Januar 2018 - Auf ein Neues!!!

    • „Weit kann er nicht sein“, stöhnte der Frühling und blieb zitternd vor einer Höhle stehen. „Ich friere gleich fest.“
      „Ha! Dann haben wir ihn“, rief der Herbst und brüllte: „Wach auf, fauler Kerl! Tu deine Pflicht! Es ist längst Winterzeit.“
      „Ich streike!”, hallte es aus der Höhle.
      Frühling und Herbst waren entsetzt. „Spinnst du?“




      „Na ja“, meinte der Winter nun doch etwas kleinlaut. „Im letzten Jahr haben alle über mich geschimpft. Wegen der Kälte.
      Auch stören Schnee und Eis beim Straßenverkehr. Ich mag es aber nicht leiden, wenn die Menschen meinen Schnee wegkehren und Salz streuen.
      Und ich hasse es, wenn die Kinder traurig ihre Schlitten wieder wegräumen. Findet ihr das okay?“




      „Nein, das ist nicht in Ordnung“, sagte der Herbst.
      „Du musst kämpfen“, riet der Frühling. „Schicke so viel Eis und Schnee auf die Erde, dass keine Maschine und kein Salz mehr helfen.“
      „Gute Idee!“, stimmte der Herbst zu.
      Zweifelnd sah der Winter seine Kollegen an. „Meint ihr?“
      „Denk an die Kinder! Sie warten auf dich“, lockten Frühling und Herbst.




      Der Winter stand auf. „Recht habt ihr. Für die Kinder werde ich so mächtig über das Land brausen, dass denen da unten Hören und Sehen vergeht.“
      Das tat er dann auch und er brachte dem Land so eisiges und schneereiches Wetter, dass alle über diesen grausig kalten Winter stöhnten.
      Der aber machte sich nichts aus dem Gestöhne. Er sah in die fröhlichen rotbackigen Kindergesichter und lachte.
      Und wie er lachte! Dröhnend laut, besonders nachts, wenn er eisig und klirrekalt um die Häuser fegte.






      Na, da bin ich mal gespannt, ob der Winter jetzt einen Aufstand macht

      Pumi Kolumna




    • Genau OhWeh :thumbup:
      Ich mein, ich will ja den einzelnen betroffenen Amis wirklich nix Schlechtes und Böses,
      aber... kollektiv und tamplig kannst halt nur sagen, es trifft die richtigen X(
      Ist wirklich so als wollte ihnen die Natur eine Lektion erteilen :omi:
    • Johann Heinrich Pestalozzi


      In den Bau



      der Welt taugt nur



      der abgeschliffene Stein


      (Sagt die eine Nilganz zur anderen...)

      Zu den Fotos...
      Sie wurden im Saarbrücker Bürgerpark gemacht. Er liegt auf dem Gelände des einstigen Kohlehafens und entstand aus einer Schutt- und Trümmerwüste, die zu Bestandteilen des Parks wurden. Aus dem alten Material wurde Neues gestaltet, das aber wie dieses Wassertor alt aussieht...

      Lustig fand ich die beiden Nilgänse, die es sich dort oben gemütlich gemacht haben :D

      Dort fiel mir auch dieser Stein auf. Hat ihn mal jemand mit einem Herz bemalt oder ist es nur ein Zufall, dass er wie ein Herz aussieht?




      Auf jeden Fall gibt’s immer was zu gucken in der Welt, und unsereins taugt halt nicht so recht für diese Welt

      Pumi Kolumna


    • Christian Morgenstern (1871 - 1914)

      Aus stillen Fenstern







      Wie oft wirst Du gesehn
      Aus stillen Fenstern,




      Von denen du nichts weißt…
      Durch wieviel Menschengeist




      Magst du gespenstern,
      Nur so im Gehn…







      Mir hat es so manches sille Fenster angetan...
      Pumi Kolumna
    • Simon Dach
      Quelle: gutenberg.spiegel.de/buch/anekdoten-9598/2

      Der kluge Medicus

      Ein vortrefflicher Medicus besuchte in Paris auf Wunsch eine kranke Jungfer. Als er nun zur Patientin kam, fand er da Frauenzimmer versammelt,
      die gekommen waren, ihre Gespielin zu besuchen.



      Eine von ihnen hatte Sinn für Humor und war besonders schalkhaftig. Als sie bemerkte, daß der Doktor das Wasser der Patientin besehen wollte,
      füllte sie geschwind ein Glas von ihrem Wasser, gab es dem Arzt unter dem Anschein, als ob es von der Kranken wäre.



      Der Doktor, als ein kluger, menschenerfahrener und listenreicher Mann, erkannte wohl, daß solches nicht von der Erkrankten,
      sondern anderswo herkäme, und stellte sich so, als ob er sich darüber sehr entsetzte.
      Deshalb sagte er: »Oh, behüte Gott, das Wasser ist von einer Schwangeren!«



      Die Jungfer, von der das Wasser stammte, meldete sich daraufhin geschwind und erklärte:
      »Ich wollte lieber, daß Euch alle Zähne ausfielen, als daß diese Feststellung wahr wäre!«



      Der Medicus aber lachte und sprach. »Nun sehe und erfahre ich, daß dieses Wasser von Euch gekommen ist.«




      Trau schau welches Wässerchen
      rät allen Fofo-Medizinern

      Pumi Kolumna

    • Natürlich Wasser des Lebens!

      Ob als Bier, um in München der Cholera zu entkommen,
      als Wein, wie es die Mönche auch machten um das verschmutzte Wasser trinkbar zu machen.
      ob als Aquavit (aqua vitae) oder als Whisk(e)y (uisce beatha).


      :prost:
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • Franz Marc (1880 - 1916)


      Blau ist das männliche Prinzip, herb und geistig.





      Gelb ist das weibliche Prinzip, sanft, heiter und sinnlich.



      Rot die Materie, schwer und brutal



      und stets die Farbe, die von den anderen Farben bekämpft werden muß.




      Ich denke es ist bei Malern ähnlich wie bei Fotografen, jeder von uns hat sein eigenes Farbgefühl.

      Psychoanalitisch gesehen sind Farben wie alles andere auf Erden dual, haben eine männliche und weibliche Seite.

      Ein bisschen Farbenlehre
      Pumi Kolumna


      Im Bezug aufs Wasser hat OhWeh mal wieder den Durchblick :thumbup:
    • Neu

      Emanuel Geibel (1815 - 1884)


      So ist es, wars und wird es sein:




      Gebt Freiheit! rufen die Partein,
      Mit was für Farben sie sich schmücken;




      Das heißt: gebt uns das Reich allein,
      Daß wir die andern unterdrücken!




      So ist es, wars und wird es sein!




      Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen


      Pumi Kolumna

    • Neu

      Als die Januarfee das Glück suchte/1

      © Elke Bräunling

      Quelle:fantasiereisen.wordpress.com/2…uarfee-das-glueck-suchte/



      Am ersten Tag des neuen Jahres zog die Januarfee ins Land. Sie war ungeduldig und konnte es kaum erwarten, mit ihrer Arbeit zu beginnen.

      Das Jahr war neu und rein. Ihr Monat, der Januar, stellte den Anfang der kommenden Zeit dar.
      Die Januarfee lächelte. Sie liebte alles Neue und sie liebte ihren Monat.



      Voller Vorfreude schwebte sie über das Land. Das aber sah garnicht neu aus. Es strahlte auch keine hoffnungsfrohe Glückseligkeit aus.
      Nein, alt und grau schien es zu sein. Verbraucht. Auch traurig irgendwie.




      Die Menschen und Tiere schienen unzufrieden zu sein mit dem Neuen, das das Jahr im Januar brachte. Viele Tiere schliefen, andere jagten stumm ihrer Nahrung hinterher.

      Müde schienen sie zu sein. Müde wirkten auch die Menschen. Müde, lustlos, auch ängstlich undbekümmert und dennoch schon wieder nervös und gestresst.



      Was war los mit dem Januar? Ermüdete er das Land? Ließ er seine Bewohner nicht zur Ruhe kommen? Jagte er ihnen gar Furcht ein?
      Die Fee war bestürzt.




      „Wurzelt das neue Jahr im Grau des Winters?“, rief sie aus. „Nein. So stelle ich mir das Leben in meinem Monat nicht vor.

      Auch im grauesten Grau schimmert ein Leuchten, ein Blau.“
      Die Januarfee sah zum Himmel empor. Wolken. Dicke graue Wolken hingenüber dem kahlen Land.
      Für fröhlich weiß glitzernden Winterschnee schien es noch nicht bereit zu sein.
      Es hatte nur Platz für Kälte, Feuchtigkeit und düstere Ungemütlichkeit.




      „Glück!“, murmelte die Fee. „Das Glück für das neue Jahr. Noch fehlt es. Oder zumindest der Glaube daran.
      Ihm Raum zu schaffen in meinem jungen Monat sollte meine wichtigste Aufgabe sein .In jeder kleinen leisen Freude steckt auch ein Stückchen Glück.“
      Sie hob die Arme und breitete sie weit über dem Land aus.
      Und weit über das Land legte sich der Atem ihres blau-weiß-grau gestreiften,nach frischem Schnee, Vanille-Eis und heißer Schokolade duftenden Umhangs.

      Dabei sang sie ihr leises Lied vom kleinen Glück...



      Das Lied vom Januar-Glück singt sie euch morgen...



      Macht es euch heute gemütlich daheim
      Pumi Kolumna
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      Als die Januarfee das Glück suchte/2

      © Elke Bräunling


      Quelle: fantasiereisen.wordpress.com/2…uarfee-das-glueck-suchte/



      „Der Himmel ist grau,

      doch siehst du ein Blinken,
      ein schimmerndes Winken,
      in zaghaftem Blau?




      Unsichtbar versteckt,
      das Ziel noch verborgen,
      im Schleier des Morgen.
      Glück dem, der’s entdeckt.




      Das Glück prägt die Zeit.
      Für jeden ein Stückchen
      vom ganz kleinen Glückchen
      für jeden bereit.




      Noch jung ist das Jahr.
      Doch ahnst du ein Freuen,
      ein Hoffen des Neuen
      stumm zauberzart klar.



      Die Januarfee sang ihr Lied viele Tage, und aus ihrem Zauberumhang fielen Millionen klitzekleiner Glücksteinchen auf Straßen und Dächer,

      in Höfe und Gärten, auf Wiesen und Felder, auf Berge und Wälder, auf Flüsse und Seen, auf Dörfer und Städte.
      Sie machten das Wintergrau jeden Tag ein bisschen heller und zauberten ein klitzekleines Lächeln in die Gesichter der Menschen.






      Immerhin zeigen die Januar -Fee und Väterchen Frost mal, dass der Winter da ist, wenn auch in unseren Breiten noch nicht schneeweiß,aber gestern mal richtig kalt. Auch ansonsten zeigt die G'schicht gut die aktuelle Stimmung in Deutschland,so richtig Freude will nicht aufkommen...



      Pumi Kolumna
    • Neu

      Friedrich Maximilian von Klinger (1752 - 1831)


      Zum Leben gehört Kraft




      und Mut,



      man mag auf dem Thron sitzen,



      in der Hütte wohnen



      oder an dem Eckstein sein Brot erbetteln.




      So isses und zum Mut im Leben gehört auch ein entschlossenes

      Pumi Kolumna


      :danke: Elisabeth und Harald

      Harald, diese Morgenstimmung fiel bestimmt nur wenigen Menschen auf. Ich sah sie im Vorüberfahren mit dem Zug
      und musste dann auf dem Bahnsteig bis ganz ans andere Ende laufen,
      um sie einzufangen, aber da ich noch Zeit hatte, kein Problem ;)


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      Oscar Wilde




      Woher, wenn nicht von den Impressionisten,




      stammen jene wundervollen braunen Nebel, die durch unsere Straßen ziehen,



      die Gaslampen verschleiern



      und die Häuser in ungeheuerliche Schatten verwandeln?



      Wem verdanken wir die köstlichen Silbernebel, die über unserem Fluß brauen



      und die geschwungene Brücke,



      die schwankende Barke in die zarten Linien vergänglicher Anmut hüllen,



      wenn nicht ihnen und ihrem Meister?
      Der ungewöhnliche Umschwung, der während der letzten zehn Jahre in den klimatischen Verhältnissen Londons stattfand,
      ist einzig und allein einer besonderen Kunstrichtung zuzuschreiben.






      Klimatische Verhältnisse haben heutzutage eine etwas andere Bedeutung,
      aber die aktuell in London und dem Rest von GB stattfinden
      lassen sich auch nicht impressionistisch ergründen...

      Pumi Kolumna
    • Neu

      Verfasser unbekannt


      Was ich an Glück im Herzen trag,




      wird immer in mir bleiben,



      und selbst an einem Wintertag



      kann es noch Blüten treiben.




      Egal, ob Kurz ( :rolleyes: ) oder über laaaang,( :sleeping: )

      das Glück,das wir geschafft haben,
      kann uns keiner mehr nehmen

      Pumi Kolumna



      PS: Diesen Krokus habe ich am 14. Januar 2018 gefotet :nora: