November 2018 - Nebulöse Zeiten...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Das Wintertheater beginnt

      © Elke Bräunling
      Quelle: herbstgeschichten.com/2018/11/17/das-wintertheater-beginnt/



      Opa Meiers Laune ist heute grau. Sie ist wie das Wetter dieses Frühwintertages: weiß-schwarz, hell-dunkel, sonnig-schattig, warm-kalt, wundervoll-grässlich …




      Gegensätze. Das Leben besteht daraus. Und der Tag heute scheint von diesen Gegensätzen besonders geprägt zu sein. Die wärmende Sonne des späten Herbstes hat sich über Nacht verabschiedet und einer trüben, feuchten Kühle Platz gemacht. Die gute Laune scheint sie mitgenommen zu haben.




      Griesgrämig sind die Mienen der Menschen. Übellaunig. Unfroh. Jeder blafft jeden an, man sieht auch Tränen.
      „Das Wintertheater beginnt“, murmelt Opa Meier. „Man muss sich daran gewöhnen.“




      Und wie immer, wenn er seine gute Laune vermisst, ist Opa Meier in den Wald gegangen. Düster ist es auch hier, kühl und nass. Nebelschwaden umschmiegen Bäume und Büsche. Es ist, als wollten sie sie wie Schleier vor diesem unwirtlichen Tag schützen.
      Opa Meier steht oben am Berg und schnauft.




      Der Aufstieg ist ihm schwerer gefallen als sonst. Erschöpft lehnt er sich an den Stamm einer verkrüppelten Eiche, die hier über dem alten Steinbruch ein karges Dasein fristet. Er blickt in die fahlbraune Baumkrone und lauscht dem Gesang der wenigen Blätter, die von der Macht der Herbststürme verschont geblieben sind. Deren Stimmen klingen hart und rau. Wenn sie im Wind einander berühren, klackert es leise. Klack, klack! Der Herbst hat sie gehärtet, die Sonne hat sie ausgetrocknet. Sie flüstern nicht mehr im Wind, sie klackern.




      „Die Blättermelodie des späten Herbstes“, murmelt Opa Meier, und irgendwie gefällt ihm dieses ‘Klack, klack!’.
      Er fühlt sich besser nun und ruhiger und er spürt, wie sich die schlechte Laune verabschiedet.
      “Die Winterzeit ist auch schön”, klackern die Blätter ihm zu.
      Opa Meier nickt. Er denkt an den wärmenden Eintopf, der auf dem Herd schmurgelt,




      an gebratene Steinpilze mit Petersilie und frischem, noch warmen Schwarzbrot, an Pfefferminztee und Apfelkuchen mit Zimt, an Honigkerzen und Kaminfeuer, an zart wirbelnde Schneeflocken und die leise Musik des nahenden Winters … und er fängt an, sich zu freuen.




      “Ihr habt recht”, ruft er zu den Blättern hinauf.
      Die erröten im Schein eines flüchtigen Sonnenstrahls und lächeln ihm in ihrem gelb-rost-rot-braunen Gewand für einen kurzen Moment zu.




      “Bald!”, raunen sie ihm mit einem Klackern, das wie ein Lachen klingt, zu. „Der Schnee, er kommt bald.“
      “Na, dann”, sagt Opa Meier und lacht auch. “Bis bald. Und ich, ich komme wieder.”
      Und mit einem freundlichen Gefühl der Vorfreude macht er sich auf den Heimweg, der heimischen Wärme und Gemütlichkeit entgegen.




      Na, dann soll das Wintertheater beginnen,
      setzt euch, die besten Plätze sind noch frei

      Pumi Kolumna
    • Hoffentlich fällt 's Rotkäppchen nicht in einen leeren Brunnen/6


      Bild 49: In diesem Teich, der aus einer Quelle gespeist wird, gibt es noch Wasser und es spiegelt sich. Aber auch hier ist der Wasserstand niedriger als sonst um diese Jahreszeit.



      Bild 50: Aus ihm werden die Tränken auf den gegenüberliegenden Weiden gespeist, z.B. die der Minipferde,
      die zu den kleinsten Pferden der Welt zählen



      Bild 51: Wohin das Wasser vom Teich gegenüber auch nur spärlich fließt



      Bild 52: Es ist nur noch eine kleine Wasserstelle, wo die Pferdchen ihren Durst stillen können


      Bild 53: Auch die stämmigen Ponys



      Bild 54: Mit der Tränke in einem anderen Teil des Wildparks sieht es noch schlimmer aus



      Bild 55: Der Teich für die Enten und wilden Gäste ist nur noch eine Steinwüste



      Bild 56: und völlig ausgetrocknet, trauriges Bild...




