Oktober 2019 - Wandelt sich alles???

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Oktober 2019 - Wandelt sich alles???

      Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

      Ende des Herbstes



      Ich sehe seit einer Zeit,

      Wie alles sich verwandelt.




      Etwas steht auf und handelt
      Und tötet und tut Leid.







      Von Mal zu Mal sind all
      Die Gärten nicht dieselben;





      Von der gilbenden zu der gelben
      Langsamem Verfall:
      Wie war der Weg mir weit.







      Jetzt bin ich schon bei den leeren
      Und schaue durch die Alleen.





      Fast bis zu den fernsten Meeren
      Kann ich den ernsten schweren
      Verwehrenden Himmel sehn.






      Dann beobachten wir mal weiter den Wandel


      Pumi Kolumna
    • 100jähriger Kalender
      Oktober 2019


      Vom 1. - 6.: Der Oktober fängt mit Regen an





      Der 7. und 8.: Sind schöne, warme Tage




      Vom 9. - 13.: ist es trüb, aber warm und ab und zu regnet es




      Vom 14. - 16.: Schöner goldener Oktober




      Vom 17. - 23.: Folgt der große Regen




      Vom 24. - 28.: Wieder schönes Oktoberwetter




      Vom 29. - 31. Trüb und neblig verabschiedet sich der Oktober




      Wie war der September 19?

      Insgesamt wird er als normaler, durchschnittlich warmer/kühler und feuchter September betrachtet.
      Hier in der Pfalz aber weiterhin zu trocken und zu warm.


      Lassen wir uns vom Oktober überraschen
      Pumi die alt Wetterhex

    • Johann Wolfgang von Goethe

      Mauern seh' ich gestürzt...


      Mauern seh' ich gestürzt,





      und Mauern seh' ich errichtet,






      Hier Gefangene, dort auch der Gefangenen viel.




      Ist vielleicht nur die Welt ein großer Kerker? und frei ist




      Wohl der Tolle, der sich Ketten zu Kränzen erkies't.





      Wie zeitlos es der Dichterfürst auf den Pünkt gebracht hat :thumbup:
      und so nebenbei kleine Pfeilspitze an Kollege Schiller ;)
      Und ansonsten... die Sache mit den blühenden Landschaften...
      soll nach 30 Jahren gefeiert werden
      Ich sach nur Braunkohle :rolleyes:

      Pumi Kolumna, die Pöse
    • Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v. Chr.)



      Wohin wir uns auch wenden,






      setzen wir den Fuß






      immer auf ein Stück Geschichte.





      So haben wir halt eine Wendegeschichte


      Pumi Kolumna



      Ja, OhWeh, diese Mondlandschaften seh ich vor mir...
      Zwar kann ich die Menschen verstehen, deren Existenz dran hängt,
      aber irgendwie muss einem bei diesem Anblick doch klar werden,
      dass das keine Zukunft hat :huh:
      Hier im Saarland sehen die einstigen Kohlenhalden inzwischen
      wieder manierlich aus :thumbup:
    • Wo kommt der Ausdruck „Wende“ her?



      Quelle: Kalenderblatt




      Unter dem Wort „wenti“ verstand man schon im Althochdeutschen Umkehr,





      ein Vorgang des Wendens



      und eine Grenze.




      Wie kommt es dann, dass man dieses Wort heute nicht mehr hören will?
      1813 gab es noch Jubelrufe über die „Wunder der Wende“
      Als Napoleon seine Macht über Europa verlor und eine neue Epoche der Restauration begann.




      Im Herbst 1982 wurde das glorreiche Wort wieder überall propagiert, Kanzler Kohl wollte wohl das Staatsschiff herumgerissen haben,
      die Rede war sogar von einer „geistig-moralischen Wende“.





      Und an die Moral von dieser G'schicht erinnern wir uns ja noch gut


      Pumi Kolumna





    • Die große Herbstreise/3

      HerbstmärchenVerf. unbekannt



      Die Szenen wechselten schnell; an Hafenanlagen vorbei, unter Brücken hindurch, zwischen den rauchenden Schloten großer Fabriken durch wälzte sich der Strom und wurde breit und breiter und immer behäbiger.




      Seine Ufer wurden flacher und schließlich sah das Blatt keinerlei festes Land mehr. Wie seltsam das Wasser hier war - salzig, kalt und wild. Unser kleiner Reisender hatte das Meer erreicht.




      Eine Strömung nahm das Blatt mit sich und zog es immer weiter hinaus. In der Nacht erhob sich ein gewaltiger Sturm, türmte die Wellen zu Bergen und schob sie vor sich her. Auf und ab ging es nun für das arme Blatt, daß ihm ganz sonderbar wurde. Schließlich wirbelten Schaumkronen um es her und plötzlich löste es sich aus einer langen Welle, flog durch die Luft und landete, ganz atemlos, im feuchten Sand. Da lag es nun, gestrandet, und wußte nicht recht, wie ihm geschehen war.





      Eine große Möwe beäugte kurz, was ihr da vor die Füße gefallen war. Schnell pickte sie es mit dem Schnabel auf - na, ein Krebs war es ja nicht, aber was wir haben, geben wir so schnell nicht wieder her!




      Sie erhob sich in die Luft, drehte eine Runde über dem Strand, und schon ging es fort in schnellem Flug. Aber auch andere Möwen hatten gesehen, daß sie etwas aufklaubte, und flogen ihr sofort nach. \"Was hast du da?\" wollten sie wissen, aber unsere Möwe antwortete nicht. Da flogen sie her, um ihr ihren Fang wegzunehmen, die Möwe mußte sich verteidigen, öffnete den Schnabel - und das Blatt fiel unaufhaltsam dem Meer entgegen.




      Diesmal landete es aber nicht im Wasser, sondern in einer Ecke auf dem Deck eines großen Schiffes. Das war wieder eine ganz neue Erfahrung für das kleine Blatt! Matrosenstiefel trampelten um es herum, es hörte Stimmen und Arbeitsgeräusche und den Lärm der Schiffsmaschinen. So lag es ein paar Tage da und beobachtete den Betrieb auf einem großen Schiff.




      Es wurde immer kälter, und bald wollte die Nacht dem Tag nicht mehr weichen. - \"Wohin fährt dieses Schiff?\" fragte das Blatt einen vorbeifliegenden Sturmvogel. \"Nach Norden!\" antwortete dieser und strich ab.



      Bald aber kam ein heftiger Sturm auf; der erfaßte das Blatt, hob es auf und wirbelte es fauchend über große Eisberge und schließlich über weite, leere Schneeflächen. Und dann kam eine kleine Ansiedlung in Sicht, der Wind erstarb langsam und das Blatt segelte zu Boden, einem kleinen Jungen in dicker Kleidung mit einer pelzverbrämten Kapuze gerade vor die Füße.




      Der bückte sich, nahm das Blatt in seine Hände und fragte erstaunt: \"Was ist denn das? So etwas gibt es ja gar nicht!\" - \"Ich bin ein Apfelbaumblatt,\" wisperte unser kleiner Reisender, aber das konnte der Inuit-Junge nicht hören, und so steckte er das Blatt in eine Tasche und vergaß es. Das Blatt aber fiel in den letzten Schlaf aller Blätter und vertrocknete schließlich.




      \"Da schau her,\" sagte ein paar Tage später seine Mutter, als sie seine Taschen leerte, \"ein Blatt! Wo mag der Junge das wohl herhaben?\" - und sie warf das braune Ding ins Kochfeuer.

      So endete die große Reise eines kleinen Blattes.






      Letztlich nicht nur des Blattes

      Pumi Kolumna

    • Gehen wir durch die neue Woche mit einem

      Irischen Segenswunsch



      Mögen die Zeichen an der Straße





      dir den Weg weisen,




      wenn du dich verloren glaubst.





