August 2018 - Viel heiße Luft

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • August 2018 - Viel heiße Luft

      Heiße Luft

      Text/Musik: Thomas Koppe




      Ein Glas Bier noch schnell im stehen

      Und dann Richtung trautes Heim
      Irgendwann muss jeder gehen
      Wirt schenk’ nichts mehr ein




      Hey Wirt schenk’ nichts mehr ein
      Zu wenig Geld im Portemonnaie
      Im Leben fehlt halt oft das Glück
      Und hat man mal ’nen Schein zuviel
      Holt der Peer ihn gleich zurück
      Holt der Peer ihn gleich zurück




      Steuern hoch neue dazu
      Weil sich hier sonst nichts mehr dreht
      Und wenn sie am erhöhen sind
      Dann gleich noch die Diät
      Dann gleich ihre Diät




      Lustig schön durchs Land gelacht
      Ein Witzchen dort ein Lächeln da
      Das Fähnlein immer fest im Blick
      Mein Gott sind die Volksnah
      Ach sind sie nicht Volksnah



      Reden werden hier gespickt
      Mit ach so frischem Zukunftsduft
      Und was davon übrig bleibt
      Ist nichts als heiße Luft
      Ja nichts als heiße Luft



      Versprechen sind so schnell gemacht
      Und wer sie glaubt dem geht’s nicht gut
      Und darum sitzen wir beim Bier
      Ersäufen unsre Wut
      Noch ersäufen wir die Wut



      Wirt nun fülle noch mal nach
      Komm gib doch mal einen aus
      Und lass aus den leeren Gläsern
      Heiße Luft heraus
      Die heiße Luft heraus




      Zwar längst nicht mehr aktuell, der Song und doch...

      aktueller und heißere Luft war nie!!!


      Pumi Kolumna



    • 100jähriger Kalender
      August 2018


      Vom 1. - 8. Regen


      (Diese Regenmeise stammt sogar vom gestrigen 1.August, war aber nur ein kurzes Gewitter...)




      Am 9. schönes Wetter




      vom 10. - 14.Regen




      vom 15. - 20. schön





      vom 26. - 31. Regen





      Bauernregel

      Wenn's regnet im August



      regnet's Honig



      und guten Most





      Anders als der 100jährige verheißen allerdings die Wetterfrösche aktuell viel heiße Luft im August...


      Und wie war's im Juli?
      Heißer und trockener als vom 100jährigen angekündigt,
      Regenwetter entfallen, besonders im Norden und Osten!
      Auch hier in der Pfalz höchstens mal ein paar Tropfen auf den heißen Stein



      Ich befürchte die Wetterfrösche orakeln richtiger als der 100jährige...

      Die Wetterhex
    • Sommerbild

      (Christian Friedrich Hebbel)



      Ich sah des Sommers letzte Rose stehn,
      Sie war, als ob sie bluten könnte, rot




      Da sprach ich schaudernd im Vorübergehn:
      So weit im Leben, ist zu nah dem Tod!





      Es regte sich kein Hauch am heißen Tag,

      Nur leise strich ein weißer Schmetterling;




      Doch, ob auch kaum die Luft sein Flügelschlag
      bewegte, sie empfand es und verging.





      Und weiterhin viel heiße Luft...
      Pumi Kolumna
    • Der Fisch und das Wasser

      Phil Bosmans (1922 – 2012)

      Quelle: aphorismen.de/suche?f_thema=Luft


      Wenn ein Fisch in seiner Welt auf Entdeckungsreise geht, ist das letzte, was er entdeckt, das Wasser.




      So ist es auch mit dem Menschen.
      Die einfachsten und wesentlichsten Dinge seines Daseins
      macht er sich am wenigsten bewußt


      (Wasser kommt aus dem Wasserhahn!)




      Wie wichtig frische Luft für ihn ist, weiß er erst, wenn er zu ersticken droht,

      (aktuell großes Fischsterben in den Flüssen)




      und wie schön es ist, atmen zu können, weiß er erst, wenn er stirbt.




