den Papierkorb" - oder ähnliches - dann tut das weh, ist beleidigend und frustriert. Und ganz sicher nicht konstruktiv.
      Wenn ich aber - und das ist in meinen Augen das Wichtige - KONSTRUKTIVE KRITIK gebe, wie man das Bild ev. verbessern könnte, was stört und warum, dann kann das motivieren und verbessern. Natürlich muss man da Unterschiede machen: ist jemand kompletter Anfänger oder kann man schon gewisse Dinge voraussetzen? Oder fotografiert jemand überhaupt schon sehr gut? Dem muss man die Kritik dann natürlich anpassen.

      Und grundsätzlich zum Kommentieren:
      Ein Forum lebt von den Kommentaren. Jeder, der hier Fotos einstellt, möchte auch Feedback haben. Von daher ist es nur fair, wenn jeder auch selbst kommentiert bzw. Feedback gibt... und ein Gefühl zum Bild beschreiben ist genauso Feedback... für Kommentare braucht es keine Profifotografen, denn wir zeigen unsere Fotos ja auch im Freundeskreis oder auf der Homepage, da sind auch die wenigsten Profis... ;)

      So, wie Ihr ja sicherlich schon gemerkt hab, bin ich eigentlich gar nicht der Typ für viele schöne Worte, so wie Knipsi oder Schmalzfeder, drum hoffe ich, dass mein Geschreibsel hier jetzt richtig rüberkommt...
      LG Silke
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      Konstruktive Kritk zu meinen Bildern ist ausdrücklich erwünscht!
    • Als erstes: Ich fotografiere gerne, aber Fotografieren ist für mich keine Therapie oder so etwas. Nicht im Entferntesten lebenswichtig. Ich gehe davon aus, dass das auch für Euch gilt. (Wenn es bei jemandem anders sein sollte, so bitte ich um eine PN). Deshalb nehme ich Kommentare zu Bildern nicht so ernst, wie einen Kommentar zu Krankheiten, KInderentwicklung, oder anderen wirklich wichtigen Themen.

      Warum ich mal nicht kommentiere:

      1. Das Bild ist mir zu wichtig/interessant für nur einen schnellen Satz. Ich verschiebe den Kommentar auf später. Dann vergesse ich es aber, weil der Thread nicht mehr als ungelesen markiert ist.
      2. Ich habe einfach keine Zeit, alle Bilder zu kommentieren (ich schreibe ja sowieso dauernd was)
      3. Mir gefällt ein Bild nicht, bzw. ich komme damit nicht zurecht, weiß aber nicht warum.
      4. Das Motiv interessiert mich nicht, unabhängig von der fotografischen Qualität.
      5. Ich muss über ein Bild nachdenken, also antworte ich erst später.
      6. Ich bin nur am Laptop, glaube aber, dass dieses Bild einen guten Monitor verdient, um gewürdigt zu werden.

      Wenn ich kommentiere, dann:

      1. Ich sage ganz einfach, wie das Bild auf mich wirkt, sozusagen Bauchgefühl, ohne näher darauf einzugehen (sehr oft) - nicht die schlechteste Art finde ich.
      2. Ich analysiere, warum mir ein Bild gefällt (Aufteilung, Kontraste, etc.), das hat aber oft nichts mit dem Inhalt zu tun.
      3. Mir gefällt ein Bild oft sehr gut, obwohl es technisch nicht gut ist. Das ist mir inzwischen völlig egal. Wenn es wirkt, dann wirkt es. Die Meisterwerke von früher (Capa, etc.) sind auch meist technisch mies. Da liegt es dann oft am Motiv, bzw. "Zur rechten Zeit am rechten Ort abgedrückt". Das können auch oft Bilder sein, die ich selbst in die Tonne werfen würde, aber bei anderen gefallen sie mir wahnsinnig gut. Soviel zum "neutralen" Betrachten.
      4. Mir gefällt ein Bild sehr gut, auch vom technischen, aber ich weise auf Kleinigkeiten hin. Will sagen: meine Kritik passt sich an den Fotografen an.
      5. Was ich nicht mache: Lobhudeln. Wenn mir ein Bild nicht gefällt, dann schmeichle ich niemanden, nur um ihn zu trösten.
      6. Ich unterscheide manchmal/selten, wie das Bild auf mich wirkt und wie es "objektiv" ist. Das mache ich z.B., wenn ich vermute, dass mein Eindruck nicht mit dem anderer Betrachter übereinstimmt.
      7. Ich habe eine sehr große Schwankungsbreite in der Tagesform, abhängig davon, in welcher Stimmung ich bin, was gerade passiert ist, was für Bilder ich vorher gesehen habe, ....
      8.Ich bin subjektiv und parteiisch: Bilder von Menschen, die ich kenne/mag/nicht mag beurteile ich anders und kommentiere sie öfter, als Bilder von "unbekannten" Menschen. Das sollte nicht sein, aber es ist so, und es ist auch bei Euch so, das merkt man. Z.B. werden Bilder von Usern, die selten Bilder einstellen, nicht so oft kommentiert. Und User, die meine Bilder kommentieren, deren Bilder kommentiere ich auch öfter. Das ist menschlich. Wenn man sich dessen bewusst ist, dann kann man, so man will, gegensteuern.

      Das war nur ein kurzer Ausschnitt aus der ganzen komplizierten Materie.

      Wenn sich jemand ungerecht behandelt oder ignoriert fühlt, dann kann und soll er das sagen. In diesem Forum geht das! Kein Friede, Freude Eierkuchen aber auch keine Beleidigungen oder Herabsetzungen. Wenn das irgendwann nicht mehr so sein sollte, dann mache ich das Forum zu.

      Bis auf den letzten Satz ist dieser Beitrag als User geschrieben, nicht als Admin.
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • Ich hab mich das auch schon oft gefragt, wann und wie und wo ich/man kommentiert.

      Ich zähle mich zu den absoluten Anfängern hier, nicht nur Forumstechnisch, sondern vor allem fototechnisch. Ich verwende nur meine kleine Kompakte und hab daher nicht annähernd die Möglichkeiten wie mit einer Systemkamera oder DSLR. Ich kann daher auch kaum objektive Kommentare abgeben, da ich vom Thema Foto-Technik und gute Technik des Fotografierens einfach zu wenig auskenne. Die meisten Kommentare von mir drücken also aus, wie gut mir das Foto gefällt. Aufgrund mangelnder Erfahrung und Wissen traue ich mir einfach nicht zu, hier jemanden Verbesserungsvorschläge zu machen. Ich versuche einfach viel zu lernen und das Gelernte umzusetzen.

      Wann und wen kommentiere ich?

      Das hängt bei mir davon ab, ob ich die Bilder SEHEN kann. Zu 90% bin ich in der Arbeit und wenn ich da mal (ablauf-bedingt) eine kleine Pause habe, schmöckere ich hier im Fofo. Leider hat unsere EDV die gängigsten Foto-Upload-Server und Cloud-Speicher-Dienste geblockt :headwall: , was dazu führt, daß ich nur von den wenigsten Nutzern die Fotos überhaupt sehen kann. ;( Das tut mir sehr leid, und ärgert mich, aber ich kanns nicht ändern. Die einzigen Bilder, die so gut wie immer angezeigt werden, sind die von Seide. Sie wohnt ungefähr in der gleichen Gegend wie ich und viele Photos, die sie zeigt, bringen mich unserer Region hier näher. Die Bilder haben für mich einfach einen hohen Wiedererkennungswert und ich mag ihre Art des Fotografierens, ich mir kann von Seide einfach sehr viel abschauen :verlegen: Deswegen kommentiere ich sie sehr gern, und das halt meist auch positiv.

      Wenn ich (so wie jetzt in den Ferien) auch mal daheim bin, schaue ich sehr gern ins FoFo um auch die viele andern Bilder anzuschauen; meist habe ich dann aber die Zeit nicht, um alle zu kommentieren, die mir gefallen :bag:
      Ich gestehe, daß ich hier sehr viel lerne und oft nicht das Feedback gebe, was ich durch diesen oder jene Tipp/Kommentar gelernt habe. Aber solange ich selbst noch so viel lerne, werde ich kaum jemand anderen Vorschläge machen, wie dieses oder jenes besser hätte abgelichtet werden können. Andererseits freue ich mich aber sehr, wenn mir die Foris hier sagen, warum mein Foto nicht so wirkt, wie ich es gerne gehabt hätte.

      Nachträglich allen noch ein gutes, neues Jahr und einen genauso wunderschönen Tag, wie ich ihn gerade hier in der Wohnung habe 8)
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      Im Alter bereut man vor allem jene Sünden, die man nicht begangen hat.
    • Ich habe jetzt schon einige Male mit einer Antwort begonnen, doch immer wieder verworfen, da mir die richtigen Worte nicht einfielen.
      Ich bin aber der Meinung, dass dies hier ein Forum für Freunde der ambitionierten Fotografie ist und nicht eines für Personen die einen Auslöser bedienen - das sieht man denke ich auch an der Qualität der Fotos!
      Die meisten (alle?) haben auch den Anspruch an sich, sich zu verbessern. Das wird am schnellsten erzielt wenn man ehrliche Kritik (positiv wie negativ) bekommt. Lobdudeleien bringen keinen weiter, ebenso wenig wie ein "finde ich nicht gut". Ehrliche Kritik sollte auch mehr beinhalten nämlich das Warum! Dann kann zumindest ich gut mit Kritik umgehen, das heißt nicht, dass ich immer der Meinung des Kritikers bin aber es ist seine Meinung und auch wenn ich sie teile mache ich mir zumindest Gedanken darüber.
      Einen nicht unwesentlichen Punkt möchte ich aber nicht unerwähnt lassen: Die Zielgruppe! Ich habe das erst vor kurzem in einem Youtube-Video wieder vor Augen geführt bekommen. Für wen fotografierst du? Die wenigsten werden das für andere Fotografen tun - dennoch werden alle Bilder in einem Fotoforum mit dem Auge eines Fotografen betrachtet werden. Die "Zielgruppe" wenn man so will, wirst aber zumeist du selbst sein - so viele Profis finden sich ja nicht unter uns die ihre Bilder verkaufen - und die selben hier einstellen! Das heißt aber auch: das wichtigste ist: Es gefällt dir egal was die anderen sagen!
    • sbSan schrieb:

      Einen nicht unwesentlichen Punkt möchte ich aber nicht unerwähnt lassen: Die Zielgruppe! .... Für wen fotografierst du? Die wenigsten werden das für andere Fotografen tun - dennoch werden alle Bilder in einem Fotoforum mit dem Auge eines Fotografen betrachtet werden .... das wichtigste ist: Es gefällt dir egal was die anderen sagen!



      :gefaellt: schön gesagt :clap:
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      Im Alter bereut man vor allem jene Sünden, die man nicht begangen hat.
    • Vedek schrieb:

      Die meisten Kommentare von mir drücken also aus, wie gut mir das Foto gefällt. Aufgrund mangelnder Erfahrung und Wissen traue ich mir einfach nicht zu, hier jemanden Verbesserungsvorschläge zu machen. Ich versuche einfach viel zu lernen und das Gelernte umzusetzen.

      Das ist für mich sehr schade! Gerade von "Anfängern" habe ich und bekomme ich noch die besten Tipps! (Nicht, dass ich mich selbst als guten Fotograf betrachte)
      Warum?
      Weil die unvoreingenommen sehen. Ohne irgendwelche Regeln (zu mittig, Motiv im Goldenen Schnitt, rauscht zu viel, etc.) sehen. Sehen kann jeder.
      Und: beim Beschreiben, was einem nicht gefällt, oder was einem gefällt, lernt man für sich selbst unheimlich viel - ich zumindest.
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • Ich kommentiere meist gefühlsmäßig, wie ich ein Foto empfinde, wie es auf mich wirkt oder sage es, wenn ich was nicht verstehe. Technisch hab ich nicht so viel Ahnung, um genau zu analysieren. Der "Goldenen Schnitt" wird mir z.B. ein ewiges Rätsel bleiben :lach:
      Ich finde hier die Mischung aus Könnern und Hobbyknipsern erfrischend und gerade deswegen gefällt es mir hier viel besser, als in Foren, wo hauptsächlich Spezialisten ihre hochtrabenden Kommentare von sich geben. Das ist eben was für die Könner, aber nix für unsereins, da fühle ich mich nicht wohl :D Nicht weil ich keine Kritik vertragen/ertragen könnte, sondern weil mich halt solche rein technischen Betrachtungen nerven und langweilen.
      Menschen sind sehr unterschiedlich. Dort wo ich weiß, dass Kritik nicht so gut vertragen wird und eine humorvolle Bemerkung nicht ankommt, halt ich lieber meinen Mund bzw. bin dankbar, wenn mir jemand sagt, dass er sich durch meine Bemerkung verletzt fühlt, obwohl ich das gar nicht wollte.
      Nur die Fotos sprechen lassen und gar nix dazu sagen, wäre auch langweilig. Wichtig scheint mir bei allem zu sein, dass man niemand bewusst verletzen möchte und das kommt hier im Fofo kaum mal vor.
      Die einen labern gerne, andere zeigen lieber nur ihre Bilder, wir sind unterschiedliche Menschen und sollten uns so repektieren wie wir nun mal sind.
      Ich finde es so wie wir es mit der Kritik hier halten gut :thumbup:

