Dezember 2018 – Stellt eure Schuh vor die Tür

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Dezember 2018 – Stellt eure Schuh vor die Tür

      Auszug aus einem Gedicht
      Verfasser unbekannt


      Ich stelle meine Schuhe raus,



      nachts kommt leis der Nikolaus.



      Rein hol ich sie am Morgen,



      dabei hab ich keine Sorgen.




      Drinnen ist feiner Lebkuchen,



      den muss ich nicht einmal suchen.




      Und so sollt ihr im Dezember, so es mein Dienstherr will,
      wieder jeden Tag etwas in euren Schuhchen finden

      euer Weihnachtsmuckl

    • Ein Adventskranz für die Paulsens

      © Elke Bräunling
      Quelle: wintergeschichten.com/2018/11/…skranz-fuer-die-paulsens/


      Weil Oma im letzten Jahr sehr krank gewesen ist, hat keiner von den Paulsens so richtig Freude an der Advents- und Weihnachtszeit gehabt. Auch einen Adventskranz hat keiner haben wollen, das heißt, als Mama vergessen hatte, wie sonst einen Kranz binden, hat es keiner bemerkt.





      Doch nun ist alles wieder gut und dieses Jahr, so hat es Mama versprochen, soll die Weihnachtszeit gemütlich und weihnachtlich sein wie früher.

      Das haben sich auch Papa, Mara und Max vorgenommen. Und damit auch wirklich nichts schief geht, hat jeder für sich klammheimlich selbst noch ein bisschen mehr als sonst an den Advent gedacht. Und so kommt es, dass am ersten Adventssonntag vier Lichterkränze auf dem Tisch stehen. Von Papa ein Kranz aus Tannenzweigen mit roten Kerzen und Schleifen,



      von Mama ein Kranz aus hellen Weidenruten, verziert mit Hagebutten, roten Beeren und weißen Kerzen.




      Mara hat einen Kranz aus Kiefernzapfen gebastelt und ihn mit gelben Kerzen und Glitzersternen geschmückt.




      Auch Max ist nicht faul gewesen. Aus Draht hat er seinen Kranz geformt und zu den vier blauen Kerzen viele bunte Überraschungsei-Figuren in das Drahtgeflecht gesteckt. Toll sieht er aus, der Kranz.




      Nein, alle vier Adventskränze sehen toll aus, und die Paulsens staunen nicht schlecht. Vor lauter Kränzen gibt es nämlich auf dem Tisch keinen Platz mehr zum Frühstücken.

      „Oha!“, sagt Mama. „Dieses Jahr ist er wirklich da, der Advent.“
      „Gleich vier Mal!“, freut sich Mara.
      „Und wenn wir an jedem Kranz nun eine Kerze anzünden“, überlegt Max, „ist schon Weihnachten. Weil dann nämlich vier Adventskranzkerzen brennen.“





      „Träumer!“ Papa muss grinsen. „Aber was machen wir nun wirklich mit dieser ganzen Pracht. Vier Kränze für eine kleine Familie? Sind das nicht zu viele?“
      „Ich habe eine Idee!“, überlegt Mara. „Onkel Pfeiffer von nebenan hat bestimmt vergessen, dass heute erster Adventssonntag ist. Ich schenke ihm meinen Kranz.



      „Au ja“, ruft Max. „Und ich bringe meinen Kranz zu Umbo. Der ist neu in unsere Klasse gekommen. Aus Nigeria. Bestimmt freut er sich über einen Adventskranz.“




      „Und meinen Kranz nehme ich mit ins ins Büro. Dann werden die Kollegen staunen.“ Papa nickt zufrieden.
      „Und wem schenke ich meinen Kranz?“ Mama hat vor lauter Nachdenken rote Ohren bekommen.
      „Niemandem“, rufen Mara, Max und Papa schnell. „Sonst haben wir ja wieder keinen mehr.“
      „Stimmt. Wie gedankenlos von mir!“ Mama atmet auf.





      Dann räumen Mara, Max und Papa ihre Kränze zur Seite, decken den Frühstückstisch und zünden feierlich die erste Kerze an Mamas Adventskranz an. Im gleichen Moment läutet es an der Haustür. Es sind Oma und Opa mit einem großen Adventskranz aus frisch duftendem Tannengrün und einem Korb voller Plätzchen, Adventskuchen, Äpfeln und Nüssen.
      „Weil Advent im letzten Jahr ausgefallen ist“, sagt Oma, „dachten wir …“
      Sie kommt nicht weiter, weil alle laut und fröhlich lachen.