      Und das eben in unserem Pfälzer Wald, der doch so reich an Quellwasser ist oder muss ich schon sagen war?
      Und dann gibt es immer noch so'ne...

      Pumi Kolumna


    • Hierzu ein Zitat vom Bayerisches Landesamt für Umwelt: nid.bayern.de/lage

      Der verlinkte Bericht ist sehr trocken geschrieben, aber es lohnt sich ihn zu lesen.

      "...Aufgrund der insgesamt zu geringen Niederschläge in den letzten Jahren weist die Grundwasserneubildung in Bayern seit 2003 ein deutliches Defizit auf. Bei anhaltendem Trockenwetter und weiterhin nur geringen Niederschlägen ist nicht mit einer dauerhaften Entspannung der Niedrigwassersituation zu rechnen....."


      Seit 15 Jahren zu wenig Regen! Also langfristig, nicht mal nur ein trockenes Jahr.

      Im Rest von Deutschland ist es eher trockener, denn am Alpenrand regnet es immer noch relativ viel.
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • Was ist mit der Großmutter passiert?/7


      Bild 57: Endlich ist das von Umweltsorgen geplagte Rotkäppchen am Hof der Großmutter angelangt

      – im Hühnerhaus scheint alles OK zu sein




      Bild 58: bei den Zicken auch - friedliches Miteinander :love:




      Bild 59: Oder doch nicht – da ist wohl gerade ein Formel1 Rennen im Gange :blink:




      Bild 60: Alle Hühner rasen hinter der Spitzenreiterin her und die Zicken meckern entzückt Beifall :freu:




      Bild 61: Während der alte Gockel verblüfft das Nachsehen hat :wacko:




      Bild 62: Dieses Zicklein weiß sich gut zu tarnen, stammt halt aus einem anderen anderen Märchen,
      das auch mit dem bösen Wolf zu tun hat... ;)




      Bild 63: Die Gänse bereiten sich auf Weihnachten vor... :mahlzeit:




      Bild 64: Um dann gemütlich im Wald spazieren zu gehen...




      Bild 65: Was einen Puschl dort ziemlich erschreckt!




      Bild 66: Aber... keine Spur von der Großmutter, der böse Wolf da, wird sie doch nicht... ?(




      So endet das Rotkäppchen Märchen offen, und offen blieb zunächst auch wie's denn wieder zum Bahnhof kommen würde ?(
      Der angekündigte Bus kam nicht bzw. meinte die Frau vom Kartenhäuschen,
      dass die unter der Woche oft an der Haltestelle vorbeifahren würden, weil dort eben selten jemand einsteigt... :/
      Rotkäppchen hatte großes Glück, dass eine freundliche junge Familie es mitnahm bis zum Bahnhof einige Kilometer weiter!
      Und so lautet sein Beschluss, dass es nur an Wochenenden zum Wildpark nebst dem bösen Wolf
      mit dem Freizeitwanderbus kommen muss

      Pumi Kolumna




      Danke, OhWeh für diesen Artikel - wie beim Fußball in Bayern, man hätte es eigentlich wissen können... :whistle:

    • (Christian Morgenstern 1871-1914)

      Novembertag


      Nebel hängt wie Rauch ums Haus,
      Drängt die Welt nach innen.




      Ohne Not geht niemand aus,
      Alles fällt in Sinnen.






      Leiser wird die Hand, der Mund,
      Stiller die Gebärde.





      Heimlich, wie auf Meeresgrund
      Träumen Mensch und Erde.





      So allmählich verabschieden wir uns vom Herbst,
      aber nach weißer Weihnachtszeit sieht es in der Pfalz
      noch nicht aus

      Pumi

    • Wilhelm Busch (1832 - 1908)


      Der Weise äußert sich vorsichtig,





      der Narr mit Bestimmtheit




      über das kommende Wetter.




      Die närrisch Wetterhex Pumi nimmt eh keiner ernst,

      also... alles paletti bis zur nächsten Wettervorhersage im Dezemberthread ;)


      Pumi Kolumna





      :danke: allen, die geduldig mitlesen, und ich freu mich, wenn ihr was sagt,
      aber ich mach mein Ding auch weiter, wenn keiner was dazu sagt ;)
      Weil... Mecker nicht, tu was!