Februar 2019 - Warm genug angezogen?

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    • Februar 2019 - Warm genug angezogen?

      Frühling

      Joachim Ringelnatz


      Die Bäume im Ofen lodern.

      Die Vögel locken am Grill.
      Die Sonnenschirme vermodern.
      Im übrigen ist es still.





      Es stecken die Spargel aus Dosen
      die zarten Köpfchen hervor.
      Bunt ranken sich künstliche Rosen
      in Faschingsgirlanden empor.



      Ein Etwas, wie Glockenklingen,
      den Oberkellner bewegt,
      mir tausend Eier zu bringen,
      von Osterstören gelegt.





      Ein süßer Duft von Havanna
      verweht in ringelnder Spur,
      ich fühle an meiner Susanna
      erwachende neue Natur.




      Es lohnt sich manchmal, zu lieben,
      was kommt, nicht ist oder war.
      Ein Frühlingsgedicht, geschrieben
      im kältesten Februar.





      Zeit für Frühlingsgefühle – hm...

      Pumi Kolumna
    • 100jähriger Kalender
      Februar 2019


      Vom 1. - 3. ein trüber Anfang





      Der 4. soll ein „lustiger“ Tag werden




      Vom 5. - 7. dagegen „unlustig“




      Am 8. steht uns große Kälte ins Haus




      am 9. soll es so kalt wie seit Jahren nicht mehr werden
      (kommt der Ami-Eiskeller nun zu uns?)




      am 10. und 11. geht es kalt weiter




      vom 12. - 14. jäher Wärmeeinbruch mit „unordentlichem“ Wasser




      vom 15. - 26. warmes Vorfrühlingswetter, aber schlimmes Hochwasser – der Saar und Rhein füllen sich also wieder




      vom 27. - 28. wieder winterlicher mit Regen, Frost und Schnee




      Der Januar im Rückblick...

      während es in den Alpen riesige Schneemengen gab, war es in der Pfalz milder als im 100jährigen angekündigt, zwar zeitweise frostig, aber nicht sehr kalt, um die Null Grad. Fest geschneit hat es erst in den letzten Januartagen. Im Großen und Ganzen hier durchschnittliches Januarwetter, aber insgesamt halt wieder mit klimaverrückten Schneekapriolen im Alpenraum.
      Und Kapriolen scheint auch der Februar auf Lager zu haben

      Schau mer mal – aktuell taut es hier gerade

      die Wetterhex
    • Der kleine Wintergeist und der Zauberer

      © Elke Bräunling
      Quelle: wintergeschichten.com/2019/02/…ergeist-und-der-zauberer/


      Wieder einmal weckte lärmendes Singen und Jubeln vom Tal her den kleinen Wintergeist aus einem kleinen Nickerchen. War er doch tatsächlich wieder einmal über seiner Arbeit, dem Frosten, Schneien und Stürmen, eingeschlafen. Nun wehte vom Tal her ein lauer Wind bis herauf in seine Berghöhle. Und auch der Gesang, der ihn vertreiben sollte, drang immer deutlicher an seine Ohren:
      “Wir treiben heut den Winter fort aus diesem Faschingsnarrenort, lalalala, lalala…”




      “Ohojeoje”, heulte der kleine Wintergeist auf. “Wenn der Winterkönig dies erfährt, schickt er mich zur Strafe auf den Sommergletscher.” Er eilte er aus seiner Höhle und hob seinen Eiskristall-Zauberstab.




      Sogleich stoben Abertausende kleiner Eis- und Schneekristalle aus seinem Zottelpelz und wirbelten, von Frostwinden begleitet, talwärts.
      “Winter ist´s und Winter wird´s noch lange bleiben!”, rief er und machte sich höchstpersönlich auf den Weg ins Tal, um dort nach dem Rechten zu sehen.





      Als er die Stadt erreicht hatte, herrschte dort wieder strenger Winter
      und dichte Schneeflocken hüllten Häuser und Straßen in ein winterliches Weiß.
      Ruhig war es hier, wo zuvor eine Schar fröhlich lärmender Clowns, Cowboys, Indianer, Geister,
      Gespenster, Ritter, Piraten, Hexen und Prinzessinnen durch die Straßen gezogen war.
      Der kleine Wintergeist war zufrieden. Hatte er diese kleinen Kerle, die sich jedes Jahr aufs Neue aufmachten,
      ihn zu vertreiben, in die Flucht geschlagen!





      “Dieses Mal bin ich euch Quälgeistern, die ihr euch Faschingsnarren nennt, zuvorgekommen. Hohoho!”
      “Hohoho?”, fragte eine fremde Stimme hinter ihm.
      Verdutzt wandte sich der kleine Wintergeist um.
      Ein seltsamer Kerl mit einem hohen, spitzen Hut und schwarzen Umhang stand vor ihm. Er trug einen Besen bei sich.
      “Hohoho!”, lachte der kleine Wintergeist wieder. “Was bist du denn für ein seltsamer Geist?”
      “Ein Zauberer”, antwortete der Fremde.





      “Ein Zauberer? Was macht ein Zauberer mit einem Besen, sprich! Willst du etwa meinen Schnee damit wegkehren? Hoho!”
      Der kleine Wintergeist hielt sich den Bauch vor Lachen.
      Da stieg der Fremde, der sich Zauberer nannte, auf seinen Besen, stieg damit in die Höhe und umkreiste den kleinen Wintergeist in einem fort hin und her und hui und zisch so wild, dass dem Wintergeist ganz schwindelig wurde. Er wollte nach seinem Eiskristallsstab greifen, doch der Zauberer war schneller. Er packte den kleinen Wintergeist am Schopf und trug ihn – abrakadabra – durch die Lüfte aus der Stadt heraus hinauf bis vor seine Höhle. Dort ließ er den kleinen Wintergeist – plumps – in den Schnee fallen und flog kichernd davon.





      Verdutzt starrte der kleine Wintergeist dem Fremdling hinterher.
      Was war das nur für ein komischer Vogel gewesen? Ein Gehilfe des Frühlings etwa?
      Ja, da hörte er ihn wieder, diesen gemeinen Gesang vom Tal her. Laut und deutlich:
      “Wir treiben heut den Winter fort aus diesem Faschingsnarrenort, lalalala, lalala…”





      Der kleine Wintergeist seufzte tief. Er war es leid, immer wieder gegen alle Feinde anzukämpfen. Es wurde Zeit, nach Norden zu ziehen. Ja, darüber würde er jetzt nachdenken. Müde trottete er in seine Höhle für ein weiteres Nickerchen. Und dieses Mal schlief er so lange, dass er erst wieder erwachte, als die Faschingszeit längst vorüber und der Frühling schon ins Tal eingezogen war.




      Aber... alles gut, dieses Jahr ziehen die Wintervertreiber erst im März durch die Gassen


      Pumi Kolumna


    • Willi Rogers (1879-1936)


      Heute nehmen die Leute die Komiker ernst





      und betrachten die Politiker als Witzfiguren.




      Auch wenn es einem aktuell besonders krass erscheint,

      aber das hatten wir auch schon in Zeiten vorm Internet


      Pumi Kolumna

    • Wusstet ihr...
      warum Kaffee durch Zucker kälter wird?

      Quelle: Abreißkalender


      Es ist eine allgemeine Erfahrung, dass Kaffee kälter wird, wenn man Zucker hineinschüttet – war der Zucker um so vieles kälter?





      Keineswegs! Schütten wir vorgewärmten Zucker in den Kaffee,
      so erleben wir immer noch eine merkliche Abkühlung des Getränkes.



      Zum Auflösen manch löslicher Stoffe ist Wärme nötig.
      Lösungswärme genannt.




      Wird aber keine Wärme hinzugeführt, dann muss das Lösungsmittel die notwendigen Kalorien hergeben:
      seine Temperatur sinkt.





