November 2018 - Nebulöse Zeiten...

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    • November 2018 - Nebulöse Zeiten...

      November
      Felix Dahn (1834 - 1912)


      Die Luft ist grau, das Feld steht kahl,

      Die dumpfen Nebel spinnen:




      Kein Ton, kein Sang, kein Farbenstrahl: –
      Glück zog und Glanz von hinnen.





      Rings Stille – matt starb selbst der Wind –
      Ein Rabe huscht an den Steinen:





      Mir ist, ich hör' mein fernes Kind
      Bitter, bitter weinen.






      Ja, es ist schon seltsam im Nebel zu wandern

      und irgendwie ist eben das Menschenleben
      auch eine nebulöse Wanderung...


      Heute wieder seriös
      und Friede allen Seelen
      die fromme Pümine

    • 100jähriger Kalender
      November 18


      Vom 1. bis 3. trüb mit rauen Winden




      vom 6. bis 7. schöne Tage



      vom 8. bis 10. Regenwetter



      am 11. den ganzen Tag Schneefälle



      vom 12. bis 17. Regen und Schnee wechseln sich ab



      vom 17. bis 27. fast täglich etwas Schnee, sehr kalt, alles hart gefroren



      vom 28. bis 30. sehr kalt und der Schnee bleibt bis Weihnachten liegen



      Tja, das sieht nach einem frühen Winter aus -

      allein mir fehlt der Glaube!!!

      Der Oktober im Rückblick, er war als normaler Oktober angesagt,
      aber... es wurde der wärmste und trockenste seit Menschengedenken,
      Normalität war T-Shirt und nicht Mantel...



      Aber... jetzt spielt die Wetterhex euch das Lied vom Winter
    • Als die Novemberfrau für Ruhe sorgte

      © Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl

      Quelle: herbstgeschichten.com/2018/11/…berfrau-fuer-ruhe-sorgte/


      „Pssst! Die Vorhänge, ich ziehe sie zu. Die Zeit, diese Stille, sie braucht ihre Ruh.“





      Singend stand die Novemberfrau auf einer sanft gerundeten Hügelgruppe. Von hier hatte sie einen besonders guten Überblick über das Land. Ruhig lag es vor ihr, in Nebelkleider verpackt. Unter der grauen Decke plätscherte ein Bächlein leise vor sich hin und schickte kleine Seufzer in die Stille. Hier und da raschelten letzte Blätter in den Bäumen.




      „Schlafen“, flüsterten die Bäume. „Wir wollen schlafen, ausruhen und neue Kräfte sammeln.“
      „Pssst! Die Ruhe! Sie schwingt leise durch die Zeiten“, rief ihnen die Novemberfrau zu. „Nehmt und genießt sie! Sie ist euch nun, denn ihr habt sie verdient.“





      Andere Stimmen wurden laut. Die der Tiere.
      „Und wir? Was ist mit uns? Ist es schon Zeit für das Winterquartier?“
      Die Novemberfrau lächelte. Es war doch jedes Jahr das gleiche: Sie deckte ihre Kinder zu und einige wehrten sich noch ein wenig dagegen.
      Aber sie war wie eine Mutter für sie und würde sich nicht eher selbst zur Ruhe begeben, bis alle Pflanzen und Tiere schliefen.





      Natürlich gab es Ausnahmen, einige konnten im Winter gut wach bleiben, die Rehe zum Beispiel oder die Vögel, die nicht in den Süden gezogen waren.
      Auch ihre Freunde, die Igel und die Eichhörnchen.

      Für sie schlug ihr Herz ein wenig schneller, auch wenn sie das niemandem verraten sollte.




      „Ihr habt noch Zeit, meine Lieben. Ihr könnt noch etwas verweilen. Bis zum Ende des Monats müsst ihr euch nicht beeilen“, raunte sie den Igeln zu.
      „Aber dann wird es Zeit werden fürs Winterquartier.“
      „Dann wollen wir tüchtig futtern!“, beschlossen die Igel. Schnell würde die Zeit vergehen. Es war besser, vorzusorgen.




      Auch die Eichhörnchen schleppten ihre Vorräte ins Winterlager und versteckten Samen und Nüsse an vielen Stellen in Wäldern und Gärten.
      „Hoffentlich finden wir alles wieder!“, gab Mutter Eichhorn zu bedenken.




