April 2019 - Wann weiß er endlich was er will???

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    • Jesus beim Fußball

      Reporterlatein von Antony de Mello


      Jesus Christus sagte, er sei noch nie bei einem Fußballmatch gewesen.

      Also nahmen meine Freunde und ich ihn zu einem Spiel mit.
      Es war eine wilde Schlacht zwischen den protestantischen Boxern und den katholischen Kreuzfahrern.




      Die Kreuzritter erzielten das erste Tor. Jesus schrie laut Beifall und warf seine Hut in die Luft.
      Dann waren die Boxer vorne. Und Jesus spendete wild Beifall und warf seinen Hut in die Luft.




      Das schien den Mann hinter uns zu verwirren. Er klopfte Jesus auf die Schulter und fragte:
      „Für welche Partei brüllen Sie, guter Mann?“
      „Ich“, erwiderte Jesus, den mittlerweile das Spiel sichtlich aufregte,
      „Oh, ich schreie für keine Partei. Ich bin bloß hier um das Spiel zu genießen.“




      Der Frager wandte sich seinem Nachbarn zu und feixte:
      „Hm, ein Atheist.“




      Auf dem Rückweg klärten wir Jesus über die Lage der Religionen in der heutigen Welt auf.
      „Fromme Leute sind ein komisches Volk, Herr“, sagten wir,
      „sie scheinen immer zu denken, Gott sei auf ihrer Seite und gegen die Leute von der anderen Partei.“




      Jesus stimmte zu.
      „Deswegen setze ich nie auf Religionen, ich setze auf Menschen“, sagte er.
      „Menschen sind wichtiger als Religionen. Der Mensch ist wichtiger als der Sabbat.“




      „Du solltest deine Worte wägen“, sagte einer von uns etwas besorgt.
      „Du bist schon einmal wegen einer solchen Sache gekreuzigt worden.“
      „Ja – und von religiösen Leuten“, sagte Jesus mit gequältem Lächeln.




      Dass Jesus heute von den besonders Frommen,

      egal welche Religion wieder auf irgendeine Art
      gekreuzigt würde, da bin ich mir sicher!

      Pumi Kolumna



      Tja... an welches Gras mag der OhWeh wohl denken... :whistle:

    • Hab's jetzt mal schnell überflogen, kann aber sofort lauthals widersprechen!
      Mein Vater und auch mein Onkel waren um 1919 im Kloster Ettal in der Internatsschule
      und wurden dort von Priestern misshandelt und missbraucht und nicht nur sie...
      Nur durfte damals eben keiner über sowas reden - das ist der Unterschied zu
      den 68er, wo endlich freier mit dem Thema umgegangen wurde...

      Mir dreht sich der Magen um, wenn ich das verlogene Geschwätz lese,
      als wenn sie es nicht besser wüssten und nie die Beichten ihrer Mitbrüder gehört hätten usw, usf... :ouch:
    • Luise Büchner (1821 - 1877)

      Frühlingslied



      Es kam der Frühling mit Herrschermacht,
      Da wollt' ich ein Lied ihm singen;
      Er strahlte so hold in lieblichster Pracht –
      Wie sollt' es da nicht gelingen?





      Ich sah mir die Blüthenbäume an,
      Dran alle Knospen gesprungen,
      Sie waren gleich Bräuten angethan,
      Von Schleier und Myrth' umschlungen.





      Es nickten Blumen an jedem Steg,
      Als ob sie selber sich streuten
      Den schlanken Bräuten auf ihren Weg,
      Beim Maienglockenläuten.





      Die grünen Blätter im Buchenhain,
      Umhaucht von weißem Gefieder,
      Sie flüstern in alle Welt hinein
      Die süßesten, wonnigsten Lieder.





      Es lauschet den Tönen die Lerch' im Feld,
      Es lauschen die Nachtigallen,
      Aus Blüthensträuchern, vom Himmelszelt
      Klingt wieder das fröhliche Schallen.





      O, Frühling! Frühling! so hold und licht!
      Fast will mir das Herz zerspringen!
      Du – selbst der Schöpfung höchstes Gedicht,
      Wer könnte dich würdig besingen?





      Ich will ja nicht nur pöse sein und auch das Schöne rüberbringen


      Pumi Kolumna

    • An Agni Smidah, »Der, der die Flammen schmiedet« (Pseudonym), Mystiker


      Glut ruht still in sich. Entspannt strahlt sie. Sanft leuchtet sie.






      Feuer ist tausend mal tausend auf der Glut tanzend Flammen. Feuer ist
      lebendig, wild und unberechenbar. Feuer wird, Feuer ist, Feuer vergeht.




      Das Wesen des Menschen ist tausend mal tausend Flammen auf der Glut,
      die in seiner Seele ruht.





      Die Flammen tragen Namen: Freude, Wut, Angst,
      Trieb, Tat, Traum, Liebe, Glück, Gier.





      Geh durch die Flammen zurück zur Quelle der Feuer-Energie, geh zurück
      zur Glut. Nimm wahr, wie die Flammen werden, sind und vergehen, und
      dein Wesen wird still, strahlend und sanft.





      Das Inferno von Notre-Dame berührt uns,

      nicht nur wegen des unersetzlichen Verlustes in der Baukunst oder Religion etc....,
      sondern weil diese Bilder etwas Elementares in uns selbst berühren...

      Pumi Kolumna
    • A. de Nora (1864 – 1936)
      deutscher Arzt und Dichter


      Ostern

      Nicht einmal nur im Jahre

      Ist Auferstehungszeit.





      Es liegt in jeder Bahre
      Ein Stück Unendlichkeit.






      Der Welt geht nichts verloren,
      Und immer wieder bricht





      Sich aus des Todes Toren
      Das Leben durch das Licht.







      Und Götter auferstehen
      Mit jedem Glockenschlag.





      Für Taten und Ideen

      Ist ewig Ostertag.




      Diese Sicht auf den Auferstehungsglauben :gefaellt:

      Kommt gut ins Osterfest
      wünscht die fromme Pümine
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      LICHTLINIEN UM DIE GANZE WELT

      ©Isch




      Wir leben in verschiedenen Welten,

      äußerlich in verschiedenen Ländern, Städten, Dörfern,
      in verschiedenen Berufen oder zuhause,
      in verschiedenen Altersstufen.




      Die einen von uns sind körperlich behindert,
      und jede Behinderung ist von anderen Schwierigkeiten geprägt,
      die anderen haben einen gesunden Körper,
      aber ihre Seele leidet.
      Wieder andere fühlen sich rundum gesund und munter.




      Im Austausch miteinander
      laden wir uns ein in unsere unterschiedlichen Welten.
      Die auf leichten Füßen durch ihre Welt eilen
      geben ein wenig von ihrer Fröhlichkeit, von ihrer Sonne,




      die sich mühsam mit irgendeiner Art von Rolli durch die Welt quälen müssen,
      schenken den Leichtfüßigen etwas von ihrer Schwere
      und ihrer Lebenskraft,
      die es braucht, um mit einem Rolli vorwärtszukommen.




      Alle haben wir uns etwas zu geben
      können voneinander lernen
      miteinander lachen
      uns gegenseitig unsere verschiedenen Welten zeigen




      Auch das weltweite Netz
      ist Menschsein
      ist Leben und lebendig sein
      ist Begegnung.




      Es ist ein Abenteuer,
      dass wir uns in Sekundenschnelle
      von einem Ende der Welt
      zum anderen Ende der Welt
      austauschen können.




      Wir ziehen so Lichtlinien um die ganze Welt!




      Schön, dass wir miteinander verbunden sind

      Pumi Kolumna
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      Das Osterei auf der Parkwiese

      © Elke Bräunling
      Quelle: fruehlingsgeschichten.wordpres…as-osterei-auf-der-wiese/


      Ein Ei lag auf der Wiese im Park. Ein rotes Ei mit schwarzen Punkten und einer gemalten kleinen Schneeglöckchenblüte. Wie ein Glückskäfer sah es aus. Ein Glückskäfer, der ein Schneeglöckchen auf seinem Rücken trug.




      „Nanu, wer oder was bist du?“, wunderte sich die Biene, die auf der Suche nach Nektar unterwegs war. „Ein Käferkollege mit einer Blüte. Nein, ein großer, ein sehr großer Käfer mit einer kleinen, sehr kleinen Blüte.“
      Sie summte einen Gruß, doch das seltsame Ding, das wie ein Käfer aussah und doch keiner war, antwortete nicht. Es bewegte sich auch nicht.
      „Komischer Zeitgenosse“, brummsummte die Biene und flog weiter. Mit komischen Kerlen hatte sie nichts am Hut.





      Ein hellblauer Schmetterling flog des Wegs. Er landete mit einem sanften Schwung auf dem Ei und erschrak.
      „Hart fühlst du dich an wie ein Stein. Ein bunter Stein.“
      Und weil er sich so erschrocken hatte, machte er, dass er weiter kam.





      Ähnlich erging es dem gelben Zitronenfalter.
      „Dein Duft mutet mir seltsam an“, sirrte er. Er schüttelte sich und flog davon.





      „Was ist das denn für eine leckere Nuss?“, rief das Eichhörnchen. Es sprang blitzschnell von seinem Plätzchen in der Lindenbaumkrone und hüpfte zu dem Ei hinüber. „Was für ein Glück ich doch habe!“
      Es schnupperte. Dann zuckte es zurück und meckerte:
      „Du riechst eigenartig, du faule Nuss!“ Und weil es mit faulen Nüssen nichts am Hut hatte, sauste es davon.





      Gerade rechtzeitig. Ein Hase, der es sehr eilig hatte, rannte über die Wiese. Er stoppte kurz, als er das Ei sah und rief:
      „Schon wieder so ein fremdes, buntes Ding. Was ist das für ein Tag? Andauernd stolpere ich heute über euch Fremdlinge.“
      Er seufzte müde, dann rannte er weiter.





      „Oh, ein Kollege! Wie nett!“, sagte der Marienkäfer, der schon eine Weile ein Kind an der Nase herumführte und über die Wiese lockte. Er setzte sich auf das Ei. „Gut, gut. Du hast genau den richtigen Duft.“ Er pumpte seine Flügel auf und flog davon.




      In gleichen Moment entdeckte das Kind, das dem Glückskäfer gefolgt war, das Ei. Es duftete schokoladensüß.
      „Ein Ei!“, jubelte das Kind. „Es sieht aus wie ein Glückskäfer, der eine Blume trägt. Schön!“
      Es bückte sich und hob das Ei auf.
      „Ostern ist toll!“, rief es und lachte. Es lachte glücklich.
      Was für ein Tag!








      Euch allen wünscht Pumi Kolumna





      und in guter, alter Verbundenheit für OhWeh ein :kiss:
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      Lateinisches Sprichwort


      Halleluja!


      Skulptur „Schutzengel“ Ottmar Hörl




      Es ist Ostern.
      Laßt uns mit Freunden einander umarmen.


      MonkeyBird „Monolithe“



      Es ist Ostern, die Erlösung von Schmerz und Tod.
      Es ist der Tag der Auferstehung.


      Pejac „Dying in the name of“




      Laßt uns, ihr Brüder,
      Bruder sagen auch zu denen,
      die uns hassen!


      Blase©kommt von Blasepheme, ein Wortspiel zwischen blasphème und éphémère.



      Verzeihen wir alles
      um der Auferstehung willen!


      Rocco und seine Brüder „Only God Forgives „



      Gestern machten wir einen Ausflug zur Völklinger Hütte und der UrbanArt Bienanle 2019,
      die auf ihre Art die furchtabaren Bombenanschläge jetzt an Ostern auf Sri Lanka
      - sicher kein Zufall! - auf den Punkt bringt.



      Pumi Kolumna



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      Karl Gutzkow (1811 – 1878)


      Entstünde doch nur die Ordnungsliebe so vieler Menschen






      aus Schönheitssinn



      und nicht aus Pedanterie!



      Und siehe das Schild, OhWeh, eure Aktion zieht weiter Kreise :thumbup:


      Pumi Kolumna

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      Bis in die Puppen...


      Der Ursprung der Redewendung »bis in die Puppen schlafen« oder anders »bis in die Puppen aufbleiben«,

      »bis in die Puppen arbeiten, fernsehen« etc. mit der Bedeutung von ›sehr lange‹ stammt aus dem Berlin des 18. Jahrhunderts.




      Mitte des Jahrhunderts wurden am Großen Stern im Berliner Tiergarten –
      noch heute ist der damals von Hecken umgebene Platz unter diesem Namen bekannt –
      Statuen der antiken Mythologie aufgestellt.




      Der Berliner Volksmund bezeichnete diese Standbilder als »Puppen« und den Großen Stern als »Puppenplatz«




      Der Platz lag damals weit von der Stadt entfernt und ein Spaziergang „bis in die Puppen“ war ein ganz schönes Stück.




      Heut wird malocht und nicht...

      „bis in die Puppen hinein“ gepennt

      Pumi Kolumna
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      Ryokan

      Quelle: Kalenderblatt



      Gleich einer ziehenden Woke





      durch nichts gebunden:




      Ich lasse einfach los,




      gebe mich in die Launen des Windes.




      So einfach ist das Loslassen nicht,

      aber mensch kann es lernen...

      Pumi Kolumna