September 2018 - Zeitlos in den Herbst

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    • September 2018 - Zeitlos in den Herbst

      Auszug aus dem Gedicht:

      Herbstzeitlose
      Karl Gerok



      Blühst du wieder, Herbstzeitlose,

      Blaßgefärbte, düftelose,
      Großgewiegt vom rauen Wind,
      Du des Sommers letztes Kind?





      Blühst aus herbstlich feuchten Matten
      In des Waldthals stillen Schatten,
      Wo die grauen Weiden stehn,
      Wo die leisen Bächlein gehn.





      Blühst aus blumenleeren Auen,
      Nicht zum Pflücken, nur zum Schauen,
      Arm an Reiz und klein von Wuchs,
      Nackt und bar des Blätterschmucks.





      Sollst ja Gift im Kelche führen,
      Ich bekam es nie zu spüren,
      Fühle nur eine Süße,
      Wenn ich deine Farben seh'.





      Also begrüßen wir heut zeitlos den Herbst
      (und ein bissl giftig sind wir manchmal auch ;) )
      Pumi Kolumna


    • Der Kürbiszwerg und die lachenden Kürbisse

      © Elke Bräunling

      Quelle: elkeskindergeschichten.de/2015…-die-lachenden-kuerbisse/


      Als sich die gruseligen Kürbisgesichter über Nacht in Lachgesichter verwandelt hatten





      Eines Nachts huschte ein kleines Männlein durch die Straßen (bei mir war es ein kleines Häschen). Es war der Kürbiszwerg.
      Der hatte sich viel vorgenommen. Er besuchte mit seinem Hämmerchen jedes Kürbisfratzengesicht in der Stadt. Und die Kürbisse, die lächelten.




      Am nächsten Tag staunten alle. Anstatt der grausigen Kürbisfratzen standen nun fröhliche Lachgesichter vor den Häusern.




      Da lachten die Leute. Nur die Kinder waren enttäuscht. Hatten sie sich doch große Mühe gegeben, gruselige Kürbisfratzen für den Kürbiswettbewerb zu schnitzen.
      Es gab nämlich einen tollen Hauptgewinn: In der Straße mit dem grausigsten Fratzengesicht sollte ein großes Halloween-Straßenfest stattfinden.




      Nun aber waren die Kürbisgruselköpfe nicht mehr gruselig. Was tun? Die Kinder waren ratlos.
      Neue Fratzen schnitzen? Was aber, wenn sich die neuen Fratzen vielleicht auch in Lachgesichter verwandelten?



      „Machen wir aus Halloween eben ein lustiges Lachfest!“, beschloss der Bürgermeister, der traurige Kindergesichter nicht leiden mochte.
      Und so geschah es auch.




      „Na, geht doch!“, kicherte der Kürbiszwerg, und den Kürbissen rief er zu: „Ich habe euch eine fröhliche Zeit versprochen – und so wird es sein. Haha haha!“



      „Haha haha!“, lachten auch die Kürbisse und – irgendwie – wurden die tristen Herbstabende ein bisschen heller. Auch das Fest, das auf dem Marktplatz stattfand, war ein helles Fest ohne Angst, Grusel und Erschrecken. Ein Fest, das die Leute vergessen ließ, dass in dieser Samhainnacht Geister durchs Dunkel zogen.



      Na ja, viele kleine Gruselgeisterkinder tauchten dann doch auf und die sahen mächtig wild zum Erschrecken aus. Dann aber lachten auch sie hinter ihren Masken. Sie lachten so laut, dass die wenigen echten Geister, die sich doch leise eingeschmuggelt hatten, stumm aus der Stadt flohen.
      Wer aber am lautesten lachte, das waren die Kürbisse und der Kürbiszwerg.





      Weil wir zeitlos sind... Es ist noch einige Zeit hin bis Halloween,

      aber in Kaiserslautern begann am 1.September wie jedes Jahr wieder die große Kürbisshow, diesmal Motto „Zirkus“,
      und ich bin wieder begeistert, das machen sie super

      und... :danke: Elvi


      Pumi Kolumna

    • 100jähriger Kalender
      September 2018

      Am 1. und 2. schöne Tage




      am 3. windig und kühl



      vom 4 bis 6. morgens sehr kühl



      am 7. warm und schön



      am 8. und 9. stürmische Schlechtwettertage



      am 10. kühl und trocken



      am 11. Regen



      vom 12. bis 18. schönes, warmes Wetter



      vom 19. bis 21. trüb und etwas Regen



      vom 22. bis
      30. schönes Herbstwetter




      Das sieht nach Wechselbädern aus...

      Aber nach dem langen heißen Sommer
      freut sich mensch auf coolere Herbsttage

      besonders die komische Käutzin Pumi Columna

    • Franz Grillparzer (1791 - 1872)

      An eine Dame aus Kärnten




      Aus dem Adel deiner Züge



      Leuchtet Wahrheit kennbar weit,



      Die stets gleiche Heiterkeit



      Ist wohl deine einzge Lüge.



      Auch Herr Grillparzer wusste die Kärntner Naturfrauen zu schätzen – das Fofo auch ;)


      Pumi Kolumna



      Beeindruckend ist es, OhWeh,
      wenn man selbst die Erfahrung macht,
      dass es Zeit eigentlich gar nicht gibt
      und alles zur gleichen Zeit da ist...
    • Rilke, Rainer Maria (1875-1926)

      Der Apfelgarten



      Komm gleich nach dem Sonnenuntergange,

      sieh das Abendgrün des Rasengrunds;




      ist es nicht, als hätten wir es lange
      angesammelt und erspart in uns,






      um es jetzt aus Fühlen und Erinnern,
      neuer Hoffnung, halbvergeßnem Freun,




      noch vermischt mit Dunkel aus dem Innern,
      in Gedanken vor uns hinzustreun







      unter Bäume wie von Dürer, die
      das Gewicht von hundert Arbeitstagen




      in den überfüllten Früchten tragen,
      dienend, voll Geduld, versuchend, wie








      das, was alle Maße übersteigt,
      noch zu heben ist und hinzugeben,




      wenn man willig, durch ein langes Leben
      nur das Eine will und wächst und´schweigt.







      Die Streuobstwiese von der Gartenschau hatte es mir angetan, den Äpfelchen kann halt eine echte Eva nicht widerstehen
      und... mein Opa mütterlicherseits hieß mit Nachnamen tatsächlich „Adam“
      Pumi Kolumna



    • August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874)

      Vier Elemente



      Wollt ihr uns repräsentieren,
      Haltet fest an diesen vieren:



      Geist und Arbeit, Gut und Geld
      Sind die Stände dieser Welt.




      Gönnet jedem auszusprechen
      Seine Leiden und Gebrechen!




      Lernt, daß zu vertreten ist
      Mehr als Adel nur und Mist.





      Hm... Arbeit, Gut und Geld, seh ich nicht als verschiedene Elemente :gruebel:

      Interessant finde ich Platons Einteilung, die mit dem „Äther“ z.B. das klärt,
      was heutige Wissenschaft sich einfach nicht erklären kann, die Wirkweise der Homöophatie über das Feinstoffliche.

      Schönen Tag noch
      Pumi Kolumna

    • Altweibersommertage
      Ein Märchen

      © Elke Bräunling
      Quelle:herbstgeschichten.com/2018/09/…r-und-seine-geisterschar/


      An manchen Tagen im Herbst schleicht sich der Sommer klammheimlich hinter dem Rücken des Herbstes zurück. Er bringt die Sonne mit, lässt sie noch einmal für ein paar Tage warm vom Himmel scheinen und wandert mit ihr durchs Land.



      Der Sommer ist neugierig. Er möchte sehen, was der Herbst in Wäldern und Gärten, auf Wiesen und Feldern inzwischen angestellt hat. Ja, und ärgern möchte er den Herbst natürlich auch ein bisschen, denn klar, die Leute genießen die warmen Tage und sagen: „Wie schön, der Sommer ist zurückgekehrt!“
      Der Sommer lacht, wenn er das hört, und es freut ihn, wenn er sieht, wie sehr sich Herbst ärgert.



      Doch der Sommer kommt nicht alleine. Kleine ‚Sommergeister’ heften sich an seine Fersen und folgen ihm auf seiner Wanderung durch das Land. Dabei gehen sie ihm gewaltig auf die Nerven. Wie einen lästigen Mückenschwarm wehrt der Sommer die Geistermeute deshalb immer wieder ab. Dann sausen die kleinen Geister im Sturzflug viele Kilometer weit durch die Lüfte. Um sich nicht zu verlieren, halten sie einander an ihren langen, silberweißen Haaren fest.



      Unterwegs machen sie Verschnaufpausen auf Bäumen und Büschen, auf Gräsern und Blumen, auf Mauern und Hausdächern und verlieren dabei überall ihre silberlangen Härchen. Die spannen sich wie unsichtbare Fäden übers Land und funkeln silbrig hell im Sonnenlicht. Irgendwann aber sind die kleinen Geister ganz kahl auf den Köpfen. Da schämen sie sich so sehr, dass sie sich eilig in ihr Schlafquartier verkriechen.



      Dort bleiben sie, bis ein zarter, hellblonder Frühlingsflaum ihre Köpfe wieder schmückt. Die Menschen aber freuen sich über die Silberfäden, die ihnen im Herbstsonnenlicht entgegen schimmern und rufen:
      „Oh, Altweibersommer, wie schön!“



      Der Sommer freut sich auch an der Freude der Menschen, doch wenn er dieses Wort ‚Altweibersommer’ ein paar Mal hört, beginnt er sich auf einmal alt und immer älter zu fühlen. Und müde.
      „Nein“, sagt sich der Sommer, „ärgern will ich mich nicht. Ich bin nur müde. Ein kleines Schläfchen, dann setze ich meine Wanderung fort.“




      Und er verzieht sich gähnend in sein Schlafquartier, wo er dann auch sogleich einschläft. Zufrieden schnarcht er vor sich hin, bis ihn im Frühling seine nun wieder hellblond gelockten Sommergeister aus dem Schlaf reißen und wie ein lästiger Mückenschwarm piesacken.




      Jetzt sind erstmal die Herbstgeister dran
      weiß die Pumihex

    • Blaise Pascal (1623 - 1662)


      Sie wissen nicht,




      daß sie nur die Jagd



      und nicht die Beute suchen.




      Interessante Sicht, die sich bestimmt nicht nur auf Tiere, sondern eben auch auf Jagden auf Menschen beziehen lässt, ist beim Fußball oft so, aber lässt es sich auch auf Chemnitz beziehen?

      Wie kann sich ein Ministerpräsident, der Boss vom Verfassungschutzt und indirekt auch der Innenminister hinstellen und ohne Gegenbeweis behaupten, das es solche Hetzjagden nicht gab?
      Selbst wenn es kein juristischer Begriff ist, dürfte es doch inhaltlich kein strittiger Begriff sein!
      Siehe auch diesen Artikel von der FAS
      faz.net/aktuell/politik/inland…in-chemnitz-15778213.html
      Klar, sind Fälschungen heute kein Problem, egal ob Fotos oder Videos, aber sich hinstellen und behaupten alles Fake – das ist Trump und nicht Deutschland!!!
      Ach ja... von Hetzjagd auf die Kanzlerin wollen wir gar nicht erst anfangen!

      Empört sich Pumi Kolumna

    • Ernst Freiherr von Feuchtersleben


      Nur der wirkliche Tag



      besiegt alle Nachtgespenster,



      indem er sie beleuchtet




      Und der wirkliche Tag beleuchtet heute den Fall Maaßen, der laut Medien gestern schon kräftig zurückruderte,
      wobei es interessant sein wird wie der Fall Seehofer seinen Kopf wieder aus der Schlinge ziehen wird...

      Pumi Kolumna
    • Time to say Goodbye

      Deutsche Übersetzung
      1.Strophe



      Wenn ich alleine bin
      träume ich zum Horizont



      und es fehlen die Worte
      ja, ich weiß, dass es kein Licht gibt



      in einem Zimmer,
      wenn die Sonne fehlt




      Wenn du nicht mit mir bist, mit mir
      an den Fenstern




      zeigt sich allen mein Herz,
      das du angezündet hast




      du schließt in mich ein
      das Licht,

      dem du auf der Straße begegnet bist.




      Wie der Blinde das Licht aus der Normalowelt bekommen kann,
      so kann ein liebes Forum mit guten oder auch lustigen Gesprächen dem Ertaubten normale Unterhaltung ins Leben bringen -
      das war das Schöne am Chat hier :danke:

      Und was die Politik anbelangt, ich bin aus dem Gelaber gestern nicht schlauer geworden – die scheinen alle durch den Wind zu sein :nora:


      Pumi Kolumna
    • Abraham Emanuel Fröhlich (1796 - 1865)

      Kernsprüche



      Kürbisstauden eine

      sagt zur hohen Eiche:



      “Du Gepriesne, Reiche,
      hast doch gar gemeine
      Frücht’ und winzig kleine.




      Schau dagegen meine
      Aepfel, wie sie quollen,
      Wunder von Gewichte!”






      “Aber schnell zu Nichte
      sind die wasservollen,




      spricht die Eich’; aus meinen
      Kernen, den so kleinen,




      wird in späten Zeiten
      sich ein Wald verbreiten!”




      OhWeh zum Stolz...

      Es gibt den dummen aufgeblasenen Stolz,
      aber den meinte ich nicht,
      sondern etwas geschaffen zu haben,
      mit dem man selbst zufrieden sein kann
      und auf das man gerne zurückblickt
      Und das hast du mit dem Fofo!

      Schönes Wochenend
      Pumi Kolumna