      Die Novemberfrau lächelte. Natürlich würden sie nicht alles wiederfinden, die fleißigen Sammler. Und das war auch gut so,
      halfen sie doch auf diese Weise vielen Samen, einen Platz zum Keimen zu finden.





      „Es ist gut, wie es ist und es wird auch immer wieder so sein“, murmelte sie.
      In diesem Moment brach die Sonne durch die Wolkendecke und kitzelte die Novemberfee an der Nase. Sie nieste. Dann lachte sie, dass es weit über das Tal tönte.
      „Traurig ist hier niemand in dieser Zeit. Ein jeder macht sich nun für den Winter bereit“, sang sie und alle, die es hörten, lächelten.





      Naja, aktuell ist eher mal wieder Altweibersommer angesagt...
      Einen wunderschönen Sonntag allerseits
      Pumi Kolumna



      :danke: Knipsi, das ist mal wieder eins aus der Mottenkiste, aktuell ist die Luft hier so trocken, dass es nicht nebelstrahlt...
    • Neu

      Christian Morgenstern (1871 - 1914)


      Zäzilie


      Zäzilie soll die Fenster putzen,
      sich selbst zum Gram, jedoch dem Haus zum Nutzen.





      Durch meine Fenster muss man, spricht die Frau,
      so durchsehn können, dass man nicht genau
      erkennen kann, ob dieser Fenster Glas
      Glas oder bloße Luft ist. Merk dir das.





      Zäzilie ringt mit allen Menschen-Waffen ...
      Doch Ähnlichkeit mit Luft ist nicht zu schaffen.





      Zuletzt ermannt sie sich mit einem Schrei –
      und schlägt die Fenster allesamt entzwei!





      Dann säubert sie die Rahmen von den Resten,
      und ohne Zweifel ist es so am besten.
      Sogar die Dame spricht, zunächst verdutzt:
      So hat Zäzilie ja noch nie geputzt.





      Doch alsobald ersieht man, was geschehn,
      und spricht einstimmig: Diese Magd muss gehn.





      Die M... muss weg... So irgendwie kenne wir doch den Spruch :whistle:

      Pumi Kolumna



      Ein bissl Spaß muss in unserer traurigen Welt sein, Knipsi ;)

    • Neu

      Beryl Blue Spruce


      Für einen Indianer





      hängt der Erfolg nicht davon ab,
      wieviel er verdient




      oder welche gesellschaftliche Stellung er einnimmt,




      sondern einzig und allein davon, wie glücklich er ist.





      Naja.das Trampel stammt halt von Pfälzer Raufbolden ab

      und nicht von Indianern – Friedenspfeifen sind
      nicht so sein Ding.
      In de Palz geht halt nur de Parre mit den Peif
      in die Kerch

      Pumi Kolumna


      :danke: Knipsi :kiss:
    • Neu

      Epiktet

      Verlange nicht, dass das was geschieht




      so geschieht, wie du es wünschst,



      sondern wünsche, dass es so geschieht,
      wie es geschieht



      und dein Leben wird heiter dahinströmen.




      Die Fotos dazu entstanden genauso -

      ich hatte was völlig anderes im Kopf,
      aber bei der Umsetzung ergaben sich
      ganz andere Bilder.
      Ich kann mich drüber
      ärgern, dass ich's nicht konnte,
      kann es aber auch erheitert hinnehmen/annehmen...

      Pumi Kolumna
    • Neu

      .

      liebe pumi, das passiert mir auch oft und oft und oft....!!

      da hat man was im kopf, allein an der umsetzung scheitert es.
      aber so wie du es beschreibst, ergeben sich daraus manchmal ganz andere, neue ansichten.
      auch nicht schlecht. man muss nur offen sein für das, was das leben so daherbringt
      (um den roten faden deines textes aufzunehmen) ärgern ist immer die schlechteste variante

      .
    • Neu

      Isaac Newton

      "Die Menschen bauen zu viele Mauern





      und zu wenig Brücken."




