September 2018 - Zeitlos in den Herbst

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Der Herbstwind und das ängstliche Blatt

      © Elke Bräunling

      Quelle:herbstgeschichten.com/2016/10/…und-das-angstliche-blatt/


      Ein Herbstwindtag war heute. Die Menschen saßen gemütlich in ihren warmen Zimmern oder ließen sich die Luft, die der Wind vom Meer mitbrachte, bei einem Spaziergang durch Wälder, Felder und Parks um die Nase wehen. Sie roch würzig und frisch. Nach Herbst und Meer und Freiheit. Schön war das.



      Auch der Wind hatte seinen Spaß an diesem Tag. Heftig fegte er wieder und wieder durch die Kronen der Bäume. Huiiiii! Es war, als spielte er mit ihnen. Und Huiiiii wirbelten und tanzten die gelben, braunen und rot gefärbten Herbstblätter, die sich von ihren Zweigen lösten, durch die Luft. Sie malten fröhliche, bunte Blätterwirbel-Bilder überall im Land. Es schien, als spielten sie mit dem Herbstwind und hätten genau so viel Spaß wie der Wind selbst.



      Nur ein Blatt im Apfelbaum oben links fühlte sich überhaupt und gar nicht fröhlich an diesem Windtag. Es wollte nämlich seinen Baum nicht verlassen.

      „Nei-hei-ei-ein! Ich habe Angst“, rief es, als der Herbstwind wieder durch die Krone des alten, schiefen Apfelbaumes fegte. Fest klammerte es sich an seinen Ast. „Ich will nicht auf den nassen Boden fallen.“



      Wieder nahm der Wind Anlauf. „Huiiii!“, pfiff er mit aller Kraft über die Obstwiese.
      „Huiiii!“, jubelten die anderen Blätter und wirbelten übermütig dem Wind hinterher.
      „Huiiii-hi-hilfe!“, heulte das ängstliche Blatt, als die nächste Windböe kam.
      „Komm, kleines Blatt, komm, flieg mit mir! Viel Spaß und ein Tänzchen schenke ich dir“, säuselte der Wind.




      „Ja, komm!”, singen die Blätter. „Tanz mit uns um die Welt. Schööön ist das, was uns allen gefällt!“

      Schööön? Das Blatt starrte seinen Kollegen hinterher, die sich vergnügt im Wind wiegten, durch die Luft kreiselten, Purzelbäume schlugen und einander tänzelnd neckten.
      „Sieht aus, als fühlten sie sich wohl!“, wunderte es sich.
      „Sie sind ja auch nicht alleine!“, raunte der Apfelbaum.
      Alleine? Erschreckt stellte das Blatt fest, dass die Äste ringsum immer kahler wurden. Alleine sein, das klang noch beängstigender. Nein, das Blatt wollte nicht alleine bleiben. Um keinen Preis.



      „Nei-hei-ei-ein! Aber ich habe Angst“, rief es wieder. „Ich mag aber auch nicht alleine sein. Wartet, ich koooommeeeee!“
      Schnell löste es sich von seinem Ast und ließ sich vom nächsten Windstoß über die Obstwiese zu seinen Freunden hinüberpusten. Und da schwebte es nun und trudelte und tanzte und wiegte sich im Wind und war glücklich.
      „Schöööön!“, jubelte es. „Wie schön ist das!“
      Am allerschönsten aber war, dachte das Blatt insgeheim, dass es sich nun nicht mehr fürchtete. Wovor auch?





      Und so muss halt jeder das Loslassen lernen,
      um erstaunt festzustellen, dass es eine gute und lehrreiche Erfahrung ist...

      Pumi Kolumna

    • Friedrich Nietzsche


      Das beste Mittel, jeden Tag gut zu beginnen ist:




      Beim Erwachen daran denken,



      ob man nicht wenigstens einem Menschen

      an diesem Tage eine Freude machen könnte.



      Voilà!