      Gerade lese ich, dass die von der Regierung

      schon wieder die Schwänze einziehen wollen
      bzgl. Klimaschutz – da kannst echt nur noch
      auf die Zeichen von der Straße hoffen!!!

      Protestiert die alt Pumihex
    • Ernst R. Hauschka

      Quelle: Kalenderblatt



      Das Lesen im Bett






      zeugt von völliger Hingabe an die Kunst:





      Man überlässt es dem Dichter,





      wann man einschläft.






      Lesen vorm Einschlafen muss einfach sein

      Pumi Kolumna

    • Johann Georg Jacobi (1740 - 1814)


      Vergänglichkeit

      (Nach einem alten Liede)



      Sagt, wo sind die Veilchen hin?

      Die so freudig glänzten
      Und der Blumen Königin
      Ihren Weg bekränzten?





      Jüngling ach! Der Lenz entflieht,
      Diese Veilchen sind verblüht!
      Sagt wo sind die Rosen hin?





      Die wir singend pflückten,
      Als sich Hirt und Schäferin
      Hut und Busen schmückten?




      Mädchen ach! Der Sommer flieht,
      Jene Rosen sind verblüht!




      Führe denn zum Bächlein mich,
      Das die Veilchen tränkte;
      Das mit leisem Murmeln sich
      In die Thäler senkte.





      Luft und Sonne glühten sehr,
      Jenes Bächlein ist nicht mehr!





      Erinnert mich an: Sag mir wo die Blumen sind...




      Pumi Kolumna

    • August von Kotzebue



      Dankbare Menschen





      sind wie fruchtbare Felder.




      Sie geben das Empfangene




      zehnfach zurück.





      Wenn ich auf meine eigenen über 70 Lebensjahre zurückblicke,

      gab es in den Jahren direkt nach dem Krieg etwas,
      das vielen Menschen heute offenbar fehlt -
      die Dankbarkeit für das Geschenk Leben!
      Es scheint den Menschen nicht gut zu tun,
      wenn es ihnen zu gut geht...

      Pumi Kolumna
    • Asiatisches Sprichwort


      Wer nicht will, dass der Wind sein Haus zerstört,




      muss die Fenster öffnen,




      damit der Wind hindurch kann.





      Also, Leuts, macht's Fenster auf,

      lasst Luft herein...

      Pumi Kolumna

    • Die Oktoberfrau und das Wetter – Als die Oktoberfrau ein Abenteuer suchte



      © Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl

      Quelle: herbstgeschichten.com/2019/10/…toberfrau-und-das-wetter/


      „Seltsam ist es derzeit hier. Sehr seltsam.“ Die Oktoberfrau, die sich um ein paar Tage verspätet hatte, staunte. „Hat der Sommer vergessen, das Land zu verlassen oder warum ist es ringsum noch so wam und sonnengolden?“





      Schnell legte sie ihre maisgelbe Strickjacke ab und packte sie in ihren Korb. Sie setzte sich auf eine Bank am Waldrand,
      naschte von den Trauben, die sie im Weinberg gefunden hatte, und schaute in den Himmel.





      Ein Schwarm Buchfinken hatte sich dort versammelt. Sicher würden sie sich nun auf die Reise in den Süden machen.
      Wie immer, wenn sie den Vogelscharen hinterher blickte, verspürte sie Lust, sie zu begleiten auf ihre aufregende Reise in den Süden.
      Sie liebte Abenteuer.





      Sie lächelte. Abenteuer? Warum sollte sie den Oktober hier für das Land und für die Menschen, Tiere und Pflanzen nicht auch zu einem Abenteuer machen? Ja, sie würde einen Oktober gestalten, von dem alle noch lange reden würden. Dazu aber brauchte sie Helfer.
      Als erstes ging sie zum Sturmriesen. Der hielt gerade eine Konferenz mit seinen Wind- und Sturmkollegen. Die Oktoberfee atmete auf.
      Das passte wunderbar.





      „Habt ihr Lust auf ein Abenteuer?“, fragte sie.
      Die Windgesellen sahen sie verdutzt an. Ein Abenteuer? Das klang nach Stress. Den wollte keiner haben und einer nach dem anderen schüttelte verneinend den Kopf.
      „Mir wird schon etwas einfallen. “ Die Oktoberfrau lächelte. „Und dann sagt nicht, dass ich euch nicht dazu gebeten hätte!“
      Sie zog weiter zu den Regengeschwistern.





      „Ihr seid so erfrischend!“, sagte sie schmeichelnd, bevor sie zu ihrem Anliegen kam.
      „Was haltet ihr davon, mit mir gemeinsam ein spannendes Abenteuer zu erleben?“
      Gar nichts hielten sie davon, die Regenherren. Sie hörten der Oktoberfrau erst gar nicht zu. Das war bequemer.
      Die zuckte mit den Schultern, brummelte ein bisschen vor sich hin und machte sich auf den Weg zu den anderen Wettergeistern. Den Nebelmeister wollte sie nun besuchen.





      „Ach, du schon wieder!“, sagte der. „Jedes Jahr das gleiche Theater! Lass mich in Ruhe mit deine Abenteuerlust! Ich werde demnächst genug zu tun haben, jetzt aber will ich mich noch ein bisschen ausruhen. Verstanden?“
      Die Oktoberfrau verstand. Wenn sie ehrlich war, hatte sie fast damit gerechnet, dass ihre Wetterkollegen kneifen würden.
      Es war wie in jedem Jahr.
      „Mit Abenteuer haben sie es nicht so“, murmelte sie. „Diese Spießer!“





      Die Sonne, die das Treiben der Oktoberfrau beobachtet hatte, lachte.
      „Komm, Oktoberfrau!“, rief sie. „Du kannst mir helfen, den Oktober zu vergolden! Ich tauche das Land in ein kräftig goldenes Licht und du zeigst mir, wo grüne Blätter sind, die eingefärbt werden müssen. Du wirst sehen, das ist macht Spaß.“





      Die Oktoberfrau freute sich. Die Sonne zu fragen, das hätte sie nie gewagt, war ihre Kollegin, die Septemberfrau, der Himmelsherrin doch schon gehört auf die Nerven gegangen. Was aber konnte es besseres geben als mit der Sonne zusammen zu arbeiten?
      Und ehrlich, das war doch auch ein Abenteuer. Ein großes sogar.





      Diesen Oktober hatte die Sonnein der Pfalz
      aber erstmal genug von
      all ihrem Schein

      Pumi Kolumna

    • Hermann von Lingg


      Das Krokodil





      Im heil’gen Teich zu Singapur,






      Da liegt ein altes Krokodil





      Von äußerst grämlicher Natur



      Und kaut an einem Lotosstiel.



      Es ist ganz alt und völlig blind,



      Und wenn es einmal friert des Nachts,





      So weint es wie ein kleines Kind,





      Doch wenn ein schöner Tag ist, lacht’s.




      Mit schicker Krok

      Pumi Kolumna


    • New

      Schlendern wir noch ein bissl durch den Landauer Reptilienzoo...

      Foto 1: Der Fidschi Leguan




      Foto 2: ist mir besonders durch seine schöne Zeichnung aufgefallen




      Foto 3: Sie stehen auf der roten Liste der besonders gefährdeten Arten




      Foto 4: Das ist vermutlich eine Dornschwanz Agame




      Foto 5: und eine Echse mit vielen Flecken
      (ihr dürft mich gerne korrigieren, ergänzen,
      wenn ihr euch bei den Viechern auskennt...)




      Foto 6: Gestreifte gibt’s auch




      Foto 7: Sie gehören wohl zu den Skinks, mögen es miteinander Aufeinander




      Foto 8: veranstalteten so eine Art Ringelpitz mit Anfassen





      Foto 9: und machen einander schöne Augen






      Wir auch
      Pumi Kolumna