      Darüber sollten wir im Andenken an DIE Mauer

      nachdenken, meint

      Pumi Kolumna



      Unterm Strich, Knipsi, ist es in allen Bereichen des Lebens wichtig,
      dass wir flexibel und offen bleiben, auch wenn alles ganz anders kommt
      als wir es wollten und planten :)
    • Neu

      Wir machen heute mit

      © Elke Bräunling

      eine Fantasiereise durch den Nebel....
      Quelle: herbstgeschichten.com/2018/11/…elle-schleier-der-stille/



      Der helle Schleier der Stille


      Ein Nebeltag ist heute. Kühl ist es, trübe, trist.

      Du trittst ans Fenster. Der Nebel hat es mit einem matten Glanz überzogen.




      Suchend spähst du durch die Nebelwolken zu dem Berg am Rande des Städtchens hinüber. Du kannst ihn nicht sehen. Auch der Wald mit der Burgruine ist verschwunden.
      „Und sie sind doch da“, murmelst du. „Sie kuscheln sich nur ein in einen frühen Winterschlaf.“





      Du lächelst und gehst in Gedanken durch die nebelnassen Straßen zum Waldrand. Über die Brücke des Flüsschens,




      dessen Bett sich unter einer silbergrauen Wolkendecke verbirgt, führt dich dein Weg zum Waldparkplatz.
      Ganz alleine bist du heute dort. Sie gehört ganz dir, diese helle Nebelwelt im Wald, die eine freundliche, stille Welt ist.
      Langsam, andächtig fast, gehst du den Weg, der bergan führt.
      Große Nebelgeister mit ausladend weiten grauen Armen, die an Nichtnebeltagen nichts weiter als Bäume sind, begleiten dich auf deinem Weg.




      Manche nicken dir zu. Sie schicken dir ein paar letzte braune oder gelbe Blätter, die langsam durch die Nebelluft trudeln und mit einem sanften Knistern zu Boden fallen.

      Auf einem dieser Baum-„Nebelgeister“ sitzen zwei Raben. Sie krächzen dir ihr Nebellied zu.
      Krah! Krah!




      Du winkst ihnen zu, lachst, rufst „Hallo!“ und „Krah! Krah!“ und folgst dem Weg weiter bergan in die Weite des Nebelwaldes. Noch lange begleitet das „Krah! Krah!“ der Raben dich auf deinem Weg. Dann ist es wieder still.
      Die Stille, die dich umgibt, gefällt dir. Sie tut dir gut.
      Es ist eine beruhigende Stille.




      Dir ist, als schmücke sich die Waldwelt mit einem hellen Schleier der Stille.
      Für einen Moment hältst du inne, bleibst stehen.
      Du blickst dich um.
      Stille. Silbergraue helle Stille.
      „Man kann sie sehen, die Stille“, denkst du und breitest die Arme aus. „Und fühlen.“
      Gut fühlt sie sich an und feierlich.
      Feierlich still.





      Und feierlich still fühlst auch du dich.
      Feierlich still und ruhig. Und wohl.
      Wohl und geborgen unter dem Schleier der Stille.
      Tief atmest du die Nebelluft ein.
      Sie duftet nach Herbst, nach Blättern, nach feuchter Erde, nach Tannenzapfen und Harz,




      nach Äpfeln und Weintrauben… und ein kleines Bisschen auch nach Zuckerwatte und Zimt.
      Hmmm …
      Du genießt diese Stille und diesen Duft noch ein Weilchen …
      Dann verabschiedest du dich von der stillen Welt des Nebelwaldes und kehrst in Gedanken zu deinem Platz am Fenster zurück.
      Du blickst noch einmal aus dem Fenster zu dem Berg hinüber, der unter Nebelschleiern ruht, winkst und freust dich auf einen leckeres warmes Getränk. Vielleicht mit duftenden Äpfeln und Zimt?





      Wenn es nach Äpfeln und Zimt duftet,
      ist Weihnachten nicht mehr weit
      und durch die Nebelschleiern grüßt schon
      Weihnachten und seine Muckl

    • Neu

      Aus China


      Wer eigensinnig ist,





      verbrennt oft an einem Tag das Holz,




      das er in vielen Jahren gesammelt hat.




      Ich fürchte... ich hab einige Waldbrände

      auf dem Gewissen :rolleyes:

      Pumi Kolumna


      Danke, Knipsi :knuddel:

      Fotos wie diese sind in diesem Jahr einfach nicht zu bekommen.
      Der November ist bis jetzt zu wenig November :wacko: