Juli 2019 - Von der Stirne heiß...

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    • Juli 2019 - Von der Stirne heiß...

      Paula Dehmel
      (1862 – 1918)


      Ich bin der Juli


      Grüß Gott! Erlaubt mir, dass ich sitze.
      Ich bin der Juli, spürt ihr die Hitze?





      Kaum weiß ich, was ich noch schaffen soll,
      die Ähren sind zum Bersten voll;





      reif sind die Beeren, die blauen und roten,
      saftig sind Rüben und Bohnen und Schoten.




      So habe ich ziemlich wenig zu tun,
      darf nun ein bisschen im Schatten ruhn.




      Duftender Lindenbaum,
      rausche den Sommertraum!




      Seht ihr die Wolke? Fühlt ihr die Schwüle?
      Bald bringt Gewitter Regen und Kühle.




      Ich hoffe, die Dichterin hat recht

      Pumi Kolumna
    • 100jähriger Kalender
      Juli 2019


      Vom 1. - 3. große Hitze





      Am 4. und 5. Donnerwetter und Regen




      Am 6. und 7. Heuwetter




      Vom 8. - 12. Regen




      Am 13. winkt ein schöner Tag




      Vom 14. - 20. Regenwetter




      Vom 21. - 26. tagsüber schön, aber nachts kalt, sogar Reif möglich




      Am 27. und 28. Gewitter



      Vom 29. - 31. sehr warm




      Also... den vielen Nassprognosen für den Juli traut die Wetterfröschin nicht und der Juni?


      Der Allzeit-Juni-Wetter-Rekord ist gebrochen! Der Deutsche Wetterdienst (DWD) vermeldet 38,6 Grad an der Wetterstation in Coschen in Berlin-Brandenburg sowie in Bad Muskau in Sachsen. Der alte Rekord war am 27. und 28. Juni 1947 mit 38,5 Grad in Bühlertal in Baden-Württemberg aufgestellt worden...

      Also werden wir wohl im Juli weiterschwitzen müssen -
      von Abkühlung war nicht viel zu spüren, Sonne schon wieder voll aktiv...


      Pumi Kolumna
    • Pumi, Du hast den Höhepunkt verpasst. Der traurige neue Juni-Allzeit-Rekord steht bei 39,6°, also 1,1° über dem alten von 1947.

      Und zum gesamten Monat Juni schreibt der Deutsche Wetterdienst: "Mit 19,8 Grad Celsius (°C) lag im Juni der Temperaturdurchschnitt in Deutschland um 4,4 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Die durchweg sommerlichen, zum Monatsende hin hochsommerlichen Werte führten mit einer Differenz von +0,4 Grad gegenüber dem bisherigen Rekordhalter 2003 zum wärmsten Juni seit Messbeginn im Jahr 1881."
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • Heinrich Heine


      Am leuchtenden Sommermorgen




      geh ich im Garten herum.




      Es flüstern und sprechen die Blumen,




      ich aber, wandle stumm.




      Also... lassen wir die Bliemis weiter sprechen

      Pumi Kolumna
    • Sommeridylle an der Saar - nicht so idyllisch???



      Foto 1: Wunderschönes Sommerwetter gestern, zwar auch wieder ziemlich warm,
      aber dazu kühlte ein angenehmes Lüftchen - d
      er Heuwagen ist hoch beladen




      Foto 2: In den Bliemchen am Rande des Weges gaukelten und schaukeln viele Schmetterlinge und Bienen




      Foto 3: u.a. ein Pfauenauge




      Foto 4: Ochsenauge?




      Foto 5: leuchtende kleine Feuerfalter flirten miteinander :love:




      Foto 6: Ich ging weiter zum Weiher, wo die Seerosen blühen, erwartete regen Badebetrieb, aber…




      Foto 7: merkwürdige Stille… und Sperrband rund ums Ufer - Schild gelesen, aha - also… Klimawandel und Folgen… :sassy:




      Foto 8: Immerhin hab ich ein paar quicklebendige Fische entdeckt




      Foto 9: Leider aber auch wieder Unverbesserliche, die sich dann vom Schilf verborgen niederließen… :acquainbocca:




      Foto 10: Diesen Weg meide ich besser, aber… sein Anfang oder Ende führt direkt hinterm Haus hier vorbei - ich lebe also gefährlich… :silke:





      So merken auch die Leugner von allem allmählich was real Sache ist!!!

      Pumi Kolumna

    • Das Schachbrett oder auch Damenbrett (Melanargia galathea)

      Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Schachbrett_(Schmetterling)



      …ist ein Schmetterling (Tagfalter) aus der Unterfamilie der Augenfalter innerhalb der Familie der Edelfalter (Nymphalidae).
      Das Artepitheton leitet sich von Galatea, einer Nymphe aus der griechischen Mythologie ab.
      Hier bin ich mir nicht sicher, ob es ein Schachbrett oder Schwalbenschwanz ist, Form eher wie letzteres, aber ist auch im Flug gefotet





      In Süddeutschland ist das Schachbrett wesentlich häufiger vertreten als in Mittel- und Westdeutschland.
      Zuhause sehe ich diese Art nur selten, hier im saarländischen Dorf gibt es sehr viele.
      Es lebt in wenig feuchten, grasbewachsenen Gegenden, wie beispielsweise auf Wiesen und Lichtungen






      und an Straßenrändern und Böschungen.





      Die Imagines sitzen oft auf Flockenblumen (Centaurea), Skabiosen (Scabiosa), Kratzdisteln (Cirsium) und Ringdisteln (Carduus) und saugen Nektar.






      Männliche Falter haben keine Beobachtungsposten, sondern suchen frisch geschlüpfte Weibchen - das hier ist eine Dame




      Die Falter werden von Vögeln gemieden, scheinen ungenießbar zu sein. Dieser Häher





      suchte also wohl andere Nahrung!




      Auch andere Falter lieben es dort!





      Ob ich heut den Abflug mache, weiß ich noch nicht…
      :danke: OhWeh :kiss:

      Pumi Kolumna

    • (Nach einer indischen Legende)


      Ein Bauer trägt einen Sack voll Weizen nach Hause.




      Er freut sich über das gute Korn.




      Da begegnet ihm Gott und bittet den Bauern: «Schenk mir deinen Weizen!»




      Der Bauer öffnet den Sack und sucht das kleinste Korn heraus und reicht es Gott.




      Der verwandelt das kleine Weizenkorn in Gold und gibt es dem Bauern zurück.




      Da ärgert sich der Bauer, dass er Gott nicht den ganzen Sack voll Weizen geschenkt hat.




      Und am End geht’s ihm dann wie in der Mythologie dem Midas - außer Gold nix mehr zu beißen...
      so weit sind wir aktuell auch grad mal wieder…

      Pumi Kolumna
    • (Gottfried Keller, 1819-1890, schweizer Dichter, Politiker)
      Aus: Gedichte, Natur, Sommer, 1. Strophe aus dem Gedicht: "Dasist doch eine üppige Zeit".



      Das ist doch eine üppige Zeit



      Das ist doch eine üppige Zeit,




      Wo alles so schweigend blüht und glüht





      Und des Sommers stolze Herrlichkeit





      Still durch die grünenden Lande zieht.






      Glühen tut's auf jeden Fall,
      meine Balkonblümchen verbrennen
      und Serengeti im Garten...


      Pumi Kolumna

    • Wo kommt der Ausdruck her
      Jemanden abkanzeln“?

      Quelle: Kalenderblatt



      Die tiefe Beziehung, die in früherer Zeit zwischen Seelsorgern und Pfarrkindern herrschte,





      ließ ihn nicht selten seinen erzieherischen Ausdruck direkt von der Kanzel herab geltend machen.




      Der Pfarrer kannte ja jeden in seiner Gemeinde so gut,
      dass er seinen Lebenswandel beobachten konnte.




      Gab eines seiner ihm anvertrauten Pfarrkinder Anlass zur Sorge, so geschah es,
      dass er einen Einzelnen in seine Predigt einfließen ließ.




      Diese öffentliche „Abgekanzelt werden“ war alles andere als angenehm.




      Daher ist es verständlich, dass man sich auch heute noch dieses Ausdrucks bedient,
      wenn einer beschreiben will, wie jemand öffentlich eine gehörige Abfuhr erfährt.





      Wir hatten in meiner Kommunionzeit sol einenAabkanzel -Pfarrer, der mit donnernder Stimme nur Himmel und Hölle predigte
      – das war seine „frohe Botschaft“ und damit hat er mich auf ewig vonwegen Kirche traumatisiert...
      Seine furchtbare Donnerstimme ist wohl auch Teil meines Hör-Traumas :sassy:





      Heute wird’s nicht mehr von der Kanzel und dem Herrn Pfarrer gemacht, sondern es wird „abgetwittert“ :nudelholz:
      Pumi Kolumna

    • Leonardo da Vinci


      Beobachte





      das Schwimmen der Fische im Wasser,




      und du wirst den Flug der Vögel




      in der Luft begreifen.





      Heißt also, der Vogel bewegt sich in der Luft wie der Fisch im Wasser – sehen das die Vögelexperten hier auch so ?(


      Pumi Kolumna


    • Nein, völlig falsch.

      Bis auf die Haie und Rochen haben alle Fische eine Schwimmblase, schwimmen also (was das nach oben und nach unten im Wasser betrifft) wie ein Zeppelin. Die Flossen dienen nur als Steuerruder und die Schwanzflosse zum Vortrieb.

      Auch Pinguine sind nicht schwerer sind als Wasser, müssen also auch nicht für Auftrieb im Wasser sorgen.
      Carpe Diem!

      OhWeh
    • Aus dem Koran


      Ein gutes Wort





      ist wie ein guter Baum,




      dessen Wurzel fest ist,



      und dessen Zweige




      bis in den Himmel reichen.




      Na, denn predige ich mal weiter Wein

      und trink Wasser oder gleich ein Käffchen

      Pumi Kolumna





      OhWeh, vielleicht meinte er, die stromlinige Form von Fischen und Vögeln?
    • Woher kommt die Redewendung
      „Perlen vor die Säue werfen“?

      Quelle: Kalenderblatt


      Das bedeutet, wie jedermann weiß, Kostbarkeiten an Unwürdige verschwenden.




      Wieder, wie so oft in unserer Sprache, ist das Buch der Bücher,
      die Bibel die Quelle dieses Gleichnisses.
      Aus der Bergpredigt




      Matth., Kapitel 7 Vers 6:
      Gebet nicht das Heilige den Hunden; werfet auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie dieselben nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen.“




      Ein Sinnspruch allen denen zur Richtschnur gegeben,
      die sie an Unwürdige verschwenden und ihre edelsten Güter nicht achtsam hüten.




      Es erstaunt mich öfter, wenn ich beim Bügeln Wissensquiz gucke, dass selbst geläufige Redewendungen
      heute oft auch gebildeten Menschen nicht mehr bekannt sind. Klar, die bibelfeste Miss wusste natürlich sofort woher das Zitat oben stammt!

      Es grüßt heut
      die fromme Pümine