September 2018 - Zeitlos in den Herbst

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    • Der Beitrag von gestern mit den Tropfen - so schön :love: :love:

      Der liebenswerte Eintrag in deinem alten Poesiealbum: was für wunderschöne, persönliche und bleibende Andenken an Freunde, Freundinnen aus Schul- u. Kindertagen

      Hoffe, ich schreib jetzt nichts Falsches, aber ich meine mich zu erinnern, dass du mal irgendwo geschrieben hast, dass deine Schulkollegin Bärbel leider verstorben ist. :|
      lg Gaby
    • :danke: Gaby

      Mit der verstorbenen Schulfreundin verwechselst du was. Was aus dieser Bärbel wurde, weiß ich nicht,
      aber... wenn ich heute auf den Friedhof gehe, kenne ich mehr Leute als beim Spaziergang durch die Stadt... :/

      Kommen und Gehen
      so ist das Leben halt,
      auch das Fofoleben
      Pumi :knuddel:
    • Oh, sorry, dann war das jemand anderer in einem anderen Forum. Tut mir leid.

      Ich stell mir das doch etwas deprimierend vor, wenn man alt wird und Freunde, Bekannte und Verwandte sterben. Da wird einem die eigene Vergänglichkeit jedesmal aufs Neue wirklich bewusst. Als junger Mensch denkt man an solche Dinge nicht. Liegt alles noch so weit entfernt, denkt man.
      lg Gaby
    • Ist doch nicht schlimm, Gaby - die Verwechslung meine ich :)

      Ansonsten kommt es halt drauf an wie jeder mit seiner Vergänglichkeit umgeht.
      Was mich selbst anbelangt, hab ich keine Probleme damit,
      aber dass immer mehr liebe Menschen vor uns gehen, das macht schon traurig...
    • Der Adler und die Schildkröte

      Fabel von Aesop




      Eine Schildkröte bat einen Adler, ihr Unterricht im Fliegen zu geben.



      Der Adler suchte es ihr auszureden, aber je mehr er sich bemühte, ihr das Törichte ihres Wunsches klarzumachen, desto mehr beharrte sie darauf.



      Ihrer dringenden Bitten müde, nahm der Adler sie endlich in die Luft und ließ sie ungefähr turmhoch herabstürzen;



      zerschmettert lag sie auf der Erde und mußte so ihre Torheit büßen.



      Trachte nicht nach Dingen, die die Natur dir versagt hat;
      was die Natur versagt, kann niemand geben.

      Tja, jetzt isses am Boden zerstört oder doch nicht?
      Pumi Kolumna
    • Christian Morgenstern
      (1871 - 1914)


      Das böhmische Dorf


      Palmström reist, mit einem Herrn v. Korf,
      in ein sogenanntes Böhmisches Dorf.



      Unverständlich bleibt ihm alles dort,
      von dem ersten bis zum letzten Wort.



      Auch v. Korf (der nur des Reimes wegen
      ihn begleitet) ist um Rat verlegen.



      Doch just dieses macht ihn blaß vor Glück.
      Tiefentzückt kehrt unser Freund zurück.



      Und er schreibt in seine Wochenchronik:
      Wieder ein Erlebnis, voll von Honig!



      Es grüßt aus dem böhmischen Dorf
      Pumi Kolumna


    • Drei Sprüche

      Ukrainisches Märchen

      Ein Bursche fing einmal einen Vogel

      Ich drehe ihm den Hals um, überlegte er, und verspeise ihn
      Der Vogel aber sprach:
      „Bring mich nicht um, Freund. Von mir wirst du sowieso nicht satt. Lass mich frei, dafür will ich dir drei gute Sprüche sagen.“
      „Meinetwegen“, sprach der Bursche. „Wenn’s Hand und Fuß hat, was du sagst, will ich dich freilassen.“



      „Hör gut zu. Mein erster Spruch:
      Bitte nie um das, was es nicht gibt.
      Mein zweiter:
      Trauere nie dem nach, was unwiederbringlich verloren ist.
      Und mein dritter:
      Trau nicht falschen Reden.



      „Gut gesagt“, sprach der Bursche. „Es sei, ich schenke dir die Freiheit.“
      Der Vogel schwang sich auf einen Baum und überlegte: Will einmal dem Burschen auf den Zahn fühlen, ob er meine Sprüche beherzigt hat.



      Er flog einen Zweig tiefer und sprach:
      „Was bist du doch für ein hirnverbrannter Tor! Hättest du geahnt, was für einen Stein ich unter der Zunge trage, würdest du mich nicht einmal für die schönsten und weisesten Sprüche freigelassen haben. Es ist kein einfacher Stein, den ich habe, sondern ein Edelstein, so groß wie eine Walnuss! Und sein Feuer strahlt wie die liebe Sonne! Hättest du dich in seinen Besitz gebracht, wärest du der reichste Mann in deinem Dorf, ja sogar auf der ganzen Erde.“



      Als der Bursche das hörte, schossen ihm vor Wut die Tränen in die Augen.
      Was bin ich doch für ein Tor, dachte er. Warum habe ich Dummkopf den Vogel freigelassen?!
      Und so bat er sie:
      „Komm doch bitte zurück. Und willst du nicht kommen, so gib mir wenigstens den Edelstein, weil ich dich freigelassen habe.“
      Der Vogel antwortete:
      „Jetzt sehe ich, dass du tatsächlich ein Narr bist. Hast alles vergessen, was ich dich gelehrt habe. Du trauerst dem nach, was verloren ist.



      Du bittest um das, was es nicht gibt. Und du traust falschen Reden. Überlege doch einmal: Wie könnte ein Stein, obendrein so groß wie eine Walnuss, unter meiner Zunge Platz finden?
      Ja, man sagt nicht umsonst: An einen Toren sind alle guten Lehren verloren.“
      Sprach’s und flog davon…





      Und das war dann das letzte Sonntagsmärchen im Fofo…
      Pumi Kolumna

    • Peter Alexander -

      Sag beim Abschied leise Servus





      Tja, also diesmal ist es wirklich soweit,
      sehen Sie, jede Stadt hat Ihr eigenes Abschiedslied, Ihr eigenes Abschiedswort,
      in Paris zum Beispiel singt man, 'Bonsoir, Bonsoir, Paris'
      oder in Rom sagt man 'Ciao' oder musikalisch 'Arrivederci Roma'
      und bei uns in Wien, da sagt man ganz einfach 'Servus'.




      Es gibt ka' Musi' ewig,
      und ka' Glück für ewig,
      so ist's halt im Leben.
      Und drum kann's auch eben,
      ew'ge Lieb' nicht geben.




      Es kommt für alles schon,
      einmal die Endstation,
      man ändert heut' sein G'Spusi,
      wie sein' Lieblingsmusi,
      per Saison.




      Sag' beim Abschied leise 'Servus',
      nicht 'Lebwohl' und nicht 'Adieu',
      diese Worte tun nur weh.




      Doch das kleine,
      Wörter'l 'Servus',
      ist ein lieber letzter Gruß,
      wenn man Abschied nehmen muss.
      Es gibt Jahraus Jahrein,
      ein neuen Wein und neue Liebelein.




      Sag' beim Abschied leise 'Servus',
      und gibt's auch kein Wiedersehen,
      einmal war es doch schön.





      Servus
      Pumi Kolumna
    • Mir ebenfalls ;) :gefaellt:

      Liebe Pumi!
      Ich hab mich ja schon oft gefragt, wie lange du brauchst für deine Gedanken zum Tag? Also von der Idee weg "Was werde ich diesmal schreiben", bis zur Auswahl der passenden Fotos und hin zum fertigen Beitrag. Ich bewundere dich für deine Ausdauer, diese Tradition so lange Zeit zu pflegen und aufrecht zu erhalten - auch wenn oft nicht viele Kommentare dazu kommen.
      Danke dir, dass du dir jahraus, jahrein diese Mühe machst! :danke:

      Dein Fotoarchiv muss gewaltig sein! ;)
      lg Gaby
    • :danke: Gaby
      Das ist ganz unterschiedlich mit den Ideen, heut früh brauchte ich nicht lange zu überlegen,
      da lag die Geschichte auf der Hand und Fotos dazu hatte ich noch einiges vom letzten Jahr :)
      Ich weiß, wo ich Zitate, Gedichte und Geschichten finde und vertrau einfach auf meine Intuition -
      ich weiß, das liegt nicht jedem, aber hier liegt halt mein besonderes Talent :)
      Ich speichere all meine Fotos auf einem externen Speicher, so hab ich meist was ich brauche...
      Und so lange ich es gerne mache, tu ich's, egal ob es mich manchmal zu viel Zeit kostet,
      Hauptsach ich hab meinen Spaß und ein paar Leute auch, muss ja nicht allen gefallen ;)

      Schönen Abend noch
      Pumi :knuddel: