Juni 2018 – Uns blüht was

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    • Jawoll, da gebe ich dir recht :)

      Wir nehmen uns die dichterische Freiheit und ändern die letzte Zeile -
      hast du Vorschläge???

      Vielleicht...

      Und – sie erkämpft sich ein... Gedicht.

      oder nehmen wir am End ihn ins Visier

      Und – er grummelt... kein Gedicht! :rofl:
    • Denn sie rackert zähneknirschend
      Doch – sie jammert dabei nicht.



      Mutti hat in irgendeinem Interview durchblicken lassen, dass sie noch mal Kanzlerin macht, WEIL Trampel an der Macht ist. Ich bin kein Muttifan, aber dafür bin ich ihr dankbar.
      Carpe Diem!

      OhWeh
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      Was die Schnecke hat

      Fabel



      Die Tiere hielten eine Versammlung ab und begannen, sich darüber zu beklagen, dass die Menschen ihnen immer wieder Dinge wegnahmen.



      „Sie nehmen meine Milch“, sagte die Kuh.



      „Sie nehmen meine Eier“, sagte die Henne.



      „Sie nehmen mein Fleisch und machen Speck daraus“, sagte das Schwein.



      „Sie machen Jagd auf mich wegen meines Geweihs“, sagte der Hirsch.



      Und so ging es fort...
      Schließlich sprach die Schnecke.
      „Ich habe etwas, was sie gerne hätten, und zwar mehr als alles andere. Etwas, was sie mir gerne wegnähmen, wenn sie könnten -
      ich habe Zeit!“



      Und typisch mensch hab ich nicht viel Zeit heut Morgen.
      Schönen Tag noch

      Pumi Kolumna


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      Vom schwarzen Tor und roten Toren -
      ein Ausflug nach Trier/1



      Als Ouvertüre ein Gedicht von...
      Karl Marx (1818 - 1883)



      Foto 1: Darum laßt uns alles wagen,

      Nimmer rasten, nimmer ruhn.




      Foto 2: Nur nicht dumpf so gar nichts sagen
      Und so gar nichts woll´n und tun.




      Foto 3: Nur nicht brütend hin gegangen,

      Ängstlich in dem niedern Joch




      Foto 4: Denn das Sehen und Verlangen

      Und die Tat, sie blieb uns doch.






      Eigentlich hätte ja Trier mehr Anspruch darauf in Karl Marx Stadt unbenannt zu werden als Chemnitz, das eigentlich gar keinen Bezug zu ihm hatte.
      Marx ist in Trier geboren und ging dort auch zur Schule.

      Betrachtet euch mal den Hintergrund von Foto 4, dann wisst ihr wie die Trierer, das Gastgeschenkt aus China finden :rofl:
      Ich hatte es mir irgendwie ja noch gigantischer vorgestellt, fand es nicht sooo riesig, aber dort zu foten ist echt ein Kunststück, hab schließlich zwei Damen,
      die unbedingt Selfies machen mussten, und dann direkt davor noch ausgiebig tratschen, weggescheucht :nudelholz:
      Überhaupt die Touris und Fotografieren... :rolleyes: Da hab ich mich in meinen stillen Wald zurückgesehnt :wacko:

      Amüsant finde ich auch wie die große Koalition, also Schwarz/Rot mit den Marx-Souvenieren verbandelt wird. Überhaupt was täte der wohl dazu sagen :D

      Wir haben also in den nächsten Tagen Gelegenheit uns anzuschauen wie Antike und Gegenwart sich treffen,
      wie rote Teufel und schwarze Engel so irgendwie die gleichen Hintergründe haben. Man könnte auch sagen Trier= Don Camillo und Peppone :ohweh: :sassy:

      Apropos, bei mir auch ein persönlicher Bezug zu Trier, denn mein Sohnemann war dort fleißiger Student,
      und wir sind damals auch mal dort um die Häuser gezogen, aber ich noch ohne fotografische Ambitionen, deswegen musste ich da mal wieder hin :omi:


      Pumi Kolumna

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      Vom schwarzen Tor und roten Toren-
      ein Ausflug nach Trier - heute zum Don Camillo/2


      Foto 1: Nach dem Besuch bei Peppone, schau ich mal beim Don Camillo rein.
      Gut, dass man sich in Trier nicht verlaufen kann, immer den Touriströmen nach, und du kommst hin, wo du gerade hin willst :D




      Foto 2: Ein Blick zum Dom vom der Porta Nigra aus, im gesamten





      Foto 3: Und auf die Türme – man sieht es gleich, die Zeitalter mischen sich!





      Foto 4: Nun bin ich auf dem Weg...





      Foto 5: Aber... leider nicht alleine





      Foto 6: Das Tor erinnert mich an den Speyrer Dom, nur viel bescheidener – bin ich wirklich richtig im Weltkurlturerbe :gruebel:





      Foto 7: Aber der Eindruck innen ist für mich ganz anders als in Speyer – irgendwie eine Mischung aus vielen verschiedenen Stilepochen, nicht so ernst majestätisch wie Speyer. Viele Stilepochen ist auch kein Wunder, denn der Dom ist die älteste Bischofskirche in Deutschland – 1700 Jahre Geschichte vereinen sich. Hier schaut man Blickrichtung Osten auf den Hochaltar





      Foto 8: Diese beiden Seitenaltäre, in schwarzen Marmor gefasst ziehen den Blick auf sich,
      links die Grabstätte mit dem Gekreuzigten – da ist wohl nicht mehr bekannt wer da begraben liegt




      Foto 9: und rechts der Dreikönigsaltar, Grabstätte von Bischof Orsbeck.
      Leider auch beliebtes Ziel bei Japanerinnen für ein Selfie – Touristen scheinen auf aller Welt gleich doof zu sein :nora:




      Foto 10: Auch der Hochaltar ganz in schwarzem Marmor. Eine Verbindung zur Porta Nigra, frage ich mich?
      Irgendwie im Gegensatz dazu das mächtige Gewölbe, das wiederum an die typische Baukunst
      unter den Saliern, siehe Speyerer Dom, erinnert.





      Der Dom ist gegliedert in Spätantike (im Bereich der Ausgrabungen war ich leider nicht) – Mittelalterlicher Dom -
      Barocker Dom...

      Foto 11: ...und Neuzeit – naja, sieht ein bissl komisch aus in all dem alten Gemäuer







      Fortsetzung folgt demnächst...


      So viel Geschichte relativiert die jüngsten Ereignisse ein bissl – überlebt sich am End alles :sassy:


      Pumi Kolumna

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      Vom schwarzen Tor und roten Toren-
      ein Ausflug nach Trier - Westchor im Dom/3


      Foto 1: Vom Ostchor aus schauen wir jetzt Richtung Westchor.

      Dieser wurde in der Zeit von 1664 - 1667 unter Karl Kaspar von der Leyen, Kurfürst und Erzbischof von Trier von 1652 - 1676,
      mit einem großartigen Altar ausgestattet. Das war wohl ein Vorfahr unserer Kriegsministerin!
      Klar, dass es bei solch alten Bauwerken immer wieder Zerstörung und Restaurierung gab.



      Foto 2: Im 19. Jahrhundert jedoch erfolgten in Trier ebenso wie in den meisten deutschen Sakralbauten jene so genannten Purifizierungsmaßnahmen,
      nach welchen der Dom in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden sollte.
      Im Zuge dieser baulichen Maßnahmen wurde nicht nur ein Großteil der barocken Elemente wieder aus der Kirche entfernt,
      sie erfolgte zudem auch unter einer fälschlichen Vorstellung, die man seinerzeit von romanischer Bau- und Gestaltungskunst hatte.
      Die von Giovanni Domenico Rossi im Stil des Barock geschaffenen weißen Stuckdekorationen auf dunkelblauem Grund
      blieben an der Decke erhalten und wurden 1973 - 1974 restauriert.



      Foto 3: Neben dem Aufgang zum erhöhten Westchor steht ein muschelförmiges Marmorbecken,
      das so groß wie eine Badewanne ist und heute als Taufbecken dient.




      Foto 4: In den Nischen um den Altar stehen Seligenfiguren.
      Blandine Merten wurde 1883 in Düppenweiler als Maria Magdalena Merten geboren und starb 1918 in Trier.
      Sie wurde unter Papst Johannes Paul II selig gesprochen.



      Foto 5: Die Figuren wollten zum Nachdenken anregen über die Einladung, dem Herrn nachzufolgen,
      die an jeden Menschen ergehe, sagte Dompropst Werner Rössel.
      Mit dem Platz im Dom seien die Figuren nicht mehr primär Kunstwerke, sondern würden auch Bestandteil der Liturgie,
      betonte Micha Flesch, Kulturbeauftragter des Bistums.




      Fortsetzung folgt – wir besuchen demnächst den Hades des Doms

      Pumi Kolumna



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      Vom schwarzen Tor und roten Toren-
      ein Ausflug nach Trier - in die Unterwelt und dann gehen wir rocken/4


      Foto 1: An diesem Altar scheiden sich sozusagen die Geister, eine Treppe führt nach oben und die andere nach unten





      Foto 2: Ich wähle als erstes den Weg in die Unterwelt, und weil von Heiligen begleitet, kann mir da nix passieren – schon Augustus wusste es:
      „Steige ich hinab zur Hölle, Du bist dort.“




      Foto 3: Dann bin ich in der Kapelle. Nach den vielen Menschen oben im Dom,
      empfinde ich diesen Ort der Stille wohltuend, ein Ort der Andacht, des für sich Seins




      Foto 4: und wie soll ich es jetzt ausdrücken... ursprünglicher, mehr das Original des Doms wie er mal gedacht war.




      Foto 5: Hier ist als Reliquie der Schädel der Heiligen Helena aufbewahrt (in dem Kasten, wo sich das Kreuz spiegelt),
      die von Ausgrabungen im Heiligen Land Teile des Kreuzes und Nägel mitbrachte.
      Naja... etwas makaber, das Ganze...




      Foto 6: In diesem goldenen Schrein sind die Gebeine des Hl. Maternus aufbewahrt.
      Der ursprüngliche Schrein wurde durch Bombenangriffe im Krieg stark beschädigt und ist nun von einem Trierer Goldschmiedemeister renoviert worden.




      Foto 7: Ich erklimme die Treppen nach oben und bin wieder im Trubel und im katholischen Mekka :sassy:



      Foto 8: Denn hinter Schloss und Riegel wird der berühmte heilige Rock aufbewahrt.


      Wiki:Nach dem Johannes Evangelium wurden die Gewänder Jesu nach dessen Kreuzigung in vier Teile geteilt und unter den römischen Soldaten verteilt. Das Untergewand oder der „Leibrock“ (gr. χιτών) jedoch sei nicht geteilt, sondern einem der Soldaten zugelost worden, da es „von oben her ganz durchgewebt und ohne Naht“ war (Joh 19,23–24 EU
      Der Überlieferung nach soll die hl. Helena, die Mutter Konstantins des Großen, den Heiligen Rock nach Trier gebracht haben.[2] Dies behaupten Quellen des 12. Jahrhunderts, die im Zusammenhang mit der mittelalterlichen Trierer Kirchenpolitik und den damit verbundenen Herrschafts- und Machtansprüchen stehen.

      Das letzte Mal wurde der Heilige Rock 2012 der Öffentlichkeit gezeigt. Ansonsten liegt er verschlossen, da stark beschädigt. Auch an Heiligen Röcken nagt halt der Zahn der Zeit... :rolleyes:





      Foto 9: Damit schließt das Kapitel und das Tor des Doms...




      aber die fromme G'schicht geht noch weiter...

      Genießt den heiligen Sonntag
      die fromme Pümine



      Freut mich, dass es dir gefällt, mp3 :danke:

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      Vom schwarzen Tor und roten Toren-
      ein Ausflug nach Trier - Des Teufels Phallus... /5

      Quelle: dominformation.de/bauwerk/bau-und-kunstgeschichte/



      Die Legende vom Domstein

      Als im Auftrag von Konstantin und Helena der erste Dom gebaut wurde,
      mussten vier große, schwere Säulen herbeigeschafft werden.



      Der Architekt überlegte sich eine List: er erzählte dem Teufel, er baue das größte Gasthaus der Welt;
      ob er nicht dabei helfen und die vier Säulen hertransportieren könne.



      Der Teufel war sofort einverstanden und schleppte jede Woche eine Säule herbei.
      Als er mit der letzten ankam, bemerkte er, dass der Bischof das Gebäude als Kirche einweihte.




      Aus Wut und Ärger, dass er hereingelegt worden war, warf er die letzte Säule auf den Dom,
      verfehlte ihn jedoch knapp, so dass die Säule bis heute vor dem Eingang liegt.





      Wahrheit

      Im Jahre 1614 entdeckte man bei den Fundamentierungsarbeiten für den Allerheiligenaltar
      unter dem Domfußboden zwei Bruchstücke einer großen Granitsäule.



      Sie wurden ausgegraben und vor das Portal des Domes gelegt. Sie sind heute bekannt als „Domstein“. Ursprünglich war diese Säule eine von vier Säulen, die den ersten Dombau im Inneren trugen. Jede der Säulen war etwa 12 Meter hoch und wog ca. 65 Tonnen. Sie wurden in einem Steinbruch am Felsberg im Odenwald (heute sog. Felsenmeer - dort bin ich auch shcon rumgekraxelt...) gebrochen und auf dem Wasserweg nach Trier transportiert (350 Flusskilometer). Als der Dom das erste Mal zerstört wurde, zerbrachen die Säulen und blieben im Boden liegen.
      Im Hof zwischen Dom und Liebfrauenkirche ist heute eine Säule aus weiteren Bruchstücken wiederaufgebaut.



      Es geht bald weiter zur lieben Frau in der Kirche...

      Pumi Kolumna




      :danke: OhWeh
    • Neu

      Vom schwarzen Tor und roten Toren-
      ein Ausflug nach Trier – ...und der heilige Uterus /6



      Foto 1: Die Liebfrauenkirche gilt als eines der ältesten gotischen Gotteshäuser in Deutschland, wurde von ca. 1235 bis etwa 1260 errichtet
      und ist zusammen mit dem Dom neben dem sie direkt steht, seit 1986 Teil des Weltkulturerbes.



      Foto 2: Am meisten hat mich das Portal mit seinen Figuren beeindruckt.

      Dass die Liebfrauenkirche besonders von französischen Kathedralen abhängig ist, zeigt sich an den Figuren, die an der Westfassade integriert sind.
      Diese Skulpturen wären ohne das Vorbild der Kathedrale von Reims nicht denkbar.
      Außer einigen wenigen, sind die Figuren heute durch Kopien ersetzt, während die Originale in einigen Museen zu bestaunen sind.

      Wenn wir diesen Ansatz weiter verfolgen, kommen wir auch zu all den Legenden rund um den Heiligen Gral
      und die in den Tiefen versteckte Frage, welche liebe Frau da eigentlich gemeint ist :whistle:
      Katholisch betrachtet ist es natürlich die Gottesmutter Maria... :sassy:



      Foto 3: Statuen biblischer Figuren am Hauptportal der Trierer Liebfrauenkirche (sozusagen von Adam bis Eva):
      von links nach rechts die die Kirche symbolisierende 'Ecclesia', der Apostel Petrus und Adam



      Foto 4: auf der anderen Seite von links nach rechts: Eva, der Apostel Johannes und die das Judentum symbolisierende Figur der 'Synagoge'



      Foto 5: Im Innern... Neben den schönen bunten Fenstern fällt mir besonders dieser komische Schirm am Altar auf – nanu, was hat der zu bedeuten?
      Dieser Schirm im Altarraum weist die Liebfrauenkirche als Päpstliche Basilika Minor aus – ein Titel, den sie 1951 bekam, ist also Wappen des Papstes



      Foto 6: Der Grundriss weist die Form einer griech. Rose auf und Rosen erblühen auch an der Decke.
      Soll ich's euch gestehen? Mich hat dieses Rosenmuster prompt an altmodische frz. Bettwäsche erinnert :verlegen:



      Foto 7:Wieder draußen... Der gotische Stil entwickelte sich im Mittelalter, vor allem in Frankreich, aus dem Stil der Romanik heraus.



      Foto 8: und wie sich Antike und Neuzeit so treffen verlasse ich den Dombereich durch die Rappelkiste :ohweh:



      Foto 9: Im Blick zurück ist das Kirchengeschichte in der es oft „gerappelt“ hat und auch noch weiterhin rappelt... :sassy:



      Aber wir sind noch längst nicht am Ende unseres Ausflugs durch die Zeitalter...

      Pumi Kolumna




      :danke: Elvi - ich denk mir, wenn Geschichte anschaulich gezeigt wird,

      ist sie längst nicht so langweilig wie früher oft in der Schule :D