      Das sieht also im Moment nicht so gut aus mit „munter wie ein Fisch im Wasser sein“...
      Pumi Kolumna



      Hast recht OhWeh, die verpesten sozusagen gegenseitig die Luft,
      siehe das Trampel und jetzt unser bayerischer Innenminister,
      der sich ihn zum V orbild nimmt :wacko:



    • Ein ‚perfekter‘ Sommer ?

      © Elke Bräunling

      Quelle:sommergeschichten.wordpress.co…/als-der-sommer-streikte/




      „Nein“, sagte der Sommer eines sonnig warmen Sommertages, „es ist nicht in Ordnung. „Ich habe keine Lust mehr, eine ‚Selbstverständlichkeit‘ zu sein.





      Alle haben sie ihre Erwartungen an mich, und jeder wünscht sich etwas anderes von mir. Und in allem soll ich das Beste geben. Den Menschen die Erfüllung aller Wünsche, die sie mit einem perfekten Sommer verbinden. Der Natur, den Pflanzen und Tieren, das ideale Wetter, damit das Wachsen und Reifen in perfekten Bahnen seinen Lauf nimmt.
      Perfekt! Immer nur perfekt soll ich sein. Nie, ja, nie darf ich in irgendeiner Weise Schwäche zeigen, so wie es meinen geschätzten Kollegen,
      dem Frühling, dem Herbst und dem Winter gestattet ist.




      Ihre kleinen Unzulänglichkeiten gelten als charmant und akzeptabel, gönne ich mir aber eine Abweichung im Ablauf der Tage, so wird geschimpft, gezetert, geflucht, verdammt. Und Recht machen kann ich es niemandem. Geschimpft und geklagt wird immer. Ach, wer um alles in der Welt hat je bestimmt, dass ich perfekt sein soll?
      Perfekt!!! Wie ich dieses Wort hasse!“




      Jedem, den er traf, warf der Sommer in jenem Sommer diese Worte zu: seinen Jahreszeitenkollegen, den Wettergeistern, der Sonne, den Wolken und dem Regenbogen, den Tieren und auch einigen jener Menschen, die sich noch darauf verstanden, der Natur zu lauschen. Keiner aber wusste eine Antwort auf seine Klagen. Wie auch?
      Ein Sommer mit kleinen – oder großen – Fehlern war eben kein richtiger Sommer.
      Und eines besonders heißen Tages verließ der Sommer still und leise die große Bühne.





      Eigentlich hätte es ein besonders perfekter Tag werden sollen. Der Sommer hatte sich große Mühe gegeben, doch die sich über diese ,Affenhitze‘ beschwerenden Menschen, Tiere und Pflanzen hatten seine Freude zu sehr getrübt.
      „Mir reicht es!“, sagte er. „Ich gehe.“




      Von einem Tag auf den anderen überzog ein Hauch der Verlassenheit die Länder des Sommers. Alle, Menschen, Tiere, Pflanzen und Wettergeister, fühlten sich unwohl, glaubten, sich in einem fort im Kreise zu drehen. Wie Verlorene irrten sie durch die Tage, ohne ihren Weg im Wechsel der Zeiten zu finden.
      „Okay“, sagte der Herbst schließlich. „Ich übernehme den Job des Sommers. Wenn auch ungern.“
      Das hörte man seiner rauen Stimme an und rau war es dann auch, das Leben unter seiner Regentschaft. Ungemütlich kalt, windig und nass.





      Zuerst schimpften die Menschen lauthals, sprachen von ‚Sommerchaos’, ‚Pleitesommer’ und ‚Katastrophenklima’. Jeder Tag aber machte sie ein wenig kleinlauter, stiller und demütiger. Nur die Kinder nahmen dem Sommer sein Verschwinden nicht übel. Es war, als hätten sie begriffen, was die Erwachsenen nicht zu verstehen imstande waren. Sie malten Sommerbilder, sangen Sommerlieder und riefen „Hallo Sommer! Im nächsten Jahr kommst du doch wieder?“ in den trüben Himmel hinauf.





      „Okay okay“, murmelte der Sommer von irgendwo weit weg, „ich werde da sein. Pünktlich zu Sommerbeginn im nächsten Jahr. Vielleicht ein bisschen weniger perfekt wie sonst … Und vielleicht gewöhnt ihr euch daran.