      Wusste gar nicht, dass der oft so grummelige Nietzsche
      den gleichen Wahlspruch wie ich hat 8o


      Nicht die Anzahl der Klicks sind bei einem Forum wichtig,
      sondern ob wenigstens ein Mensch mitmacht, dem es wirklich was bedeutet –

      so lange ist die Arbeit richtig und wichtig, meint

      Pumi Kolumna


    • Ich sagte es bereite: es darf gerne jemand das Forum übernehmen. :)

      Du kannst jemand keinen moralischen Druck machen, der ehrenamtlich etwas macht und deshalb hier zumacht, weil es zunehmend weniger User interessiert hat.
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • Ich mache keinen moralischen Druck,
      sondern sage nur meine Einstellung :)

      Mensch ärger dich nicht, ist nicht gesund am frühen morgen :drink:

      Jonny würde gerne mehr wissen, wie das mit Weiterführung des Fofos läuft,
      vielleicht unterhaltet ihr euch mal per Mail...
    • Seid mir nur nicht gar zu traurig

      (Wilhelm Busch, 1832-1908)


      Seid mir nur nicht gar zu traurig,

      Dass die schöne Zeit entflieht,



      Dass die Welle kühl und schaurig
      Uns in ihre Wirbel zieht;







      Dass des Herzens süße Regung,
      Dass der Liebe Hochgenuss,



      Jene himmlische Bewegung,
      Sich zur Ruh begeben muss.







      Lasst uns lieben, singen, trinken,
      Und wir pfeifen auf die Zeit;




      Selbst ein leises Augenwinken
      Zuckt durch alle Ewigkeit.





      Also... wink ich mal...

      Pumi Kolumna
    • Neu

      Frei nach Wilhelm Busch


      aus „Max und Moritz“


      Max und Moritz, wehe euch!

      Jetzt kommt euer letzter Streich!



      Rabs!! – in seinen großen Sack
      Schaufelt er das Lumpenpack.



      Als man dies im Dorf erfuhr,
      War von Trauer keine Spur.



      Kurz, im ganzen Ort herum
      Ging ein freudiges Gebrumm:



      »Gott sei Dank! Nun ist's vorbei
      Mit der Übeltäterei!«





      Daran hab ich denken müssen...

      Und... hat der den Weibern KO Tropfen verabreicht ?(

      Aber auch „mein Gott, Nahles“ wie kann frau nur so doof sein – es gibt Schlimmeres als eine zerbrochene Koalition 8o

      Dass es so laufen wird mit Bayern und GroKo usw..., hab ich ja gleich gewusst, aber... auf mich hört ja keiner :rolleyes:

      Also auch hier die Lehre, besser ein Ende mit Schrecken,
      als Schrecken ohne Ende :opi: :omi:


      Pumi Kolumna
    • Neu

      Friedrich Hölderlin (1770 - 1843)



      Man kennt den stolzhinschiffenden




      Schwan nicht,




      wenn er schlummernd am Ufer sitzt.




      Ich seh im Moment nur häßliche Entlein :thumbdown:


      Pumi Kolumna

      So irgendwie passend... Als ich nach der Illner gestern Abend sah, dass Gabriel beim Lanz eingeladen war (wobei ich weder den einen noch den andern verknusen kann...), schaute ich dort rein und blieb hängen. Das war ein völlig anderer Gabriel wie wir aus seiner politischen Hoch-Zeit kennen. Die Ruhephase tut ihm gut, auch äußerlich hat er sichtlich abgespeckt, und ich sehe einen sehr nachdenklichen Menschen, der sich seiner Fehler bewusst geworden ist, sich weiter entwickelt, reift. Weiter so, kann ich da nur sagen, dann erlebt die SPD vielleicht doch noch ihr „Stirb und Werde“...
    • Neu

      Als die Septemberfee den Sommer verabschiedete/1

      © Elke Bräunling

      Quelle:fantasiereisen.wordpress.com/2…en-sommer-verabschiedete/


      Längst hatte sich der August verabschiedet. „Es ist an der Zeit zu gehen“, rief er dem Sommer zu. „Wir müssen Platz machen für die, die uns folgen.“

      „Keine Lust“, brummte der Sommer. „Hier bin ich und hier bleibe ich.“




      „Keine Zeit“, rief auch die Augustfee. „Ich bin beschäftigt. Längst haben nicht alle Früchte des Sommers reife, rote Wangen. Mein Job ist noch nicht zu Ende.“




      „Viel zu warm“, wehrten sich die Zugvögel. „Bei dieser Sommerwärme ist nicht an einen Flug ins Winterquartier zu denken.“
      (Aber ich sah die Tage, dass sie wirklich alle weg sind, alle Nester sind verlassen...)