      Lieb 's Grüßl Pumi :omi:
    • Manchmal tu ich mich da auch recht schwer.
      Ich bin mir durchaus bewußt das alle meine Bilder großes verbesserungspotential haben. 100% zufrieden bin ich mit keinem meiner Bilder! trotzdem/ deshalb hilft mir die Meinung anderer etwas zu lernen und es ( irgendwann hoffentlich) einmal besser zu machen.
      Bei mir ist es so, dass ich oft weiß was mich an einem Bild stört oder auch was ich gern auf dem Bild hätte, aber nicht weiß wie ich das ändern kann. Mir fehlt das (technische) wissen dazu.
      Ich freue mich über konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge.

      Die Hemmschwelle jemandem, der zweifelsohne bessere Fotos macht als ich selbst es je könnte zu sagen was mir an seinem Bild nicht gefällt ist doch enorm. Wenn mir etwas an einem Bild nicht gefällt versuche ich trotzdem zu sagen was genau mich stört. Vielleicht sehen ja meine unvoreingenommenen Anfängeraugen auch mal was, was ein sehr erfahrener Fotograf nicht sieht oder anders sieht und letztlich ist vieles ja auch Geschmacksache und wenn jemand anderer Meinung ist kann er meine Anmerkungen ignorieren oder kritisieren. Ich vertrage sicher beides.
      Ich versuche genau zu sagen was ich gut oder weniger gut finde, kann aber ( aufgrund mangelnden Wissens) oft nicht sagen wie man es besser machen könnte.

      Ich hoffe das war jetzt halbwegs verständlich :haeh:
      Liebe Grüße Jule
    • Jule schrieb:

      Die Hemmschwelle jemandem, der zweifelsohne bessere Fotos macht als ich selbst es je könnte zu sagen was mir an seinem Bild nicht gefällt ist doch enorm. Wenn mir etwas an einem Bild nicht gefällt versuche ich trotzdem zu sagen was genau mich stört. Vielleicht sehen ja meine unvoreingenommenen Anfängeraugen auch mal was, was ein sehr erfahrener Fotograf nicht sieht oder anders sieht und letztlich ist vieles ja auch Geschmacksache und wenn jemand anderer Meinung ist kann er meine Anmerkungen ignorieren oder kritisieren. Ich vertrage sicher beides.
      Ich versuche genau zu sagen was ich gut oder weniger gut finde, kann aber ( aufgrund mangelnden Wissens) oft nicht sagen wie man es besser machen könnte.


      Genau das meinte ich oben, Jule. Ob, und wie man es besser machen kann, bzw. bei konkreten Bild hätte machen können, ist eine ganz andere Frage. Aber einfach sehen!! und sagen, was man sieht - natürlich subjektiv - das ist sehr wichtig, finde ich.
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • OhWeh schrieb:

      Vedek schrieb:

      Die meisten Kommentare von mir drücken also aus, wie gut mir das Foto gefällt. Aufgrund mangelnder Erfahrung und Wissen traue ich mir einfach nicht zu, hier jemanden Verbesserungsvorschläge zu machen. Ich versuche einfach viel zu lernen und das Gelernte umzusetzen.

      Das ist für mich sehr schade! Gerade von "Anfängern" habe ich und bekomme ich noch die besten Tipps! (Nicht, dass ich mich selbst als guten Fotograf betrachte)
      Warum?
      Weil die unvoreingenommen sehen. Ohne irgendwelche Regeln (zu mittig, Motiv im Goldenen Schnitt, rauscht zu viel, etc.) sehen. Sehen kann jeder.
      Und: beim Beschreiben, was einem nicht gefällt, oder was einem gefällt, lernt man für sich selbst unheimlich viel - ich zumindest.



      So hab ich das noch gar nicht gesehen,.... werde ich mir auf jeden Fall überlegen. ;)

      Genaus so hatte ich es eigentlich gemeint....

      Jule schrieb:

      Die Hemmschwelle jemandem, der zweifelsohne bessere Fotos macht als ich selbst es je könnte zu sagen was mir an seinem Bild nicht gefällt ist doch enorm.


      Aber ich werde mich in Zukunft bei der Nase nehmen und öfter was schreiben, wenns auch nicht immer nur "gefällt mir" ist ;)
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      Im Alter bereut man vor allem jene Sünden, die man nicht begangen hat.
    • Abgesehen davon hast du als "Anfängerin" noch keine betriebsblinden Augen und damit triffst du wohl eher den Geschmack der Nichtfotografen. Mit steigendem Wissen wird es schwerer Bilder emotional zu beurteilen. Ich ertappe mich zumindest laufend bei: ja aber das ist nicht ganz gerade, da sind Halos im HDR, da ist aber durch ein Gelenk geschnitten und so weiter und so fort. Typische Regeln der Fotografie von denen man glaubt man müsste sie 100%ig einhalten...
      Also: bitte kommentiere vor allem mit Begründung!
    • Also, ich find das klasse.... diesen Thread....

      Bei mir ist es so, dass ich die Regeln sehr wohl kenne und im allgemeinen auch drauf achte.... aber wenn mich ein Bild voll anspricht, dann schreib ich das, auch wenns nicht nach Regeln gemacht wurde....

      Die Regeln sollte man lernen, und wenn man sie kann, dann kann man sie auch mal weglassen.... wenn man weiss, was man tut... ;)

      Und ich finds toll, dass dieser Thread dazu motiviert, mehr zu kommentieren! :clap:
      LG Silke
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    • ich find es großartig, das ihr alle so offen über dieses thema schreibt - danke!! es ist total interessant all eure gedanken dazu zu lesen und sie lassen mich weiter über dieses thema nachdenken.


      es gibt dinge die ich, ohne viel über fotografie zu wissen, sehr wohl beurteilen kann. spricht mich ein bild an oder nicht - und warum? damit kann ich eine rückmeldung geben, die meine ganz persönliche meinung ist. das tat ich zu beginn. bald lernte ich begriffe kennen, wie bildaufbau oder perspektive. das ergab dann neue ansätze, über ein bild zu schreiben.
      im alten fofo hatten wir ganz tolle threads zum thema "goldener schnitt", blenden usw. (ich hab mir vorgenommen mit meinem bescheidenen wissen mitzuhelfen, all das "wieder herzustellen". denn das zu lesen, hat mir zu beginn sehr geholfen - es waren sehr verständlich geschriebene beiträge.)

      dann gabs einen thread in dem th-foto einen ganz supergenialen link gepostet hat (leider hab ich ihn nicht mehr - vielleicht hat den ja noch wer von euch?) in dem es seitenweise lesefutter über das kommentieren von fotos gab. das war unglaublich hilfreich für mich und ich hab mich da im laufe der zeit zwei mal durchgelesen. es wäre klasse, wenn es diesen link wieder gäbe....

      dieser link von th hat wieder etwas verändert bei mir. ich konnte dann plötzlich fotos ansehen und, egal ob es mir gefiel oder nicht, versuchte ich das zu kommentieren, was mir dabei auffiel. (natürlich gibts nach wie vor fotos, die mir überhaupt nix sagen. ich muss auch nicht überall meinen senf dazugeben - auch, wenns oft so wirkt *zwinker*) das ist was tolles. fotos quasi als übungsobjekt ansehen, "um mein eigenes denken zum ausdruck zu bringen". (ich weis nicht, wie ich das besser sagen soll - wisst ihr ungefähr, was ich meine?)

      ...dennoch mache ich mir einfach oft gedanken darüber das ich vielleicht zu aggresiv schreibe, etwas schreibe wo ich mich eigentlich gar nicht auskenne und total daneben liege, oder jemanden im schlimmsten fall die freude an seinem foto zu nehmen....
    • Wozu will ich konstruktive Kritik?
      Natürlich weil ich mich verbessern will!
      Wozu will ich mich verbessern ?
      Weil ich letztenendes doch Anerkennung will!