      Also... da kann ich nicht mitreden,

      trinke mein Käffchen schwarz wie die Nacht
      und nicht süß wie die Liebe – habt ihr dergleichen schon wahrgenommen???


      Pumi Kolumna
    • Aristoteles

      Einen Fehler durch ein Lüge zu verdecken,





      heißt einen Flecken durch ein Loch zu ersetzen.




      Inzwischen seh ich mehr Löcher als Flecken

      in all den Netzwerken

      Pumi Kolumna


      Milch nur, wenn ich wo zu Besuch bin
      und den gallenbitteren Kaffee halt
      schlucken muss :wacko:
    • Es wird Wagen geben,




      die von keinem Tier gezogen werden




      und mit unglaublicher Gewalt daherfahren.




      Wo er recht hat, hat er recht behalten – gell, Herr pützi ;)

      Ich war gestern mal wieder auf vergeblicher Küchentour... :rolleyes:
      und kam auf dem Rückweg am hiesigen Rizzihaus vorbei.
      Im Hinterhof entdeckte ich obige tolle Plakate von Michel Friess,
      einem Pfälzer Künstler, der in KL offenbar ein interessantes Atelier in einer alten Farbrik hat.
      Das werde ich mir demnächst mal ansehen...

      Pumi Kolumna
    • Theodor Fontane

      Überlass es der Zeit


      Erscheint dir etwas unerhört,
      Bist du tiefsten Herzens empört,




      Bäume nicht auf, versuch's nicht mit Streit,
      Berühr es nicht, überlaß es der Zeit.





      Am ersten Tag wirst du feige dich schelten,
      Am zweiten läßt du dein Schweigen schon gelten,





      Am dritten hast du's überwunden,
      Alles ist wichtig nur auf Stunden,





      Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
      Zeit ist Balsam und Friedensstifter.





      Hat die Zeit den Homo Sapiens erledigt,

      hat das Universum ein paar Probleme weniger...

      Pumi Kolumna


      Schön, dass es dem Herrn pützi porschäää gefällt -
      wurde ja auch Zeit, dass er mal zufrieden ist ;)
    • Wilhelm Busch (1832 - 1908)


      Obgleich die Welt ja, so zu sagen,

      Wohl manchmal etwas mangelhaft,




      Wird sie doch in den nächsten Tagen
      Vermutlich noch nicht abgeschafft.






      So lange Herz und Auge offen,
      Um sich am Schönen zu erfreun,




      So lange, darf man freudig hoffen,
      Wird auch die Welt vorhanden sein.




      Gestern geschrieben und...
      sie heute noch da

      Pumi Kolumna

    • Von schlechter Laune, ‚Wintersommer’ und Quälgeistern

      © Elke Bräunling
      Quelle:wintergeschichten.com/2019/01/…rsommer-und-qualgeistern/



      Das Wetter ist eklig winternass und Anna hat schlechte Laune.





      Dauernd mault Mama und verlangt Dinge, zu denen Anna keine Lust hat: Zimmer aufräumen zum Beispiel oder Flöte üben.
      „Immer meckerst du“, schimpft Anna.
      „Und du tust immer das Gegenteil von dem, was ich dir sage“, schimpft Mama zurück. „Ein übellauniger Quälgeist bist du.“





      „Pah!“ Anna stampft mit dem Fuß auf. „Dann mache ich jetzt alles umgekehrt und du musst nicht mehr schimpfen.“
      Mama stutzt. Dann nickt sie. „Gut.“ Sie reicht Anna ein Glas Milch. „Magst du Kuchen essen?“
      „Nein.“ Anna trinkt das Glas aus. „Jetzt gehe ich in mein Zimmer und übe Flöte.”

      Sie nimmt den Ball und geht zur Gartentür. Draußen ist es kalt und neblig und ein bisschen unheimlich.




      „Die Sommersonne scheint toll“, sagt Mama. „Den Pullover wirst du nicht brauchen.“
      Anna nickt und zieht sich ihre warme Jacke über den Pullover.
      „Du musst dich vor den Sonnenstrahlen schützen!“ Mama reicht Anna den Sonnenhut.
      „Okay.“ Anna stülpt sich ihre Wollmütze über den Kopf.





      „Die Schuhe lass da!“, meint Mama. „Barfuß laufen ist gesund.“
      „Und wie!“, sagt Anna und zieht sich Stiefel an.
      Da fällt Mama noch etwas ein: „Pflückst du mir bitte im Vorgarten einen Sommerblumenstrauß für die Vase auf dem Küchentisch?“
      Anna geht in den Gemüsegarten und stapft dort heftig durch Matsch und Pfützen. Das macht Spaß.

      Sie überlegt, ob sie ein paar Zweige mit Hagebutten und Haselblüten für Mamas Blumenvase pflücken soll. Lust dazu hätte sie.




      Die frische Winterluft hat ihre schlechte Laune – pffft – fort in die Nebelwelt geblasen. Aber sie kann jetzt keinen Strauß pflücken. Schließlich muss sie das Gegenteil von dem zu tun, was Mama sagt. Also beschließt sie, ein paar flache Kieselsteine, die den Wegrand umsäumen, mitzunehmen.
      Bemalen würde sie sie. Mit kunterbunten, gut gelaunten Lachgesichtern.




      Da hört sie Mama rufen: „Pass auf, Anna! Da kommt ein Geist. Ein Sommersonnengeist!“
      Mit klopfendem Herzen späht Anna um die Ecke. Es ist Papa.
      Oh, ein Winternebelmonster! Hilfe!“, schreit Anna und stürmt in Papas ausgebreitete Arme.
      „Hallo Papa“, flüstert sie dann. „Mama spinnt heute. Sie sieht Geister.“ Sie grinst. „Quälgeister! Psst!“




      Manchmal spinnen die Kinder,

      manchmal die Mamas – einer spinnt immer :D

      Pumi Kolumna



    • Irischer Segenswunsch



      Mögest du die Kraft haben





      die Richtung zu ändern,




      wenn du den alten Weg




      nicht mehr gehen möchtest.




      Mit irischem Segen

      einen guten Wochenstart
      Pumi Kolumna
      so:



      oder so:

      :drink:

    • Quelle: Zitat aus „Das verlorne Symbol“ von Dan Brown


      „Gegen 6 Uhr kam Langdon nach Hause und begab sich sogleich an sein morgendliches Ritual,





      Sumatra-Kaffeebohnen von Hand zu mahlen.




      Er genoss den exotischen Duft, der sich in siner Küche ausbreitete.“




      Eine verwandte Seele. hab ich beim Lesen gedacht

      Pumi Kolumna
    • Sprichwort aus Afrika


      Die Welt ist ein Bienenstock;





      wir treten alle durch dieselbe Tür ein,




      aber leben in verschiedenen Zellen.





      All denen, die sich in Bayern für die Rettung der Bienen

      eingesetzt haben :danke: und :laola:

      und weiterhin viel Erfolg für euer Projekt, auch über Bayern hinaus!

      Pumi Kolumna
    • Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

      Woher sind wir geboren?

      Aus Lieb'.



      Wie wären wir verloren?
      Ohn' Lieb'.




      Was hilft uns überwinden?
      Die Lieb'.




      Kann man auch Liebe finden?

      Durch Lieb'.




      Was läßt nicht lange weinen?
      Die Lieb'.




      Was soll uns stets vereinen?
      Die Lieb'.




      Allen Valentins und Valentinas
      wünscht Pumi Kolumna
    • Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

      Vorfrühling


      Härte schwand. Auf einmal legt sich Schonung

      an der Wiesen aufgedecktes Grau.




      Kleine Wasser ändern die Betonung.




      Zärtlichkeiten, ungenau,
      greifen nach der Erde aus dem Raum.




      Wege gehen weit ins Land und zeigen’s.
      Unvermutet siehst du seines Steigens




      Ausdruck in dem leeren Baum.




      Genießen wir ihn, aber Väterlichen Frost gibt bestimmt noch nicht kampflos auf :sassy:

      Pumi Kolumna