      „Viel zu schön, um schon Wintervorräte zu sammeln“, murrten die Tiere in den Feldern und Wäldern.
      „Es ist zu früh!“, riefen die Kinder. „Wir möchten ins Schwimmbad gehen und Spaß haben. Herbst ist doof.“



      Herbst ist doof?
      Diese Worte hallten unfroh der Septemberfee entgegen. Nur ganz leise und behutsam näherte sie sich dem Land.
      „Veränderungen“, sagte sie, „sollen langsam stattfinden. So sind sie weniger schmerzlich. Wenngleich: Keine Zeit im Jahr sollte traurig stimmen oder ärgerlich. Das Ende des Sommers aber schmerzt alle viel zu sehr, die Menschen ebenso wie die Natur.“




      Die Fee des Monats September seufzte. Ihre Aufgabe war nicht einfach. Der Rückzug der Pflanzen und Tiere würde nun beginnen. Die Menschen würden mit Bedauern auf die kürzer werdenden Tage blicken und an den Abschied von Wärme und Licht denken.






      Fortsetzung folgt morgen...


      Ja, Abschied nehmen von etwas das licht und warm war,

      ist sehr schwer – wir können es gut nachfühlen ;(

      Pumi Kolumna




    • Neu

      Als die Septemberfee den Sommer verabschiedete/2

      © Elke Bräunling

      Quelle:fantasiereisen.wordpress.com/2…en-sommer-verabschiedete/



      „Sie sollen ihn lieben, den Herbst. So wie sie den Sommer lieben“, sagte die stille, weise Fee. „Deshalb muss ich ihnen die Tage versilbern wie edle Schmuckstücke. Freuen sollen sie sich beim Anblick meines ‚Septemberlandes‘. Jeden Tag ein bisschen mehr.“



      Und sie begann mit ihrer Arbeit. Zart legte sie in den frühen Morgenstunden helle Nebelschleier über Bäche, Flüsse, Seen und Täler und umhüllte Blumen, Kräuter, Gräser, Büsche und Bäume mit dünnen Silberfäden.



      Dann breitete sie ihren Zauberumhang, der aus allen Farben des Jahres gesponnen war, aus und pustete Abermillionen kleiner Funkelgeister über das Land. Die legten sich wie Perlen auf die Silberfäden und warteten auf den Aufgang der Sonne. Und dann geschah das leise Wunder der Septemberfee an jedem neuen Morgen im September: Das Land funkelte und strahlte und gleißte und man meinte, man blicke in eine riesengroße Schatztruhe voller Gold, Silber und Juwelen.




      „Ein Wunder!“, riefen die Menschen, wenn sie am Morgen auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder zum Kindergarten in Gärten, Feldern, Wiesen, Wegrainen und Bäumen das Septemberfunkelwunder sahen.




      „Schööön“, riefen sie und freuten sich, und viele sagten: „Der September ist ein würdiger Nachfolger des Sommers.
      „Schööön“, murmelte auch die Septemberfee, wenn sie die Freude im Land sah. Am meisten aber freute sie sich, wenn die Kinder nun „Herbst ist toll“ sagten.





      Jawoll, Maler Herbst kann die tollsten Farben

      Pumi Kolumna und die Septemberfee





    • Neu

      Vielleicht kann ich diese Tradtition ins IOFF rüberretten,
      hab vor dort einen Thread zu eröffnen, so eine Art Fototreff
      zu machen, wo jeder Fotos auf seine Art einstellen kann
      und ein bissl geplaudert wird auch...
      Das soll in der Kreativecke dort geschehen, da kommt nicht jeder rein,
      nur Angemeldete.

      Ob das dort angenommen wird, kann ich natürlich vorab nicht
      wissen und versprechen, aber... wie immer...
      probieren geht über studieren
      Pumi ;)
    • Neu

      Buddha


      Verweile nicht in der Vergangenheit



      träume nicht von der Zukunft.




      Konzentriere dich




      auf den gegenwärtigen Moment.




      Also... was hier und jetzt tun mit dem Fofo?
      Und sich klar darüber werden, es ist alles ein Geben und Nehmen...
      Pumi Kolumna
    • Neu

      Ich kann's mir nicht verkneifen ein bissiger Kommentar zur Politik muss auch noch sein heute :D

      Für mich war die Wahl gestern ein abgekartetes Spiel zwischen Brinkhaus, Teilen der CDU und der CSU.
      Was wir davor erlebt haben war das wohlkalkulierte Vorspiel...
      Die angebliche Zustimmung von Seehofer und Dobrinth das übliche Schmierentheater :ouch:
      Und dies bayerische Accesoire hier war wohl kein Zufall ;)



      So da hab ich meinem politischen Herzen Luft gemacht
      Pumi 8)