      Für mich hat das Kommentieren/Kritisieren (abgesehen von rein technischen Aspekten) in den einschlägigen Foren einen etwas inzüchtigen Geruch.
      Die Gemeinschaft der Fotogafen (natürlich geschlechtsneutral gemeint) kommentiert/kritisiert vorwiegend, nach den tausenfach nachzulesenden "Regeln" und entwickelt in kleineren Einheiten noch spezielle Muster, gewürzt mit etwas persönlichen Vorlieben, nach denen geurteilt wird.
      Irgendwann, wenn ich den Kritikern folge, werden meine Bilder so aussehen, wie die Kritiker es wollen und mir wird deren Lob dann sicher sein.

      Geht man dann aber mit den Bildern an eine "fotografisch unbelastete" Öffentlichkeit, kann es schon vorkommen, dass man sein blaues Wunder erlebt.
      Für die fotografisch ungebildeten Leute sind dann plötzlich Bilder gut und interessant, die von den "Fachleuten" in der Luft zerissen würden.
      Umgekehrt können sie mit Bildern, die ein Fotowuzzi grenzgenial findet oft überhaupt nichts anfangen.

      Daher ist erst einmal die Entscheidung zu treffen, ob ich mich nur unter der Käseglocke der Fotografierenden bewegen möchte, oder mein Publikum jenseits davon liegt. Im Falle der Käseglocke ist ein Fotoforum eine ideale Umgebung.

      Andernfalls wird man nicht umhinkommen, sich das Feedback auch anderwärtig zu holen.
      Daneben soll es auch noch Fotografen geben, die das Fotografieren ansich zur Selbstdarstellung betreiben. Für die ist das Endergebnis "Bild" - und damit auch Kritik daran - ohnehin Nebensache.
      :tonne:
    • Das Thema hier finde ich sehr interessant!

      Vor einem Jahr habe ich in der Arbeit eine kleine Fotogruppe gegründet, wir stellen uns dort Monats und Halbjahresaufgaben aber ein Punkt an dem wir noch nicht so recht aufgetaut sind ist die Bildkritik, da gerät alles ins Stocken.
      Mir persönlich fällt es oft sehr schwer Kritik zu äußern, vor allem wenn man sich gegenüber sitzt. Leicht fällt es mir immer die besonderen Einfälle, Perspektive etc... zu betonen aber wenn das Bild nicht wirkt...? Manchmal funzt es auch nicht ohne das ich benennen kann warum. Manchmal wirkt es aber genau deshalb nicht, weil der Fotograf das so darstellen wollte und es vermutlich einfach nur nicht mein Geschmack ist.

      Ist es nicht wichtiger das der Fotograf, egal ob Hobby- oder Profifotograf seine eigene Handschrift entwickelt/hat und vor allem das zeigen kann was er auch zeigen möchte?

      Andererseits fällt es vielen ja auch schwer ein konkretes Feedback einzufordern, manch einer weiß zwar was er in dem Moment des abdrückens gefühlt hat, vermag es aber nicht auszudrücken und stellt dann ohne großen Kommentar sein Bild ein.
      Was ist also ein "gutes Foto"...?

      Von daher, schön von Euch die verschiedenen Meinungen zu lesen - evtl. wäre das auch was für unsere Fotogruppe um uns etwas "aufzulockern"
    • Nadja.W schrieb:



      Ist es nicht wichtiger das der Fotograf, egal ob Hobby- oder Profifotograf seine eigene Handschrift entwickelt/hat und vor allem das zeigen kann was er auch zeigen möchte?



      :thumbup:
    • erich kapfenberger schrieb:

      Nadja.W schrieb:



      Ist es nicht wichtiger das der Fotograf, egal ob Hobby- oder Profifotograf seine eigene Handschrift entwickelt/hat und vor allem das zeigen kann was er auch zeigen möchte?



      :thumbup:


      Das wäre das Beste.... Allerdings setzt das ein gesunes Mass an Selbstvertrauen voraus....;)
      LG Silke
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      Konstruktive Kritk zu meinen Bildern ist ausdrücklich erwünscht!