      Ob alleine oder im Kreise eurer Liebe,

      habt einen wunderschönen 1.Advent!
      Ich freue mich jetzt auf meine übliche Zermonie
      mit Weihnachtsgeschirr, Glühweinkuchen und
      einem Lichtlein, auch für euch

      euer Weihnachtsmuckl

    • :danke: Knipsi und Elvi - es sind halt die Traditionen, an denen wir gerade an Weihnachten hängen :)
      Und ich bin der Autorin sehr dankbar, dass ich ihre Geschichten ins Fofo stellen darf.
      Die sind vom Inhalt her aktuell und ich kann sie gut illustrieren :thumbup:

      Was die Schuh vor der Tür anbelangt, da hängen bei mir auch schöne Erinnerungen dran,
      als ich selbst noch Kind war, Mamas Plätzchenduft durch die Wohnung zog und...
      O Wunder... am nächsten Tag welche vom Christkind im Stiefel steckten :rofl:

      Auch dir und deinen Lieben eine schöne Vorweihnachtszeit,
      mit Kleinkind ist's eh nicht zu toppen :knuddel:
    • 100jähriger Kalender
      Dezember 2018


      Vom 1. bis 2. ist es noch sehr kalt (in der Pfalz keine Spur von Kälte)





      vom 3. bis 6. sind tägliche Schneefälle angesagt (hier ist's immerhin mal nass...)




      am 7. regnet es




      vom 9. bis 19. klart es auf und wird frostig




      vom 20. bis 25 unfreundlich und Regen, also nix mit „white Christmas“




      vom 26. bis 31. soll es aber dann winterlich kalt werden





      Der November? Bei den Bayern und Ösis trifft wohl der 100jährige zu am End kalt und Schnee.
      Bei uns Pfälzern insgesamt zu mild und zu trocken, manchmal ein bissl nebulös,
      aber oft mehr spätsommerlich als herbstlich. Die Geranien auf dem Balkon sind noch nicht erforen...
      Jetzt haben wir endlich mal den Regen auf den soooo lange schon gewartet wird,möge er die Flüsse ein bissl wieder füllen!

      Lieb's Grüßl von der Wetterfröschin Pumi – ziehn mer halt die Gummistifel an

    • (Claude Adrien Helvétius 1715-1771)

      Wahrheit ist eine Fackel,





      die durch den Nebel leuchtet,




      ohne ihn zu vertreiben.




      Die Lästermäuler wetzen zum speziellen nebulösen Foto schon ihre Zungen – also stimme ich sie mal weiter aufs Thema ein :ohweh:

      als nebulöser Weihnachtsmuckl

    • Neu

      .

      liebe pumi, deine nebelbilder gefallen mir durch die bank! das mit der ampel ist auch da - und zwar anders als in dem anderen thread in dem ich die zum ersten mal sah. nämlich genau so, wie ich es mir erdachte: mit den zwei scheinwerfern auf der kuppel. (im anderen foto war da irgendetwas anders, mit dem auto..... aber vielleicht erinnere ich mich auch falsch) dieses foto hier ist einfach super!

      .
    • Neu

      Ada Christen (1839 - 1901)

      Hörst auch du die leisen Stimmen

      aus den bunten Kerzlein dringen?





      Die vergeßenen Gebete
      aus den Tannenzweiglein singen?





      Hörst auch du das schüchternfrohe,
      helle Kinderlachen klingen?




      Schaust auch du den stillen Engel

      mit den reinen, weißen Schwingen?...





      Schaust auch du dich selber wieder
      fern und fremd nur wie im Traume?




      Grüßt auch dich mit Märchenaugen
      deine Kindheit aus dem Baume?...



      Fragt euch
      euer Weihnachtsmuckl


      Danke Knipsi – ja, im Nebelgrau zu fotografieren macht auch Spaß :thumbup:
      Auf dem anderen Foto hatte die Ampel gerade auf Grün geschaltet und tauchten Lichter gerade auf.
      Hier ist Rot und das Auto etwas weiter oben, arg verschwommen, aber so war es halt wirklich an diesem dicken Nebeltag.
      Ich finde es jedenfalls nicht so einfach im Nebel gute Fotos zu machen...
    • Neu

      Bimmelt was die Strasse lang

      (Dichter unbekannt)

      Bimmelt was die Strasse lang,

      kling und klang und kling und klang.
      Hält ein Schlitten vor dem Tor
      und ein Schimmel schnauft davor.





      Aus dem Schlitten vor dem Haus
      steigt der Nikolaus heraus.
      Durch den Schnee stapft er daher
      oh, wie ist sein Sack so schwer.





      Braven Kindern in dem Haus
      leert er seinen Sack wohl aus.
      Kling und klang und kling und klang,
      weiter geht's die Strasse lang.





      Nun Hl. Nikolaus sagt was ihr herinnen find?

      Schönen Tag noch vom Weihnachtsmuckl

      und dem Hl. Nikolaus stehen die Fofotüren offen :D




    • Neu

      Christkindl Ahnung im Advent

      von Ludwig Thoma (1867-1921)



      Erleben eigentlich Stadtkinder Weihnachtsfreuden? Erlebt man sie heute noch? Ich will es allen wünschen, aber ich kann es nicht glauben,

      daß das Fest in der Stadt mit ihren Straßen und engen Gassen das sein kann, was es uns Kindern im Walde gewesen ist.




      Der erste Schnee erregte schon liebliche Ahnungen, die bald verstärkt wurden, wenn es im Haus nach Pfeffernüssen, Makronen und Kaffeekuchen zu riechen begann, wenn am langen Tische der Herr Oberförster und seine Jäger mit den Marzipanmodeln ganz zahme, häusliche Dinge verrichteten,
      wenn an den langen Abenden sich das wohlige Gefühl der Zusammengehörigkeit auf dieser Insel, die Tag und Tag stiller wurde, verbreitete.




      In der Stadt kam das Christkind nur einmal, aber in der Riß wurde es schon Wochen vorher im Walde gesehen, bald kam der, bald jener Jagdgehilfe mit der Meldung herein, daß er es auf der Jachenauer Seite oder hinter Ochsensitzer habe fliegen sehen. In klaren Nächten mußte man bloß vor die Türe gehen, dann hörte man vom Walde herüber ein feines Klingeln und sah in den Büschen ein Licht aufblitzen. Da röteten sich die Backen vor Aufregung, und die Augen blitzten vor freudiger Erwartung.




      Je näher aber der Heilige Abend kam desto näher kam auch das Christkind ans Haus, ein Licht huschte an den Fenstern des Schlafzimmers vorüber,
      und es klang wie von leise gerüttelten Schlittenschellen. Da setzten wir uns in den Betten auf und schauten sehnsüchtig ins Dunkel hinaus;




      die großen Kinder aber, die unten standen und auf eine Stange Lichter befestigt hatten, der Jagdgehilfe Bauer und sein Oberförster, freuten sich kaum weniger.




      Es gab natürlich in den kleinen Verhältnissen kein Übermaß an Geschenken, aber was gegeben wurde, war mit aufmerksamer Beachtung eines Wunsches gewählt und erregte Freude. Als meine Mutter an einem Morgen nach der Bescherung ins Zimmer trat, wo der Christbaum stand, sah sie mich stolz mit meinem Säbel herumspazieren, aber ebenso frohbewegt schritt mein Vater im Hemde auf und ab und hatte den neuen Werderstutzen umgehängt, den ihm das Christkind gebracht hatte.



      Wenn der Weg offen war, fuhren meine Eltern nach den Feiertagen auf kurze Zeit zu den Verwandten nach Ammergau. Ich mag an die fünf Jahre gewesen sein, als ich zum ersten Male mitkommen durfte, und wie der Schlitten die Höhe oberhalb Wallgau erreichte, von wo sich aus der Blick auf das Dorf öffnete, war ich außer mir vor Erstaunen über die vielen Häuser, die Dach an Dach nebeneinander standen. Für mich hatte es bis dahin bloß drei Häuser in der Welt gegeben.




      Hab mich von arki inspirieren lassen ;)
      Euch allen ein bissl Zeit zur Besinnlichkeit am 2.Advent

      euer Weihnachtsmuckl



    • Neu

      Sprüche Salomos

      Durch Weisheit wird ein Haus gebaut,




      und durch Klugheit gewinnt es Bestand,




      und durch Einsicht werden die Kammern gefüllt




      mit allerlei köstlicher, lieblicher Habe.



      Diese salomische Weisheit trifft auf unser Postdreieck zu.

      Die ganz alte Post war im schönsten Jugendstil für die Bedürfnisse der damaligen Zeit gebaut worden.
      Als unser Städtchen deutsche Schuhmetropole wurde, war ein Neubau fällig, der im weiteren Verlauf der Zeiten auch nicht mehr gebraucht wurde,
      und beides schien dem Verfall preisgegeben.
      Inzwischen wurde die Jugendstil-Post sehr schön saniert und ist zum Museum und Veranstaltungsmittelpunkt geworden.
      Das andere Postgebäude wird gerade zu einer Jugendherberge umgebaut, soll wohl die Wandervögel anziehen.
      Ob dies eine salomonische Entscheidung war, bleibt noch abzuwarten...
      So geht das manchmal, wenn mensch den Schuh vor der Tür hat... :rolleyes:

      Aus dem Pfälzer Wald grüßt
      der Weihnachtsmuckl


      arki liebes :danke: fürs hohe Lob
    • Neu

      Mäuse im Schreibtisch

      Verfasser unbekannt



      Nun ist die Plätzchenbäckerei

      wohl überall im Gange
      auch meine Frau war jüngst dabei,
      in frohem Tatendrange.





      Und die Dose, wohlverwahrt,
      versteckt vor unserm Schlingel,
      sind die Figuren aller Art;
      die Herzen, Sterne, Kringel.





      Geschützt vor jedem Zugriff rings,
      vor jähem Überfalle,
      steht das Gefäß im Schreibtisch – links,
      und ist tabu für alle.





      Jüngst kam Besuch, Frau Engelhardt;
      man griff zur Plätzchendose –
      und meine Frau war wie erstarrt;
      die liebe Ahnungslose.




      Sie blickte ins Gefäß hinein,
      und dann zu mir und lachte:
      "Im Schreibtisch müssen Mäuse sein,
      viel mehr noch als ich dachte!"






      Es war nur noch ein Kringelrest,
      ich sah es mit Erschrecken!
      Was müssen Plätzchen vor dem Fest,
      auch so vorzüglich schmecken!!





      Tja,diese Plagegeister...
      Hör ich da ein Mäusl kichern???