Januar 2019 - Hühnersuppe oder Entenbrust?

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    • Zauberseifenblasen

      © Regina Meier zu Verl
      Quelle: wintergeschichten.com/2019/01/26/zauberseifenblasen/


      Mama hatte Sophie überredet, einen Winterspaziergang mit ihr zu machen.

      Sophie wollte eigentlich lieber im warmen Zimmer bleiben und mit ihrem Zauberkasten spielen. Doch Mama hatte nicht lockergelassen.
      „Frische Luft tut gut und draußen können wir auch zaubern! Ich werde es dir zeigen!“, hatte sie versprochen,
      und da Sophie neugierig war, zog sie ihre dicke Jacke an und die warmen Stiefel.
      Oma hatte ihr eine Mütze gestrickt, die zog Sophie über die Ohren und dann ging es los.





      „Wann zaubern wir denn endlich?“, fragte Sophie ungeduldig. Sie waren gerade mal ein paar Meter gegangen.
      „Warte, bis wir am See sind!“, sagte Mama und lächelte. War sie auch mal so ungeduldig gewesen als kleines Mädchen, fragte sie sich. Bestimmt war das so.
      „Als ich klein war, bin ich immer mit meinem Opa spazieren gegangen!“, erzählte sie.
      „Habt ihr auch gezaubert?“, wollte Sophie wissen.
      „Nein, wir haben uns nur unterhalten, das heißt: eigentlich habe ich geredet und mein Opa hat zugehört!“ Mama lachte und Sophie stimmte ein.





      „Das kann ich mir gut vorstellen, auch wenn ich meinen Uropa nicht mehr kennengelernt habe!“
      „Wieso kannst du dir das vorstellen?“, fragte Mama.
      „Na, wenn wir spazieren gehen, dann redest du auch die ganze Zeit und ich sage nichts!“, meinte Sophie, korrigierte sich aber gleich: „Fast nichts!“
      „Das stimmt doch gar nicht!“ Mama tat als sei sie beleidigt, ganz so, wie Sophie es immer machte,
      wenn ihr etwas nicht passte. Um das zu unterstreichen, stampft sie sogar einmal fest mit dem Fuß auf.





      „Stimmt jawohl!“, rief Sophie und stampfte ebenfalls mit dem Fuß auf. Dann sahen sich die beiden an und lachten laut auf.
      „Wir sind schon zwei Stampfer!“, lachte Mama und Sophie nickte. „Ja, das sind wir!“

      Sie waren beim See angekommen. Schön sah es da aus, in den Zweigen rund um das Ufer hing noch ein wenig Schnee und die Ränder des Sees waren zugefroren.




      „Ist das nicht toll hier?“, fragte Mama begeistert und zog ein Fläschchen mit Seifenblasen aus ihrer Manteltasche. „Jetzt zaubern wir!“
      Sie schüttelte das Fläschchen, nahm den Pustestab heraus und blies hinein.
      Viele Seifenblasen schwebten durch die Luft und eine setzte sich auf einen Zweig.
      Was dann geschah, versetzte Sophie ins Staunen. Augenblicklich gefror die Seifenblase und sah aus wie eine richtige Glaskugel.
      „Siehst du, ich kann zaubern!“, rief Mama.





      „Darf ich auch mal?“, wollte Sophie wissen.
      „Klar, aber pass auf, dass du die Flüssigkeit nicht verschüttest, dann ist es aus mit der Zauberei!“
      Sophie pustete und schaute den Seifenblasen hinterher. Einige schwebten auf die Erde und wieder gefroren sie sofort.
      „So etwas Schönes habe ich noch nie gesehen!“, schwärmte Sophie und sie konnte gar nicht genug von der Seifenblasenzauberei bekommen.





      Leider passierte es dann doch, dass sie in ihrer Begeisterung nicht aufpasste und den Inhalt des Fläschchens verschüttete. Wie immer eigentlich!
      „Gehen wir morgen wieder hierher?“, fragte sie traurig.
      „Gern, und dann nehmen wir den Fotoapparat mit, damit wir die Zauberseifenblasen knipsen können!“, versprach Mama.






      Könnte es sein, dass die Autorin mal hier reingespitzelt hat
      und von Gabys und Knipsis Zauberwerken inspiriert wurde???

      Überlegt Pumi, die leider nicht so schöne gefrorene Seifenblasenfotos hat ;(
      Aber auf jeden Fall ein neues Fläschchen parat, falls es doch noch richtig kalt werden sollte hier... :sassy:


      Pumi Kolumna




      Dani, zeig mal Omis Tischdecke :)
    • John Ruskin
      Quelle: Abreißkalender


      Sonnenschein ist köstlich,





      Regen erfrischend,




      Wind fordert heraus,




      Schnee macht fröhlich;




      im Grunde gibt es kein schlechtes Wetter,
      nur verschiedene Arten von gutem Wetter.




      Heute dann also ein fröhlicher Tag – es schneit gerade

      Pumi Kolumna
    • Alles still!

      (Theodor Fontane)



      Alles still! Es tanzt den Reigen

      Mondenstrahl in Wald und Flur,
      Und darüber thront das Schweigen
      Und der Winterhimmel nur.





      Alles still! Vergeblich lauschet
      Man der Krähe heisrem Schrei.
      Keiner Fichte Wipfel rauschet,
      Und kein Bächlein summt vorbei.





      Alles still! Die Dorfeshütten
      Sind wie Gräber anzusehn,
      Die, von Schnee bedeckt, inmitten
      Eines weiten Friedhofs stehn.





      Alles still! Nichts hör ich klopfen
      Als mein Herze durch die Nacht –
      Heiße Tränen niedertropfen
      Auf die kalte Winterpracht.





      „Alles still“ ist bei mir eh normal,

      aber die Zeit der „heißen Tränen“
      deswegen ist längst vorbei und
      ich taube selbst nicht so still fröhlich
      und gelassen vor mich hin -
      der gestrige Wintertag war allerdings
      sehr unfreundlich, alles andere als fröhlich...


      Pumi Kolumna

    • George Bernard Shaw


      Der vernünftige Mensch paßt sich der Welt an;





      der unvernünftige besteht auf dem Versuch, die Welt sich anzupassen.




      Deshalb hängt aller Fortschritt vom unvernünftigen Menschen ab.




      Sagt ein Ire, und so irgendwie hat er recht...

      England wird keine Ruh geben bis sie alle Rosinen, die sie haben wollen, kriegen
      und die EU wird sich nur verändern, wenn es noch kräftig Unruh geben wird.
      Kurz gesagt: Die spinnen, die Menschen

      Pumi Kolumna
    • Auch ein König

      Verfasser unbekannt
      Quelle: gutenberg.spiegel.de/buch/anek…nbekannter-autoren-9580/6


      Der Musikmeister Graun war einer der beliebtesten Opernkomponisten und stand beim Alten Fritz in höchster Gunst. Eines Tages erhielt er von dem Könige den Befehl, sofort eine Probe seines neuesten Werkes abzuhalten, da er verhindert wäre, der Aufführung beizuwohnen.




      Graun tat wie befohlen und Friedrich folgte dem Vortrage mit der größten Aufmerksamkeit. Am Schluss der Probe ließ er sich die Partitur geben, nahm seinen Bleistift und strich einige Seiten derselben durch. »Alles, was ich gestrichen habe, muss geändert werden. Es missfällt mir«, sagte er und reichte dem Meister die Partitur zurück.




      »Das tut mir sehr leid, Ew. Majestät«, erwiderte Graun. »Aber ich werde keine Note ändern, denn übermorgen ist Generalprobe und bis dahin ist es mir unmöglich, Neues zu schreiben und einzustudieren. Außerdem habe ich noch einen Grund. Diesen darf Ew. Majestät erst dann hören, wenn Sie gnädiger sein werden.«




      »Ich bin ja gar nicht ungnädig auf Ihn, Graun. Darum will ich den Grund gleich wissen.« Graun sah den König ruhig an, nahm seine Partitur an sich und sagte mit freundlicher Meine: »Majestät, überdies hier bin ich König!«
      »Da hat Er recht«, rief Friedrich lachend. »Ich lasse mir auch nicht ins Handwerk pfuschen.«




      Jedem das Seine

      meint auch Pumi Kolumna