      Allen Menschen und Sommern recht getan...

      Aber wenn die Menschheit aus reiner Profitgier
      das Klima bewusst schädigt
      und sich selbst ihre Lebensgrundlagen entzieht -
      das ist eben das Bedenkliche!

      Pumi Kolumna

    • Im Eisenbahnmuseum/1
      von Neustadt/Weinstr.


      Foto 1: Unser Thema beim IOFF-Fototag ist dieses Wochenende „Eisenbahn“. Also bleibt mir trotz mörderischer Hitze nix anderes übrig als nach Neustadt zu fahren, natürlich mit der Bahn



      Foto 2: Das Eisenbahnmuseum Neustadt/Weinstraße ist eines der beiden Eisenbahnmuseen der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e.V. (DGEG). Es ist stilgerecht im Lokschuppen, einem Gebäude aus der unmittelbaren Anfangszeit der Eisenbahnen dieser Region, untergebracht. Dieser Lokschuppen wurde damals von der Pfalzbahn gebaut und befindet sich weitgehend noch im Originalzustand.



      Foto 3: Die Fahrkarte gibt’s wie früher am Schalter...



      Foto 4:...und wird mir von einem netten jungen Schaffner verkauft :)





      Foto 5: und wie ich das selbst noch erlebt habe - noch in meiner Schulzeit, wo ich 6 Jahre lang mit der Eisenbahn zur Schule gefahren bin - fachgerecht geknipst.



      Foto 5: Hier in Neustadt bilden Fahrzeuge der ehemaligen süddeutschen Länderbahnen den Schwerpunkt, und die schau'n wir uns jetzt näher an!



      Foto 6: - sie wurde 1853 gebaut



      Foto 8 – im Museum ein Nachbau aus dem Jahr 1925




      Foto 9: Aufwendige Technik mit viel Liebe zum Detail




      Morgen schau mer weiter...


      Guten Wochenstart
      Pumi Kolumna
    • Im Eisenbahnmuseum/2
      von Neustadt/Weinstr.


      Foto 10: Gekokst wurde auch in der Pfalz





      Foto 11: Es handelt sich um einen der ersten Güterwagen der Pfälzischen Ludwigsbahn (kurz „Pfalzbahn”) mit einer Tragfähigkeit von 100 Zentnern.




      Foto 12: Geladen hat der offenen Güterwagen die Überreste des Kokswagens 1321 der Pfälzischen Ludwigsbahn.




      Foto 13: Waggon der Ludwigsbahn




      Foto 14: Dieses schicke Modell, die Lok „Berg“ wurde 1883 gebaut




      Foto 15: Lokomotiven diesen Typs haben bis 1938 die Züge über die Schiffsbrücken in Speyer und Maximiliansau gezogen.




      Foto 16: Erinnert mich an Emilys Lieblingslok „Thomas und seine Freunde“




      Foto 17: In manche Waggons darf man einsteigen, also schau ich mal in die Holzklasse – solche Waggons erlebte ich noch in meiner Schulzeit.
      Das war jedesmal ein Riesenspaß, wenn so einer angehängt wurde und besonders schön, wenn es dann im Tunnel stockdunkel wurde :silke:




      Foto 18: Auch wenn die Leut, die damit unterwegs waren, arm waren, aber frieren sollten sie nicht, ein Kohleöfchen sorgte für Wärme




      Foto 19: Wobei aber klargestellt wurde, dass die Kohle der Bahn gehört!!!




      Foto 20: Eleganter dagegen der Speisewagen für die betuchteren Reisenden



      Dazu morgen noch mehr...

      Pumi Kolumna



    • Im Eisenbahnmuseum/3
      von Neustadt/Weinstr.


      Foto 21: Wir Pfälzer waren ja mal bayerisch und von daher nicht weiter verwunderlich, dass die Königlich Bayerische Staatseisenbahn 1909

      die bis dahin privaten Bahnen in der Pfalz übernommen hat.




      Foto 22: Gestern waren wir schon im Speisewagen des Museumzuges




      Foto 23: Der Erste Weltkrieg zeigte die Notwendigkeit der Zusammenlegung der einzelnen Länderbahnen, die ab 1920 in der Deutschen Reichsbahn aufgingen und ab 1924 als privatwirtschaftliche Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft (DRG) elf Milliarden Goldmark Reparationsleistungen zu erwirtschaften hatte.




      Foto 24: Dieser Eilzug ist schon moderner und recht komfortabel ausgestattet




      Foto 25: Sogar mit Intarsienholzarbeiten – Bayern halt ;)




      Foto 26: Und wenn ich mir den Gepäckwagen so anschaue...




      Foto 27: Hör ich den Aloisius auf seiner Wolke 7 „Luja“ singen :nora:




      Foto 28: Ein bayerischer Zug – klar, die Ski mussten natürlich auch damals schon mit!





      Wir haben noch nicht alles gesehen – Fortsetzung folgt


      Pumi Kolumna
    • Im Eisenbahnmuseum/4
      von Neustadt/Weinstr.


      Foto 29: Hier sehen wir eine Dampfschneeschleuder, Baujahr 1942 – die gefällt mir in ihrem BVB Look :clap:

      Dazu heißt es:
      Unter den verschiedenen „Schneebekämpfungsmaschinen“
      (so der „0riginalton“ 1941) für Eisenbahnstrecken nahm die Schneeschleuder die hervorragendste Stelle ein. Sie
      fand überall dort Anwendung, wo die Schneepflüge leichter und schwerer Bauart die Schneehöhen nicht mehr zu bewältigen vermochten, womit Schneelagen von über 1,5m Höhe gemeint waren
      – damals gab es wohl in der Pfalz auch noch mehr Schnee als heute...




      Bild 30: Da die Schneeschleuder keinen eigenen Antrieb zur Fortbewegung besaß, musste sie zusammen mit ihrem Tender durch eine oder mehrere Schublokomotiven gegen den Schnee gedrückt werden.




      Bild 31: Torso einer Elektrolokomotive Baujahr 1914
      Triebgestell der E71 13




      Bild 32: keine Ahnung mehr wo das dazu gehört, gefällt mir aber, weil so schön spinnwebig




      Bild 33: So schaut die Lok ja ganz normal aus, aber...




      Bild 34: Aber weil die Buben so neugierig sind...




      Bild 35: … wird das Unikum BB I als Schnitt-/Funktionsmodell gezeigt




      Bild 36: Einst war diese Lok von 1897 bis 1903 und von 1916 bis 1924 in Aschaffenburg stationiert.




      Bild 37: Unser Museumszug rollt noch weiter




      und wir sehen weiter

      Pumi Kolumna
    • Im Eisenbahnmuseum/5
      von Neustadt/Weinstr.



      Bild 38: Ein Stockwerk höher befindet sich eine große Modellbahnanlage, die das Herz von Tüftlern höher schlagen lässt!




      Bild 39: Auf dem Freigelände stehen aus der Zeit gefallene Waggons.



      Bild 40: Die Farbe blättert ab, die Seitenwände aus Holz zeigen Risse und erinnern an Transporte aus unserer unrühmlichen Vergangenheit...




      Bild 41: Das für mich interessanteste Ausstellungsstück war diese herrliche Rostlaube



      Bild 42: Die Bahnfans bedauern zwar den „desolaten Zustand“, aber ich bin halt Rostfan
      Es handelt sich um die letzte erhaltene (Badische X b)
      Ab 1907 beschaffte die Badische Staatsbahn für den schweren Rangierdienst diese vierachsigen Tenderlokomotiven der badischen Reihe X b, von denen bis 1921 insgesamt 98 Lokomotiven geliefert wurden. Die hier gezeigte Badische X b Nr. 175 gelangte als Reparationsleistung zur Belgischen Nordbahn (Nord Belge). Dort war sie bis nach dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz.



      Bild 43: Nach der Ausmusterung überdauerte sie bei einem Schrotthändler und konnte 1986 im Schrottzustand vom Museum für Verkehr und Technik erworben werden. Seit 2002 gehört die Lokomotive zum Bestand des Eisenbahnmuseum Neustadt/Weinstraße.



      Bild 44: Und es gibt nicht nur „tote Ausstellungsstücke“, sondern da wird auch noch real rangiert



      Bild 45: Am Sonntag findet nämlich eine Fahrt durchs Elmsteiner Tal mit dem „Kuckucksbähnel“ statt, das nun für den Ausflug hergerichtet wird. Ich will das im Herbst auch mal mitmachen, jetzt zuviel heiße Luft...



      Bild 46: Nein, das ist kein Auto, sondern einen Schienenfahrzeug, eine VW-Draisine auf Basis eines ehem. VW-Straßenbus (VW Bully, Baujahr 1955) in ihrem Carport im Eisenbahnmuseum Neustadt/Weinstrasse. Solche Fahrzeuge brauchte man zur Streckenwartung



      Bild 47: Dieses Schild erinnert mich an was... :pumi: – erwartet hatte ich ja einen Donnerbalken, aber es war moderner als das Schild ;)





      Bild 48: So ein Bähnel wird mich gleich wieder nach Hause bringen, aber...



      Bild 49: Zuerst muss ich in der Gluthitze die Treppen rauf



      Das war das einzige was ich nicht gut fand bei diesem Museum, dass man nicht gleich vom Bahnhof einen Zugang hat, was eigentlich kein Problem wäre aus meiner Sicht, sondern sozusagen „die Kerch ums Dorf“ laufen muss und für Gehbehinderte leider unmöglich diese Treppe rauf und runter zu kommen! Das ist kein Vorwurf an die Museumsleute, die das ja ehrenamtlich alles machen, sondern da müsste die Bahn oder die Stadt für einen besseren Zugang sorgen, meine ich!

      Hier schließt sich dann der Kreis wieder zum Thema „Heiße Luft“, indem mich dieser Treppenaufstieg wieder an den Rande eines Hitzschlags beförderte. Ich fand Gott sei Dank ein Plätzchen im Schatten, wo ich mich erholen konnte... Aber es sind halt wirklich „mörderische“ Temperaturen!

      Trotzdem wird es demnächst Bilder von einer Fahrt mit dem Kuckucksbähnel geben!!!

      Pumi Kolumna



      :danke: OhWeh, freut mich, dass dir das Gucken ein bissl Spaß gemacht hat.


    • Die verflixte Glaskugel

      Im Auftrag von Herrn pützi sollte ich ja die Bucheln suchen...


      Foto 1: Ok, welche zu finden war nicht weiter schwierig




      Foto 2: Aber, wie zum Teufel, stelle ich es an, dass die Buchel in die Glaskugel reinkommt – das war gar nicht so einfach...
      Immerhin sie steht zwar Kopf, aber sie ist drin!!!



      Foto 3: Hach, das ist fast richtig!




      Foto 4: Nun versuche ich die Kugel auszuschneiden und zu drehen, aber das Werkzeug will nicht so wie ich will, also nehme ich mir die künstlerische Freiheit und lege noch einen Aquarell-Filter drüber – besser oder verschlimmbessert :gruebel:




      Foto 5: Auch gedreht, gewendet und gefiltert – naja, man sieht, dass keine Bearbeitungskunst am Werke ist




      Foto 6: Eine eigenwillige Version meiner Cam





      Aber... es macht trotzdem Spaß ab und zu mit der Kugel zu experimentieren :D


      Pumi


      :danke: Elvi und OhWeh

    • Der Regenmacher

      ©Isch
      (aus einem Erzählzyklus)


      Der Sohn des Wassers schnürte nun wieder sein Bündel, verabschiedete sich schweren Herzens von seinen Lieben und wanderte zur Hauptstadt, wo auf einem weiten Feld die Silbervögel in der Sonne glitzerten. Der von Menschenhand gemachte Vogel trug ihn höher und höher hinauf, hoch über die Wolken, und der Sohn des Wassers schaute und staunte...



      Es dauerte gar nicht lange, und der Riesenvogel senkte sich wieder zur Erde. Nun stand der Fährmann in jenem Lande, wo es keine Flüsse gab. Sand, eine unermessliche Weite braunes Sandland breitete sich vor ihm aus. „Eigentlich“, dachte der Fährmann so vor sich hin, „sieht es aus wie getrocknetes Wasser! Wie das Meer kräuselten sich Sandwellen und türmten sich Sandwogen...




      Der Sohn des Wassers hatte im Haus des Wissens viele fremde Sprachen erlernt, und so gelang es ihm, sich mit den Menschen, die so ganz anders aussahen als die Menschen in seiner Heimat, zu verständigen.

      Schnell erkannte er, dass nur die äußere Hülle der Menschen anders war, aber die Weisheit ihrer Seelen sich nicht von den Weisheiten unterschied, die er gelernt hatte.



      Und die Dunkelhäutigen erkannten bald in ihm den weisen, gelehrten Mann, und sie vertrauten ihm ihre Sorgen und Nöte an, baten ihn um Rat und Hilfe. So erfuhr er, dass es jahrelang nicht mehr geregnet hatte und die Hungersnot unter Mensch und Tier im Lande immer ärger wurde. All die Hungernden und Kranken bewegten sein mitleidiges Herz, und er seufzte vor sich hin: Könnte ich nur ihre Not lindern helfen...




      „Sohn des Wassers“, zirpte da plötzlich das Nixenstimmchen, „deine Seele hat von diesem Land geträumt, weil du vom Schicksal ausersehen bist ihm zu helfen! Sage dem mächtigen Häuptling, dass er mit seinem Stamm in der nächsten Vollmondnacht das Fest des Regens feiern soll. Während die Männer und Frauen den Regenreigen tanzen, stellst du dich in die Mitte des Kreises, hältst mich dem Himmel entgegen (die kleine goldene Nixe Kamala) und bittest mit der ganzen Kraft deines Herzens um Regen.“




      Verwundert hörte der Sohn des Wassers diese Rede, aber er gehorchte wieder seiner kleinen goldenen Nixe und bat den Stammesältesten um eine Unterredung. Dieser schaute erst zweifelnd, denn das Regenfest fand normalerweise als Dank an den Regengott statt, nachdem es geregnet hatte. Aber die Not im Lande wurde immer größer, und der Häuptling hatte Vertrauen zu diesem klugen Fremden, der ihnen schon oft mit weisem Rat geholfen.




      Und so geschah es wie vom Nixchen gewünscht. Die Stammesleute hatten sich festlich geschmückt und ihre bemalten Körper leuchteten in der hellen Vollmondnacht. Während sie sich zum dumpfen Klang ihrer Trommeln wiegten und mit den Füßen stampften, trat der Sohn des Wassers in die Mitte des Kreises, wandte sein Gesicht dem Mond zu, hob ihm sein goldenes Nixchen entgegen und versank in ein tiefes Gebet... Wie lange es gedauert haben mag, vermochte später keiner mehr zu sagen, aber plötzlich verdunkelten Wolken den Mond, grelle Blitze zuckten über den Himmel, und die ersten schweren Regentropfen fielen auf die tanzenden und betenden Menschen!



      Eine Woche regnete es in Strömen ohne Unterbrechung, die ausgetrockneten Gräben füllten sich und plötzlich gab es überall im Lande Flüsse und Ströme. Und die Wüsten und Savannen überzogen sich mit Grün und explodierten in Farbenpracht - das Wunder des Wassers, das Wunder des Lebens!!!



      Die Menschen verehrten den Sohn des Wassers wie einen Heiligen, den „Regenmacher“ nannten sie ihn nun in ihrer Sprache.
      Der Sohn des Wassers, der seinen Traum nun erfüllt sah, setzte sich wieder in den großen Silbervogel und flog seiner Heimat entgegen....



      Eine von meinen alten Geschichten, auch schon öfter hier gepostet, aber ich denke, es passt gerade gut zum Wetter und zum Threadthema...

      Schönen Sonntag
      Pumi Kolumna




      :danke: OhWeh
      Das Lustige am Glaskugelfoten, dass du mit dem natürlichen Auge
      oft etwas ganz anderes siehst als mit dem Kameraauge :manfred: